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Experte über Bauernregel am 24. Juni

Scheint die Sonne am Johannistag, folgt …

Das Wetter am Johannistag soll den Sommer vorhersagen
Das Wetter am Johannistag soll vorhersagen, wie der Sommer wird Foto: Getty Images/wingmar
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Franka Kruse-Gering
Redakteurin

23. Juni 2026, 13:07 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Wer einen Garten hat, weiß, dass nicht nur die Arbeit mit Spaten und Gießkanne zählt, sondern auch der Blick aufs Wetter. Seit Generationen orientieren sich Landwirte und Hobbygärtner neben ihrer Erfahrung an überlieferten Bauernregeln. Eine davon spielt jedes Jahr am 24. Juni eine besondere Rolle: der Johannistag, benannt nach Johannes dem Täufer. Warum diesem Datum eine so große Bedeutung für den weiteren Verlauf des Sommers zugeschrieben wird, erklärt Diplom-Meteorologe Jörg Riemann im Gespräch mit myHOMEBOOK.

Der Johannistag am 24. Juni gilt als wichtiger Stichtag im Gartenjahr. Er beendet traditionell die Spargel- und Rhabarbersaison und dient vielen Gärtnern zugleich als Orientierung für anstehende Arbeiten in der zweiten Jahreshälfte. Entsprechend wird das Wetter an diesem Tag seit Generationen aufmerksam beobachtet. Dazu existieren mehrere Bauernregeln, die zwar unterschiedlich formuliert sind, aber alle dieselbe Aussage transportieren: Das Wetter rund um den Johannistag soll einen Hinweis darauf geben, wie sich der weitere Sommer entwickelt. Eine der bekanntesten lautet: „Wie das Wetter am Johannistag war, so bleibt es viele Tage gar.“ Doch lässt sich daraus tatsächlich etwas über den weiteren Sommerverlauf ableiten?

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Das steckt hinter den Bauernregeln zum Johannistag

Beim Johannistag handelt es sich um den „kleinen Bruder“ des Siebenschläfers am 27. Juni, erklärt Jörg Riemann von der Wettermanufaktur. Es gibt gleich mehrere Bauernregeln, die den Johannistag am 24. Juni betrachten und versuchen, das Wetter im Sommer vorherzusagen. Zum einen haben wir: „Regnet’s am Johannistag, regnet es danach noch 14 Tag“, außerdem gibt es noch: „Scheint die Sonne am Johannistag, folgt guter Sommer ohne Plag“.

Wie bei allen Bauernregeln, die sich auf einen bestimmten Tag beziehen, sollte man auch die Tage drumherum betrachten, betont Riemann. „Die Bauernregeln um den Johannistag stimmen in zwei von drei Fällen“, erklärt der Profi.

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Dieses Wetter haben wir in der kommenden Zeit zu erwarten

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) steht Deutschland bis zum Wochenende eine ausgeprägte Hitzewelle bevor. Von Donnerstag bis Sonntag werden verbreitet Temperaturen zwischen 31 und 39 Grad erwartet, im Westen und Südwesten sind örtlich sogar bis zu 40 Grad möglich. Während das Wetter zunächst überwiegend sonnig und trocken bleibt, steigt ab Freitag die Gewittergefahr deutlich an. Vor allem am Wochenende können sich regional kräftige Schauer und Gewitter mit Starkregen, Hagel und lokalem Unwetterpotenzial entwickeln. Auch zu Beginn der neuen Woche bleibt es zunächst warm und wechselhaft, ehe die Temperaturen ab Dienstag allmählich zurückgehen. Dann werden meist Höchstwerte zwischen 25 und 33 Grad erreicht, wobei die größte Hitze zunächst noch im Südosten anhält.

Das bedeuten die Bauernregeln zum Johannistag für den Garten

Angesichts der bevorstehenden Hitzewelle sollten Gartenbesitzer ihre Pflanzen in den kommenden Tagen besonders im Blick behalten und flexibel auf die Wetterentwicklung reagieren. Bei Temperaturen von teils bis zu 40 Grad ist eine ausreichende Bewässerung vor allem in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden wichtig, damit möglichst wenig Wasser verdunstet. Besonders frisch gepflanzte Stauden, Gemüse und Kübelpflanzen benötigen dann häufig zusätzliches Wasser. Gleichzeitig gilt: Ziehen Gewitter mit ergiebigem Regen auf, können Gießkanne und Rasensprenger vorübergehend pausieren. Da die angekündigten Niederschläge jedoch oft nur lokal auftreten und Starkregen nicht immer tief in den Boden eindringt, sollte die Bodenfeuchte regelmäßig kontrolliert werden. So lassen sich Pflanzen bestmöglich durch die heiße und wechselhafte Wetterphase bringen.

Der Johannistag ist aber nicht nur für die Bewässerung wichtig. Der 24. Juni ist für Gärtner insoweit von Bedeutung, als sich nun die Aufgaben verändern. Für manche Pflanzen, wie beispielsweise Spargel oder Rhabarber, endet die Ernte. Diese benötigen nämlich ausreichend Zeit, um sich zu regenerieren. Bei anderen Pflanzen hingegen beginnt jetzt die Ernte. Einige Obstbäume tragen beispielsweise bereits die ersten Früchte, auch die ersten Tomaten und Gurken können je nach Region geerntet werden.

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