Tomaten sind im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Zwar sollte man dabei ein paar Dinge beachten, grundsätzlich sind Tomaten aber auch für Anfänger geeignet. Bleibt nur die Frage: Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Start – und wann sollte man mit dem Vorziehen beginnen? myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering kennt die Antwort.
Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Tomaten vorziehen?
Grundsätzlich sagt man, dass der perfekte Zeitpunkt, um Tomaten vorzuziehen, zwischen Mitte März und April liegt. Damit sich aus einem Samen eine Pflanze entwickelt, benötigt die Tomate ein paar Wochen. Hat sie eine Höhe von circa 15 Zentimetern erreicht, darf sie ins Freiland.
Wichtig ist dabei, dass das Auspflanzen erst nach den Eisheiligen im Mai vorgenommen wird. Vor den Eisheiligen kann es mitunter noch zu frostigen Temperaturen kommen, die Tomaten gar nicht vertragen. Wenn man ein Gewächshaus hat, können die Tomatenpflanzen auch schon etwas früher ausgepflanzt werden, da es im Gewächshaus zumeist ein paar Grad wärmer ist.
Vor- und Nachteile von früher Vorzucht
Wer es kaum abwarten kann und bereits im Februar mit der Anzucht beginnen möchte, sollte ein paar Vor- und auch Nachteile beachten.
Man hat einen zeitlichen Vorsprung, da die ersten Tomaten bereits erntereif sind, wenn die Nachbarn noch die Blüten bewundern.
Je nach Sorte kann der Ertrag höher sein, da sich die Erntezeit verlängert.
Durch die längere Standzeit im Haus sind die Jungpflanzen in dieser Zeit auch vor Schädlingen geschützt.
Nachteile
Zieht man Tomaten zu früh vor, haben sie bereits eine beachtliche Größe erreicht, noch bevor sie ins Freie gesetzt werden können. Man muss sie also einmal umtopfen, um ihnen mehr Platz zu bieten. Das Umtopfen bedeutet Stress für die Pflanzen, was zu einem geringeren Ertrag führen und sie anfälliger für Krankheiten machen kann.
Tomaten benötigen viel Licht und ausreichend Wärme. In den späteren Monaten reicht die Sonne, die durchs Fenster scheint. Im Februar hingegen ist die Sonne noch nicht stark genug.
Da die Tomaten längere Zeit im Haus stehen, wenn man sie früh vorzieht, benötigen sie auch mehr Platz. Dieser ist nicht in jedem Haushalt gegeben.
„Anzuchterde enthält weniger Nährstoffe und Mineralien als beispielsweise Gemüseerde. Das ist wichtig, da man die kleinen Pflanzen nicht ‚verwöhnen‘ sollte. Sie müssen starke Wurzeln bilden, um im weiteren Wachstumsverlauf genügend Wasser und Nährstoffe zu erhalten. Bietet man ihnen von Anfang an alles im Überfluss, werden sie ‚faul‘ und ihre Wurzeln verkümmern. Dadurch sind sie später im Garten oder auf dem Balkon nicht mehr in der Lage, sich ausreichend mit Energie zu versorgen.“
Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen.
Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den
Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit
Tracking und Cookies entscheiden.
Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige
Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an
datenschutz@axelspringer.de.