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Gartenexpertin verrät                                                      

„Darum kommt mir kein Zwiebelbeet in den Garten“

Zwiebeln sind lecker und einfach anzubauen, mir kommt trotzdem kein Beet in den Garten
Zwiebeln sind lecker und einfach anzubauen, mir kommt trotzdem kein Beet in den Garten Foto: Getty Images/Niels Starnick/Collage:myHOMEBOOK
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Franka Kruse-Gering
Redakteurin

5. Juni 2026, 17:31 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Zwiebeln gelten als unkompliziertes Gemüse für den Hausgarten. Die kleinen Steckzwiebeln müssen oft nur in die Erde gesetzt werden, wenige Monate später folgt bereits die Ernte. Umso überraschender ist es, dass myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering auf ihren Anbau verzichtet. Warum sie bewusst kein Zwiebelbeet im eigenen Garten anlegt und welche Überlegungen hinter dieser Entscheidung stehen, erklärt sie in diesem Artikel.

Seit Jahren baue ich Gemüse in meinem Garten an. Tomaten in allen Formen und Farben. Auch Stangenbohnen, Kürbis und Zucchini. Die Klassiker eben. Doch ein bestimmtes Gemüse kommt nicht in einem eigenen Beet in den Garten – Zwiebeln. Ich sehe den Sinn dahinter einfach nicht und frage mich jedes Mal, wenn ich Zwiebeln bei jemandem im Garten sehe: „Warum?“

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Darum möchte ich kein Zwiebelbeet im Garten

Ich mag Zwiebeln, keine Frage. Sie kommen in den Salat, auf mein Hackepeterbrötchen, auf Pizza, also einfach überall drauf, wo ein zwiebeliges Aroma passt. Auch Hustensaft stelle ich selbst aus Zwiebeln her. Im Garten möchte ich sie aber nicht haben. Das hat genau genommen nur einen Grund: Der Ertrag pro Pflanze ist mir zu gering.

Die Preise für Steckzwiebeln variieren je nach Anbieter, Sorte und Packungsgröße. Ein Netz kostet in der Regel zwischen drei und fünf Euro und enthält häufig etwa 50 kleine Zwiebeln, wobei auch die enthaltene Menge unterschiedlich ausfallen kann. Für den Platz, den 50 Zwiebeln benötigen, kann ich Pflanzen setzen, die mir über Wochen oder Monate immer wieder Ernte liefern. Hinzu kommt, dass Zwiebeln, selbst auf dem Wochenmarkt, für wenig Geld zu bekommen sind.

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Zwiebeln haben eine lange Entwicklungszeit. Ich stecke also Zwiebeln, gieße und pflege sie mehrere Monate lang und ernte am Ende genauso viele Zwiebeln, wie ich gesteckt habe. Sie sind größer als die Steckzwiebeln, klar. Trotzdem überzeugt mich dieses Verhältnis von Aufwand, Platz und Ertrag nicht. Da kaufe ich mir lieber bedarfsgerecht welche, wenn ich sie auch wirklich brauche.

Bei Tomaten entsteht aus einem Samen eine Pflanze mit mindestens zehn Tomaten, bei Gurken ebenso. Und aus einer einzigen Bohne kann ich später genug Schoten für einen ganzen Eintopf ernten. Aus wirtschaftlicher Sicht rechnet sich der Zwiebelanbau für mich also nicht.

Nutze meine Zeit und den Platz anders

Die Vorteile des Zwiebelanbaus will ich gar nicht kleinreden. Besserer Geschmack, besondere Sorten und eine gute Lagerfähigkeit sind durchaus Argumente dafür. Deshalb dürfen auch bei mir ab und zu ein paar Zwiebeln ins Beet einziehen. Mehr aber nicht. Für ein eigenes Zwiebelbeet sind mir Zeit, Platz und Ertrag einfach nicht im richtigen Verhältnis.

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