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Erfrischung im Sommer

Welche Arten von Gartenduschen gibt es?

Eine Frau unter einer Gartendusche
Eine Gartendusche sorgt im Sommer für Abkühlung.Foto: Getty Images

Es ist heiß und Sie wollen in den Pool? In vielen Gärten gibt es dafür keinen Platz. Wie wäre es da mit einer Outdoor-Dusche? Neben Designermodellen gibt es auch günstige Duschen zur Selbstmontage. myHOMEBOOK verrät, worauf Sie bei den erfrischenden Hitzekillern achten sollten.

Ob Sprühnebel, sanfter Schauer oder starker Strahl – Gartenduschen sorgen an heißen Tagen für einen Frische-Kick unter freiem Himmel. Doch nicht jeder hat den Platz oder kann es sich leisten, einen Pool anzulegen. Auch ein Planschbecken ist oft wenig zufriedenstellend und jedes Mal ins Freibad zu fahren, ist auf Dauer auch keine Lösung. Hier bieten Gartenduschen eine günstige und platzsparende Erfrischungs-Alternative. Für gewöhnlich nehmen die frischen Brausen nicht mehr als zwei Quadratmeter Platz in Anspruch und sind schnell installiert. Natürlich eignet sich eine Gartendusche ebenso für Pool- oder auch Saunabesitzer, die sich nach dem Schwimmen oder Schwitzen gerne abduschen.

Welche Vorteile hat eine Gartendusche?

„Eine Gartendusche bringt Urlaubsstimmung in das eigene Zuhause. Im Freien duschen - das erinnert nicht nur an den warmen Süden, sondern schafft auch ein Gefühl von Freiheit“, findet Thilo Dreyer, Mitglied der Badherstellervereinigung Aqua Cultura.

Darüber hinaus hat eine Gartendusche auch ihre praktischen Seiten. „Wenn Sie im Garten gearbeitet oder gespielt haben, eventuell im Pool waren, müssen Sie nicht extra ins Haus laufen, sondern können den Schmutz einfach draußen abspülen“, sagt Dreyer. Und nicht nur in der heißen Jahreszeit, auch in kühleren Monaten kann die Anlage für eine schnelle Erfrischung sorgen – beispielsweise nach einem Saunagang.

Unterschiedliche Modelltypen für die Gartendusche

Gartenduschen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Neben schlanken Rohren, auf denen ein fest verschraubter oder beweglicher Brausekopf befestigt ist, finden sich im Handel auch elegante Säulen. Je nach Modell kommt das Nass nicht nur von oben, sondern auch von der Seite. Im Grunde genommen gibt es drei Arten von Gartenduschen:

  • Kaltdusche
  • Warmwasserdusche
  • Solardusche

Kaltdusche

Wem es in erster Linie um eine Abkühlung unter freiem Himmel geht, für den könnte eine standardmäßige und oft preisgünstige Kaltdusche als Erweiterung des Gartenschlauchs bereits ausreichen. In der Regel lassen sich die meisten Modelle mit wenigen Handgriffen zusammenstecken und an den Wasserhahn anschließen.

Warmwasserdusche

Etwas komfortabler sind jene Modelle, die auch warmes Wasser aus der Brause schießen können. Die Temperatur regelt für gewöhnlich eine Armatur oder ein Thermostat und der Anschluss muss an eine Leitung im Sanitärbereich erfolgen.

Solardusche

Die modernste und umweltfreundlichste Variante stellt aber wohl die Solardusche dar. Hier ist es wichtig, die Wasserspender an einem Ort mit viel Sonne aufzustellen. Auf dem Markt erhältliche Solarduschen sollen dazu in der Lage sein, kaltes Wasser binnen weniger Minuten auf bis zu 60 Grad aufzuheizen und über mehrere Stunden hinweg zu speichern. Die Temperatur regeln Sie über integrierte Mischbatterien oder über ein eingebautes Thermostat.

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Was gibt es bei der Gartendusche zu beachten?

Für den Garten empfiehlt Dreyer Ausführungen aus Edelstahl. „Verchromte Armaturen und Duschköpfe sind für den Außenbereich nicht so gut geeignet. Verchromte Oberflächen sind nicht ganz so widerstandsfähig gegenüber Umwelteinflüssen wie zum Beispiel saurem Regen“, erklärt der Fachmann.

