23. Dezember 2025, 9:35 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Wenn der Advent eher an Frühling als an Winter erinnert, wird schnell eine alte Bauernregel hervorgeholt: „Ist‘s vor Weihnachten gar nicht kalt, kommt der Frost wohl schon sehr bald.“ Doch wie zuverlässig ist diese Wetterweisheit wirklich? myHOMEBOOK hat bei einem Wetterexperten nachgefragt und wollte wissen, ob milde Dezembertage bis Weihnachten tatsächlich ein Vorbote für spätere Kälteeinbrüche sind – oder ob die Bauernregel eher ins Reich der Mythen gehört.
Das steckt hinter der Bauernregel zum milden Dezember vor Weihnachten
Jörg Riemann von der Wettermanufaktur erklärt, dass diese Bauernregel einen Wetterumschwung um den Jahreswechsel herum ankündigt. Er betont aber, dass die Richtung dabei egal sei.
„Ist’s vor Weihnachten gar nicht kalt, kommt der Frost wohl schon sehr bald“, bedeutet laut Riemann, dass wir uns nach Weihnachten auf kühlere Temperaturen einstellen können. Wäre es im Dezember bereits kalt gewesen, kann diese Bauernregel auf einen Umschwung hin zu milderen Temperaturen deuten.
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Stimmt diese Bauernregel?
„Diese Bauernregel zum milden Wetter vor Weihnachten hat eine hohe Trefferquote“, erklärt Riemann. „60 bis 80 Prozent, das ist sehr hoch“, erläutert der Experte. Er betont allerdings, dass diese Regel nicht bedeutet, dass es nach Weihnachten ausnahmslos kalt wird. Gemeint sei das Mittel der Temperaturen. Dabei kann es mal mildere Tage geben und kühlere, aber im Großen und Ganzen sei die Temperatur im Durchschnitt kalt.
Was das Wetter am Barbaratag über weiße Weihnachten aussagt
Wetter am 1. Dezember verrät die kommenden vier Wochen
Tritt die Regel in diesem Jahr ein?
Nach derzeitigem Stand kann der Wetterexperte dies bestätigen. „In dieser Woche wird es einen Temperaturabfall geben.“ Es wird kein abrupter Wetterwechsel werden. Die Temperaturen kühlen sich langfristig ab und seien dadurch auch stabiler. Sie halten also länger an, erklärt Riemann.
Können wir auf weiße Weihnachten hoffen?
An Heiligabend stehen die Chancen eher schlecht, erklärt der Experte. Ausnahmen könnte es im Erzgebirge, im Thüringer Wald oder im Harz geben. In diesen Bereichen sei Schneefall möglich und auch die Chancen, dass er liegen bleibt, seien nicht schlecht.
An den Weihnachtsfeiertagen besteht auch in anderen Gebieten die Chance auf etwas Schnee. Allerdings muss man auch dort davon ausgehen, dass er nicht liegenbleiben wird.