27. Juli 2026, 14:04 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Mücken und Fliegen können vor allem im Sommer schnell lästig werden. Nach warmen Regentagen treten viele Insekten besonders zahlreich auf und machen den Aufenthalt auf Balkon, Terrasse oder im Garten oft weniger angenehm. Entsprechend groß ist das Interesse an Hausmitteln, die die Plagegeister fernhalten sollen. Im Internet findet sich dabei auch ein Tipp mit Alufolie und Wasser. Die Kombination soll Insekten vertreiben und ganz ohne chemische Hilfsmittel auskommen. Doch wie funktioniert der Alufolien-Trick überhaupt – und kann er tatsächlich helfen? myHOMEBOOK hat bei einem Insekten-Experten nachgefragt.
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So funktioniert der Alufolien-Trick gegen Insekten
Wie einige Seiten im Netz erklären, benötigt man nur wenige Materialien für den Trick. Im Grunde braucht man nur Alufolie, Wasser und eine durchsichtige Plastiktüte. Viele Haushalte haben diese Utensilien bereits zu Hause – wobei Alufolie und Plastikbeutel nicht besonders nachhaltig sind. Jedenfalls nimmt man die Alufolie, formt daraus drei Kugeln und gibt sie in die Plastiktüte. Diese wird anschließend mit Wasser gefüllt, verknotet und an einem Einflugstor für Insekten aufgehängt, etwa an der Terrassentür.
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Wie lassen sich damit Mücken und Fliegen abhalten?
Optische Effekte und Lichtspiegelungen sollen nun dafür sorgen, dass lästige Insekten den Weg nach drinnen nicht finden und abschwirren. Die Alufolie soll die Sonnenstrahlen brechen, das Wasser sie wiederum spiegeln und reflektieren. Deshalb muss der Beutel auch transparent sein. Warum es allerdings nun wirklich drei Alufolien-Kugeln sein sollen, wird nicht genauer erklärt. Auch gäbe es noch keine vergleichenden Untersuchungen, die die Wirksamkeit des Tricks nachweisen.
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Nutzer auf Social Media berichten allerdings von einer erfolgreichen Insektenabwehr – sowohl drinnen als auch draußen. Sie würden das „Abwehrsystem“ an Stellen einsetzen, an denen oft Fliegen und Mücken kreisen, darunter Fenster und Türen.
Das sagt der Experte
Kann das wirklich funktionieren? myHOMEBOOK hat bei einem Experten nachgefragt, der sich insbesondere mit Insekten auskennt. Cornelis Hemmer von der Stiftung für Mensch und Umwelt in Berlin hat bisher keine direkten Erfahrungen mit diesem Trick gemacht. „Gut ist, dass diese Methode keine Insektizide einsetzt, doch der zusätzlich produzierte Müll ist auch nicht wirklich gut“, sagt der Stiftungsleiter.
Zudem hat Hemmer noch weitere Bedenken. Es müsse auch noch die Frage geklärt werden, wie viele der Alu-Folien-Wasser-Gefrierbeutel man wie häufig und wie lange in welcher Höhe aufhängen müsse, damit sie auch wirksam sind. Und wirkt die Methode spezifisch gegen lästige Insekten wie Mücken und Fliegen, aber nicht gegen nützliche wie Bienen oder Hummeln? „Vielleicht lassen sich Mücken vergrellen, doch Fliegen nicht“, meint Hemmer.
Und dann gibt es noch ein weiteres Problem bei dem vermeintlichen Trick. „Am Ende kann ich vielleicht selbst nicht mehr die Terrassentür passieren, da die Alu-Folien-Wasser-Gefrierbeutel zu zahlreich sind und es eine Wasserschlacht wird, da ich versehentlich gegen einen herabhängenden Beutel gelaufen bin“, befürchtet der Experte. „Ich finde die Fensternetze sinnvoller“, erklärt er abschließend.
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Alufolie nicht extra kaufen
„Es führt wahrscheinlich kein Weg am Ausprobieren vorbei, wenn man diesen Trick anwenden möchte. Ein wenig erinnert er an die silbernen CD-Scheiben, die manche aus dem gleichen Grund aufhängen. Bei der aktuellen – etwas komplizierteren Methode – sollte man aber davon absehen, Alufolie oder auch Gefrierbeutel zu kaufen, wenn man sie nicht schon zu Hause hat, da diese nicht besonders nachhaltig sind.“