Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de
Baumarktpartner
von myHOMEBOOK

Insekten im Garten

Ist die Maulwurfsgrille Schädling oder Nützling?

Maulwurfsgrille
Besonders niedlich sieht die Maulwurfsgrille nicht aus. Wohl auch deshalb fürchten viele, das Insekt könne ihren Pflanzen schaden.Foto: Getty Images

Wenn einem die Maulwurfsgrille im Beet begegnet, ist der Schreck zunächst groß. Doch die Angst ist meist unbegründet. myHOMEBOOK erklärt, ob die Maulwurfsgrille Schädling oder Nützling ist.

Die Maulwurfsgrille (Gryllotalpa gryllotalpa) hat viele Namen. In Deutschland ist sie auch als Werre bekannt. In Österreich heißt sie Zwergel, und die Schweizer nennen sie Halbteufel. Sie wird zwischen 35 und 50 Millimeter lang, ist rotbraun bis schwarz gefärbt und ihre Vorderbeine sind kräftige Grabschaufeln. Sie kann fliegen und schwimmen und lebt im lockeren Boden, vor allem in der Nähe von Gewässern oder in Gärten. Bis zu 30 Meter lange Gangsysteme werden von ihr angelegt; Insekten und deren Larven dienen ihr als Futter. Nach der Paarungszeit im Mai bis Juni legt das Weibchen 200 bis 500 Eier in einer Erdhöhle ab. Nach zehn Tagen schlüpfen die Larven und überwintern tief im Erdboden. Sie häutet sich fünfmal, bis sie nach ungefähr einem Jahr voll entwickelt ist.

Auch interessant: Helfen Marienkäferlarven gegen Blattläuse?

Gefürchteter Gartenschädling

In Ausnahmefällen stehen Pflanzenwurzeln ebenfalls auf dem Speiseplan der Maulwurfsgrille. Allerdings nur, wenn sie nicht ausreichend Insekten und Larven zum Überleben findet. Dadurch hält sich das Ammenmärchen, dass die Maulwurfsgrille grundsätzlich ein Gartenschädling wäre. Natürlich bringen die angelegten Gänge im Erdreich die Saat durcheinander, doch ist ihr Nutzen ungleich größer. Sie liebt Schneckeneier und verspeist sie fleißig. Schnecken wären ein deutlich größeres Übel im Gemüsebeet als etwas durcheinandergeratene Samen.

Auch interessant: Schnecken im Garten ohne Gift effektiv vertreiben

Muss sie bekämpft werden?

Wenn der Bestand an Maulwurfsgrillen in Ihrem Garten überhand nimmt, setzen Sie bitte keine krassen Mittel ein. Fangen Sie sie mit Lebendfallen und schenken Sie ihr die Freiheit auf einer entfernten Wiese.

Themen