15. August 2025, 10:18 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Von Juli bis Oktober ist Brombeerzeit, je nach Sorte und Standort kann der Zeitraum etwas variieren. Die leckeren Beeren lassen sich zu Saft, Kompott und Konfitüren verarbeiten oder man genießt sie ganz einfach so. Doch häufig entdeckt man an Brombeeren Wanzen. Diese stellen zwar keine große Gefahr dar, können aber den Geschmack der Beeren negativ beeinflussen.
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Um welche Wanzen handelt es sich?
Wer beim Pflücken von Brombeeren kleine, oft grünliche oder braune Insekten entdeckt, hat es meist mit sogenannten Grünen Stinkwanzen (Palomena prasina) oder Beerenwanzen (Dolycoris baccarum) zu tun. Beide gehören zur Familie der Baumwanzen und sind in vielen Gärten heimisch. Sie sind etwa einen halben bis eineinhalb Zentimeter groß, besitzen einen schildförmigen Körper und können bei Störung einen typischen, unangenehmen Geruch abgeben, weshalb sie auch ihren Namen erhalten haben.
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Welchen Schaden richten die Wanzen an Brombeeren an?
Anders als Pflanzenschädlinge, die die Pflanze zerstören, indem sie die Wurzeln oder Blätter und Triebe fressen und so verhindern, dass die Pflanze Früchte tragen kann, schädigen die Wanzen nur die Früchte der Brombeere. Mit ihren Stechrüsseln saugen sie an den Früchten, wodurch ihr Speichel ins Innere der Brombeere gelangt. Dadurch entstehen helle, verhärtete Stellen im Fruchtfleisch. Diese schaden der Pflanze zwar nicht, mindern aber die Qualität und den Geschmack der Beeren. Bei starkem Befall kann es vorkommen, dass ganze Fruchtpartien unansehnlich oder ungenießbar sind.
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Auch kann es vorkommen, dass die Wanzen nicht nur Obststräucher befallen, sondern sich auch im Haus niederlassen können. Gerade im Herbst ist das häufiger der Fall, da sie zu diesem Zeitpunkt einen Platz zum Überwintern suchen. Im Haus richten sie zwar keinen wirklichen Schaden an, aber sie sondern ein unangenehm riechendes Sekret ab, wenn sie sich durch Menschen, die sie mit Fliegenklatschen oder Ähnlichem vertreiben wollen, bedroht fühlen. Bei wenigen Exemplaren reicht es aus, die Wanzen einfach umzusiedeln. Ist der Befall jedoch stärker, sollte man einen Schädlingsbekämpfer hinzuziehen.
Wie man die Wanzen loswird
Die einfachste und umweltfreundlichste Methode ist das Absammeln der Wanzen von den Pflanzen. Am besten macht man das frühmorgens, wenn die Tiere noch wenig aktiv sind. Die aufgesammelten Wanzen setzt man am besten weit weg wieder aus. Diese Methode eignet sich aber eher für einen geringen Befall, da sie sonst eine reine Sisyphos-Aufgabe darstellt.
Wanzen haben im Garten einige Gegenspieler wie Vögel, Spinnen oder räuberische Insekten wie Florfliegenlarven. Wer Sträucher, Wildblumen oder Nistkästen anbietet, schafft Lebensräume für diese Nützlinge, fördert so die natürlichen Feinde der Wanzen und hält den Wanzenbestand langfristig in Schach.
Eine weitere Methode, um die Brombeeren vor Wanzen zu schützen, sind feinmaschige Netze. Diese verhindern, dass die Wanzen überhaupt an die Brombeeren gelangen. Allerdings ist hier zu beachten, dass man mit dem Netz nicht nur die Wanzen, sondern auch Bestäuberinsekten von den Beeren abhält. Am besten spannt man daher das Netz erst nach dem Abblühen der Pflanze auf.
Eine weitere schonende Möglichkeit, die Wanzen loszuwerden, ist das Abspritzen der Brombeeren mit dem Gartenschlauch. Die herabgefallenen Wanzen sollten anschließend aber vom Boden aufgesammelt und wieder umgesiedelt werden, um zu verhindern, dass sie direkt wieder auf die Brombeeren klettern.