Vor allem aber die Technik sollte man sich vor dem Kauf genau anschauen. So gibt es Duschen mit einem festen Wasseranschluss oder einem Schlauch. Letztere bieten nicht immer die Möglichkeit, warmes und kaltes Wasser auf eine gewünschte Temperatur zu mischen. „Leben Kinder im Haushalt, ist eine Armatur mit einem einfach zu bedienenden Thermostatregler empfehlenswert, damit sie sich nicht verbrühen“, sagt Michael Pommer von der DIY Academy.

Der Heimwerker-Dozent rät, die Dusche auf dem Grundstück an einem Standort aufzustellen, der fern von elektrischen Leitungen und Geräten ist und an dem das Wasser gut abfließen kann - auf der Terrasse oder direkt im Grünen. Wahlweise lassen sich unter der Brause auch Bodenplatten legen, die den Abfluss kaschieren.

Weiteres Zubehör für die Gartendusche

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Viele Modelle verfügen über einen Erdspieß und lassen sich ganz einfach in den Rasen stecken oder mit einem Sonnenschirmständer verbinden. Doch gerade bei dem Einsatz auf der Grünfläche sollten Sie zum Schutz der Grasnarbe am besten immer einen Bodenrost verwenden. Dieser schützt Sie beim Duschen gleichzeitig ebenso vor hochspritzendem Dreck. Bei vielen Modellen ist ein Bodenschutz bereits im Lieferumfang enthalten.

Verschiedene Brausen für die Gartendusche

Die Gartendusche kühlt Sie an heißen Sommertagen
Die Gartendusche kühlt Sie an heißen Sommertagen Foto: Getty Images

Auch spezielle Brausen können sich als äußerst nützlich erweisen und den Wohlfühlfaktor von frischem Wind auf nasser Haut unter freiem Himmel noch einmal erhöhen. Inzwischen bieten Hersteller sogar Brausen an, die Regentropfen nachahmen oder einen Wasserfall simulieren. Bringen Sie Ihre Dusche beispielsweise an einer rustikal wirkenden Steinmauer an, verstärken Sie nicht nur das eigene Wohlbefinden beim Erfrischen, sondern verleihen zugleich auch Ihrem Garten einen gewissen Charme.

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Gartendusche selber bauen oder Profi beauftragen?

Den Aufbau der Dusche und das Verlegen der Leitungen kann man Profis überlassen. Einfache Modelle lassen sich aber auch in Eigenregie installieren. Pommer empfiehlt dabei, sich an die Anleitung der Hersteller zu halten sowie Rücklauf- und Entwässerungsventile einzubauen. „Duschen sollten immer nur mit einer Schlauchleitung und nie fest mit der Wasserleitung verbunden sein“, empfiehlt der Experte.

Damit das Duschvergnügen nicht nur eine Sommersaison lang anhält, gilt es, die Anlage in der kühlen Jahreszeit abzustellen. „Eine Gartendusche muss – wie jeder Gartenwasserhahn – vor dem ersten Frost geschützt werden“, erklärt Sanitärfachmann Dreyer. Das bedeutet: Leitungen vollständig entleeren, damit sie nicht einfrieren. Im Frühjahr kann die Anlage erst wieder in Betrieb genommen werden, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist.

Welche Möglichkeiten gibt es beim Sichtschutz?

Wer sich nicht in einem frei einsehbaren Raum abbrausen möchte, kann den Duschbereich hinter einem Sichtschutz verbergen. Neben beweglichen Paravents aus Textil, Kunststoff oder Holz lassen sich auch Wände aus Stein oder Holz errichten - auf ganze Länge oder halbhoch, zu einer oder mehreren Seiten begrenzt. Pommers Tipp für einen natürlichen Sichtschutz: Hecken aus pflegeleichten, schnellwachsenden Gehölzen wie dem Lebensbaum.

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Tipp: Duschwasser zum Gießen auffangen

Das Duschwasser kann dann entweder über ein Rohr in die Kanalisation geleitet oder in einem eingegrabenen Behälter aufgefangen und zum Gießen verwendet werden. „Über ein Kiesbett oder einen Lattenrost kann es auch direkt im Boden versickern“, sagt Pommer. „Wer es für Pflanzen nutzen möchte, sollte dann aber beim Duschen auf jegliche Pflegemittel verzichten.“