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Experte ordnet ein

Das passiert, wenn man einen Monat lang den Rasen nicht mäht

Wer einen gepflegten Rasen haben möchte, kommt um ein regelmäßiges Mähen wohl nicht herum
Wer einen gepflegten Rasen haben möchte, kommt um ein regelmäßiges Mähen wohl nicht herum Foto: Getty Images
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Franka Kruse-Gering
Redakteurin

7. Mai 2026, 6:02 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Der Mai gilt als Hochsaison für gepflegte Rasenflächen – doch ausgerechnet jetzt ruft die Aktion „Mähfreier Mai“ dazu auf, den Rasenmäher stehen zu lassen. Was für Insekten und die Artenvielfalt sinnvoll klingt, sehen viele Rasenprofis kritisch. Führt ein Monat ohne Mähen wirklich zu mehr Biodiversität oder schadet er dem heimischen Grün langfristig sogar? myHOMEBOOK hat bei einem Rasenexperten nachgefragt, wie sinnvoll die Aktion ist und worauf Gartenbesitzer achten sollten.

Das steckt hinter der Aktion „Mähfreier Mai“

Die Aktion „Mähfreier Mai“ geht auf eine Initiative aus Großbritannien zurück und ruft dazu auf, den Rasen im Mai bewusst nicht zu mähen, um Wildpflanzen und Insekten mehr Raum zu geben. Dadurch können Pflanzen wie Löwenzahn, Klee oder Gänseblümchen wachsen und blühen, was wichtige Nahrungsquellen für Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber schafft. Gleichzeitig soll die Kampagne ein Umdenken anstoßen: weg vom perfekt gestutzten Zierrasen, der ökologisch kaum Nutzen hat, hin zu naturnahen Flächen, die als Lebensraum für Tiere dienen und die Artenvielfalt im eigenen Garten fördern.

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Das sagt ein Experte zum mähfreien Mai

„Eine Rasenfläche, die nur aus Gräsern besteht, wird auch nach vier Wochen ohne Mahd nicht zur Blumenwiese, bleibt also für Insekten, die auf Blüten spekulieren, unattraktiv“, erklärt Dr. Harald Nonn, ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Rasengesellschaft, auf myHOMEBOOK-Anfrage. Grundsätzlich sei es jedem selbst überlassen, ob und wie er seinen Garten und die Rasenflächen gestaltet. Ob die Grünfläche nur aus Gräsern besteht oder auch Kräuter enthalten sind. „Nutzungsart und -intensität bestimmen die Mähintervalle“, ergänzt der Profi.

Ein Kompromiss zur Güte

Man muss nicht nach dem einen oder nach dem anderen Extrem leben, man kann auch gute Kompromisse finden, schreibt die Umweltberatung. „Wichtig ist in jedem Fall, nicht die ganze Fläche auf einmal zu mähen, damit den Tieren eine Rückzugsfläche bleibt.“ Auch ist es wichtig, das richtige Werkzeug zu verwenden. „Das Mähen mit Sense, Handmäher und Grasschere überleben Schmetterlinge, Bienen und Heuschrecken eher als eine Mahd mit Rasenmäher oder Motorsense“, erklärt die Umweltberatung.

Zudem ist es empfehlenswert, zu mähen, wenn keine Insekten unterwegs sind, beispielsweise an kühlen oder eher bedeckten Tagen.

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