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Trockene Hitze

Schützen Sie Eichhörnchen im Garten vor dem Verdursten

Im Garten können Sie Eichhörnchen vor Hitze und Verdursten schützen
Eichhörnchen brauchen viel Wasser – besonders jetzt im heißen SommerFoto: Getty Images

Die Kulleraugen, der buschige Schwanz, ein flinker Sprung von Ast zu Ast – Eichhörnchen sind einfach niedlich. myHOMEBOOK verrät Tricks, wie Sie die kleinen Nager in Ihren Garten locken und bei den hohen Temperaturen vor dem Verdursten bewahren.

Der heiße Sommer macht nicht nur den meisten Menschen zu schaffen, auch viele Wildtiere leiden unter der Hitze. Kommt noch anhaltende Trockenheit hinzu, drohen diese zu verdursten. Eichhörnchen beispielsweise brauchen täglich viel Wasser. Sollten Sie keinen Gartenteich besitzen, an dem sich die kleinen Tiere bedienen können, stellen Sie eine Schale Wasser, eine Eichhörnchen- oder Vogeltränke auf. So schützen Sie die Tiere vor dem Verdursten. Das gilt übrigens auch im Winter, denn Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf! Damit aus der Tränke keine Bakterienschleuder wird, erneuern Sie das Wasser ab und an! Vergessen Sie auch nicht, die Tränke zu reinigen.

Eichhörnchen trinken viel Wasser
Ob aus Brunnen, Schale, Tränke – Eichhörnchen trinken viel WasserFoto: Getty Images

Die Speisekarte der Eichhörnchen ist vielfältig

Eichhörnchen sind Allesfresser, ernähren sich neben Nüssen auch von Gemüse, Obst, Pilzen und frischen Trieben. Aber auch Insekten, Jungvögel und Eier verschmähen sie nicht. Und was jeden schneckengeplagten Gärtner freuen dürfte: Eichhörnchen machen sich sogar über die gefürchteten Weichtiere her!

Um die kleinen Nager gezielt anzulocken, können Sie eine Futterstation aufstellen. Oder katzensicher am Baum anbringen. Stellen Sie auch einen Teller mit Nüssen auf die Fensterbank, Terrasse oder auf den Balkon. Brechen Sie die Nüsse ruhig in kleine Stücke. Sie können aber auch ganze Nüsse mit Schale verfüttern. Wie bei der Tränke auch, müssen Sie eine Futterstation regelmäßig reinigen und darauf achten, dass das Futter keinen Schimmel ansetzt.

Achtung: Stellen Sie Futterstelle und Tränke nie auf den Boden. Eichhörnchen sind so eine leichte Beute für viele Fressfeinde. Bringen Sie die Futterstation lieber in einem Baum an. Die Wasserschale oder Tränke ist auf einer Mauer oder einem Vorsprung gut aufgehoben. Sie können auch ein Brett im Baum anbringen und die Schale draufstellen.

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Pestizide töten auch Eichhörnchen

Schnecken-, Mäusekorn oder Rattengift – davon werden nicht nur Schädlinge angelockt. Da sich die verendenden Tiere in ihren Bau zurückziehen, kriegen viele Hobby-Gärtner diese Tragödie gar nicht mit. Verzichten Sie daher, soweit es geht, auf handelsübliche Chemiekeulen. Der Eichhörnchen-Notruf-Verein empfiehlt zum Beispiel zur Schneckenbekämpfung Produkte mit Eisen-III-Phosphat. Und düngen Sie lieber mit Bio-Dünger: Beispielsweise mit Bokashi oder – wer sich traut – mit verdünntem Urin.

Gefahren im Garten

Damit ins Wasser gefallene Eichhörnchen nicht ertrinken, verschließen Sie Regentonnen mit einem Deckel oder Gitter. Sie können auch einfach einen Ast quer reinstellen, an dem sich die Tiere retten können. Ein nicht mehr genutztes Kinderplanschbecken kippen Sie besser aus, einen Pool sollten Sie abdecken oder wie bei einer Regentonne eine Kletterhilfe für Tiere anbringen.

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Achtung: Viele Hobby-Gärtner, die ihre Obstbäume vor Vogelkahlfrass bewahren wollen, verwenden Vogelschutznetze. Für Eichhörnchen sind sie eine Todesfalle. Sie verfangen sich in den engen Maschen, versuchen sich, daraus zu befreien, indem sie das Netz zernagen. Gelingt es ihnen, verhungern sie häufig, weil Reste des Netzes sich im Maul verheddern.

Ein Häuschen für das Eichhörnchen

Eichhörnchen nisten in einem Kobel. So werden die Nester der Eichhörnchen genannt. Die bauen sich die Tiere selbst und bringen diese zur Sicherheit vor Fressfeinden hoch in Bäumen an. Sie können einen Kobel aber auch selbst zusammenzimmern. Einfach einen Kasten aus Holz mit ausreichendem Platz bauen. Ideal sind 45 Zentimeter Länge und 30 Zentimeter Höhe. Achtung: Eichhörnchen knabbern gerne am Holz. Verwenden Sie daher nur unbehandelte Holzsorten. Der Kobel muss zudem zwei Löcher zum Rein- und Rauskommen besitzen. Durchmesser: sechs Zentimeter.