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Oktober nass und kühl? Das sagt die Bauernregel

Eine alte Bauernregel besagt: „Ist der Oktober nass und kühl, mild der Winter werden will“. Doch was steckt dahinter?
Eine alte Bauernregel besagt: „Ist der Oktober nass und kühl, mild der Winter werden will“. Doch was steckt dahinter? Foto: Getty Images/iiievgeniy
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Franka Kruse-Gering
Redakteurin

17. Oktober 2025, 11:13 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Bauernregeln halfen unseren Vorfahren, ihre Feldarbeiten besser planen zu können. Sie stellten Beobachtungen an und konnten somit rechtzeitig wissen, welche Wetterlage eintritt, und entsprechend reagieren. Manche dieser Bauernregeln stimmen auch heute noch. myHOMEBOOK hat bei Diplom-Meteorologe Jörg Riemann nachgefragt, wie viel Wahrheit noch in einer bestimmten Bauernregel zum Oktober steckt.

Das steckt hinter der Bauernregel zum nassen und kühlen Oktober

„Ist der Oktober nass und kühl, mild der Winter werden will“ lautet eine alte Bauernregel, die bedeutet, dass ein kühler und zudem nasser Oktober einen milden Winter voraussagt. Ergänzend erklärt Riemann von der Wettermanufaktur, dass mit Winter in Bauernregeln oft der Januar gemeint ist, da der Januar als der kälteste Monat bei uns gilt.

Stimmt diese Bauernregel?

„Nein, in diesem Jahr trifft diese Regel nicht zu“, erklärt der Experte. Der Oktober sei bisher weder besonders kühl noch außergewöhnlich warm – eher durchschnittlich und dazu recht nass. „Damit sind die Voraussetzungen, auf die sich diese Regel bezieht, in diesem Jahr nicht erfüllt. Nur wenn der Oktober deutlich zu kalt ist, kann man daraus tatsächlich Rückschlüsse auf den Winter ziehen.“

Aber grundsätzlich lassen sich Wetterprognosen ableiten. „Wenn man im Oktober Hochs und Tiefs an bestimmten Stellen beobachten kann, kommt es häufig zu ebensolchen im Januar“, erklärt der Experte. Zu beachten ist, dass bestimmte Wetterlagen im Oktober anders ausfallen als im Januar, obwohl es dieselben sind. Bedeutet: „Hätten wir im Januar die gleiche Wetterlage, wie jetzt im Oktober, wäre es einfach nur kalt.“

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Wetterexperte rechnet mit kaltem Januar

Riemann vermutet – entgegen der Bauernregel – mindestens einen kalten Abschnitt im Januar. Er beruft sich dabei auf bestimmte Luftdrucklagen. Er orientiert sich an Temperaturen am kältesten bewohnten Ort im Norden der Welt – in Werchojansk in Sibirien. „Momentan herrschen dort schon Temperaturen von bis zu minus 25 Grad. Wenn es jetzt schon so kalt dort ist, haben wir eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Luftmassen diese Kälte auch im Januar zu uns tragen.“ Eine Gewissheit gäbe es jedoch nicht – der Experte vermutet nur, dass es so kommen könnte.

„Außerdem hatten wir in den vergangenen zwei Jahren milde und somit sehr warme Sommer, da Luftströme aus Südwesteuropa, Spanien und dem angrenzenden Atlantik und dem angrenzenden Afrika kamen.“ In diesem Jahr gab es diese Luftströme zwar auch, aber sie waren weniger intensiv. Daraus schließt der Experte, dass auch der Winter in diesem Jahr weniger mild ausfallen könnte.

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So wird das Wetter im weiteren Oktober

„Am kommenden Wochenende setzt sich vorübergehend Hochdruckeinfluss durch. Dann wird es kälter, aber freundlicher – die Nächte klar, mit Reif auf den Wiesen, vielleicht sogar dem ersten Bodenfrost. Tagsüber scheint vielerorts die Sonne. Ab Wochenbeginn nimmt der Tiefdruckeinfluss dann wieder zu, es wird milder und feuchter.“ In diesem Jahr hätten wir laut Riemann keinen goldenen Oktober mehr zu erwarten.

Was bedeutet das für den Garten?

Es wird Zeit, die Pflanzen und den Garten allgemein winterfest zu machen, erklärt der Profi. „Die Nacht zum Sonntag könnte die erste wirklich kritische werden. Wer empfindliche Pflanzen hat – etwa in Kleingärten oder auf dem Balkon – sollte sie besser abdecken oder ins Haus holen. Am Samstag bietet sich das perfekt an: trocken, freundlich, ideales Wetter für Gartenarbeit.“

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