4. September 2026, 13:28 Uhr |
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Der September gilt als Übergangsmonat zwischen Sommer und Herbst. Während die Tage spürbar kürzer werden, sind auch spätsommerliche Temperaturen keine Seltenheit. Immer wieder sorgen warme Phasen dafür, dass der Herbstbeginn kaum zu spüren ist. Solche Wetterlagen beschäftigen nicht nur Meteorologen, sondern seit jeher auch die Volkskunde. So besagt eine bekannte Bauernregel: „Septemberwärme dann und wann, zeigt einen harten Winter an.“ Doch steckt hinter dieser Wetterweisheit tatsächlich ein wahrer Kern? myHOMEBOOK hat bei einem Wetterexperten nachgefragt.
Das steckt hinter der Bauernregel über warme Tage im September
Die Bauernregel „Septemberwärme dann und wann, zeigt einen harten Winter an“ bezieht sich nach Einschätzung von Jörg Riemann von der Wettermanufaktur nicht auf einen durchgehend warmen Monat. Mit „dann und wann“ seien vielmehr einzelne warme und sonnige Tage gemeint, vor allem um die Monatsmitte herum. Entscheidend sei, dass die Wärme nur vorübergehend auftritt und anschließend wieder herbstlicheres Wetter folgt. Fällt dagegen nahezu der gesamte September ungewöhnlich mild aus, greift laut dem Experten eher eine andere Bauernweisheit: „Ist der September lind, wird der Winter ein Kind“, die auf einen eher milden Winter hindeutet. Für die Regel vom „harten Winter“ dürfe die Septemberwärme also nicht dauerhaft, sondern nur zeitweise auftreten.
Nach Angaben des Meteorologen wurde die Bauernregel tatsächlich untersucht. Demnach folgte auf einen überdurchschnittlich sonnigen und warmen Zeitraum im September in rund 60 Prozent der Fälle ein Winter, in dem die Zahl der Frosttage im Januar und Februar überdurchschnittlich hoch war. „Die Regel stimmt in zwei von drei Fällen“, sagt Riemann. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass auch die weitere Wetterentwicklung eine Rolle spielt. So könne etwa der Oktober die Tendenz noch beeinflussen. Eine verlässliche Winterprognose lässt sich aus der Bauernregel daher nicht ableiten, sie kann allenfalls als Hinweis auf einen kälteren Winter verstanden werden.
Dieses Wetter haben wir in den kommenden Tagen zu erwarten
Wer auf eine längere Spätsommerphase hofft, muss sich laut dem Experten noch etwas gedulden. Zwar wird es am Wochenende und zum Wochenbeginn vielerorts noch einmal milder, danach setzt sich aber wieder herbstlicheres Wetter durch. Im Norden sorgt bereits am Samstag eine Kaltfront mit Windböen und einzelnen Schauern für unbeständiges Wetter. Am Sonntag und Montag steigen die Temperaturen dort noch einmal an. Im Süden hält sich die warme Luft nach Angaben von Riemann etwas länger und kann teilweise bis Dienstag für spätsommerliche Temperaturen sorgen. Spätestens zur Mitte der kommenden Woche sei damit jedoch Schluss. „Irgendwann muss es ja auch zu Ende gehen, der Herbst steht nun mal in den Startlöchern“, sagt der Experte. Danach sei zunächst mit herbstlichen Temperaturen zu rechnen, auch wenn der Altweibersommer später im September noch einmal für freundliche und milde Tage sorgen könnte.
Das bedeutet das Wetter für den Garten
Für den Garten kommen die angekündigten Wetterwechsel vielen Pflanzen zugute. Der Boden ist nach dem Sommer noch vergleichsweise warm, während die Temperaturen zunehmend sinken. Das schafft gute Bedingungen für die Pflanzung von Stauden, Gehölzen und Frühjahrsblühern, die vor dem Winter noch Wurzeln bilden sollen. Einzelne spätsommerliche Wärmephasen können zudem die Reifung von Äpfeln, Birnen oder Kürbissen unterstützen. Mit dem allmählichen Übergang zu herbstlicherem Wetter beginnt außerdem die Zeit, den Garten auf die kommende kalte Jahreszeit vorzubereiten.
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