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Gartenexpertin erklärt

4 Fehler beim Anbau von Kartoffeln

Beim Anbau von Kartoffeln können einige Fehler passieren
Beim Anbau von Kartoffeln können einige Fehler passieren Foto: Getty Images
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Franka Kruse-Gering
Redakteurin

9. Juli 2026, 15:21 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Kartoffeln gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten im eigenen Garten. Sie sind vergleichsweise pflegeleicht und liefern bei guter Versorgung eine reiche Ernte. Doch gerade Anfänger machen häufig Fehler, die das Wachstum bremsen oder die Ernte deutlich schmälern. myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering erklärt, welche vier Fehler beim Kartoffelanbau besonders häufig vorkommen – und wie man es besser machen kann.

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1. Fehler: Kartoffeln zu früh pflanzen

Viele Hobbygärtner können den Start der Gartensaison kaum erwarten und setzen ihre Kartoffeln bereits im zeitigen Frühjahr in die Erde. Das Problem: Der Boden ist dann oft noch zu kalt. Kartoffeln keimen und wachsen am besten, wenn sich der Boden auf etwa acht bis zehn Grad Celsius erwärmt hat. Werden sie zu früh gepflanzt, können die Knollen faulen oder nur sehr langsam austreiben. Zwar vertragen manche frühe Sorten leichte Kälte, anhaltender Frost kann den jungen Trieben jedoch schaden.

Es ist ratsam, mit dem Pflanzen bis etwa April oder – in kälteren Regionen – sogar bis Anfang Mai zu warten. Vorgekeimte Saatkartoffeln verschaffen zusätzlich einen Wachstumsvorsprung.

2. Fehler: Den falschen Standort wählen

Kartoffeln brauchen viel Sonne. Werden sie im Halbschatten oder im Schatten angebaut, entwickeln sich häufig weniger und kleinere Knollen. Auch der Boden spielt eine wichtige Rolle. Verdichtete oder dauerhaft nasse Erde erschwert das Wachstum und begünstigt Krankheiten sowie Fäulnis. Optimal ist ein lockerer, humusreicher Boden mit guter Drainage.

Es ist wichtig, den Boden vor dem Pflanzen aufzulockern. Im Idealfall arbeitet man noch etwas Kompost ein.

3. Fehler: Das Anhäufeln vergessen

Ein klassischer Anfängerfehler ist es, die Kartoffelpflanzen einfach wachsen zu lassen. Dabei ist das sogenannte Anhäufeln eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen.

Sobald die Triebe etwa 15 bis 20 Zentimeter hoch sind, wird Erde rund um die Pflanzen aufgehäuft. Dadurch entstehen zusätzliche Bereiche, in denen sich neue Knollen bilden können. Gleichzeitig verhindert die Erdschicht, dass Kartoffeln ans Licht gelangen und grün werden. Grüne Kartoffeln enthalten Solanin und sollten nicht gegessen werden.

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4. Fehler: Zu viel oder zu wenig gießen

Kartoffeln benötigen gleichmäßige Feuchtigkeit – besonders während der Knollenbildung. Viele Hobbygärtner gießen jedoch entweder zu selten oder übertreiben es. Längere Trockenphasen können das Wachstum der Knollen bremsen. Zu viel Wasser führt dagegen leicht zu Staunässe und erhöht das Risiko für Pilzkrankheiten sowie faulende Kartoffeln.

Besser ist es, seltener zu gießen, dafür aber gründlich. Der Boden sollte gleichmäßig feucht bleiben, aber niemals dauerhaft nass sein.

So gelingt eine gute Kartoffelernte

Wer den richtigen Pflanzzeitpunkt wählt, auf einen sonnigen Standort achtet, die Pflanzen regelmäßig anhäufelt und bedarfsgerecht gießt, schafft beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ernte. Mit vergleichsweise wenig Aufwand lassen sich so im Sommer und Herbst gesunde, aromatische Kartoffeln aus dem eigenen Garten genießen.

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