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Wespen, Fliegen, Ameisen

9 Methoden, um Essen vor Insekten zu schützen

Eine Familie sitzt auf einer Wiese beim Picknick
Das Picknick könnte so entspannt sein – wenn da nur nicht die Insekten wärenFoto: Getty Images

Auch Insekten haben Hunger – leider nicht immer nur auf Blütenpollen oder Nektar. Sie stehen auch auf Kuchen, Gegrilltes oder menschliches Blut. Es nervt gewaltig, wenn es beim Picknick oder dem Abendessen im Freien ständig um einen herum surrt, krabbelt oder piekst. myHOMEBOOK verrät, wie Sie Insekten vom Esstisch fernhalten und Ihr Essen und sich selbst schützen!

Jedes Jahr zur warmen Jahreszeit das gleiche Problem: Sie sind wieder da! Und zwar um uns das Frühstück im Freien oder die Grillparty an einem lauen Sommerabend madig zu machen – Insekten. Ständig die Fliegen vom Teller zu wedeln, ist lästig. Wie kann man das Essen effektiv vor Insekten schützen? Wir stellen neun Methoden vor.

1. Insekten erst gar nicht anlocken

Die erste Maßnahme, um die kleinen Plagegeister gar nicht erst anzulocken, ist, das Essen abzudecken. Sieht meist nicht so schön aus, ist aber effektiv: Alles Essbare, was im Freien steht, können Sie mit speziellen Abdeckhauben vor den ungebetenen Gästen schützen. Konsequenter: Umhüllen Sie die Ess-Stelle mit einem großen Moskitonetz. Wahlweise können Sie dazu einen Sonnenschirm über dem Esstisch aufspannen oder ein Pavillon aufstellen, an dem Sie das Netz anbringen.

Eine Insektenhaube schützt Cookies vor gefräßigen Insekten
Da kommen keine hungrigen Fliegen dran: Cookies unter einer InsektenhaubeFoto: Getty Images

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2. Insekten mit Gerüchen vertreiben

Zitronengras im Beet oder auf dem Balkon hilft gegen Stechmücken. Sie mögen den Geruch einfach nicht. Ob Knoblauch hilft, ist hingegen umstritten. Ringelblumen sind da schon die effektivere Waffe. Auch diese sondern einen für Insekten unangenehmen Geruch ab. Ebenso wie Tomatenpflanzen. Ein paar davon reichen, um die Plagegeister in die Flucht zu schlagen und das Essen vor Insekten zu schützen.

Eine Kiste ist mit verschiedenen Kräutern bestückt, fungiert ebenso als Mini-Kräutergarten.
Bei Menschen beliebt, bei Insekten verpönt: Kräuter wie Oregano, Rosmarin, Thymian, Melisse, Petersilie und SchnittlauchFoto: Getty Images

Ganz wichtig: Küchenkräuter. Für uns wohlriechend und fürs Kochen unverzichtbar, ist der Duft von Basilikum, Minze, Rosmarin oder Thymian Mücken und anderen Stechlingen ein Graus. Halten Sie daher immer eine kleine Auswahl an Kräutern auf der Fensterbank oder im Balkonkasten bereit.

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3. Wespen mit Kaffee vertreiben

Keine Angst vor Kokel-Qualm? Dann könnte der Kaffee-Trick helfen: Streuen Sie etwas Kaffee-Pulver auf eine feuerfeste Unterlage, ein Stück Blech, in einen Eierbecher oder einen alten Topf. Zünden Sie den Kaffee dann an. Der Qualm vertreibt die Plagegeister beim Essen – bei manchen Menschen allerdings auch den Appetit. Achtung: Der vor sich hinkokelnde Kaffee wird sehr heiß. Der Kaffee sollte also nur fern von Kinderhänden kokeln!

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4. Insekten mit vergorenem Obst weglocken

Versuchen Sie es mit einem geschickten Ablenkungsmanöver! Stellen Sie einen Teller mit altem, am besten etwas angegammeltem Obst bis zu zehn Meter entfernt auf! Alte Pflaumen oder Trauben können Wunder bewirken: Fruchtfliegen werden vom Geruch angezogen. Nerven Sie Fliegen in der Küche? Dann liegt das wahrscheinlich am Hausmüll. Der gährt bei Wärme ziemlich schnell – und das finden Fliegen einfach lecker. Deshalb sollten Sie den Hausmüll im Sommer immer schnell entsorgen.

5. Falsches Wespennnest aus braunem Papier

Zugegeben, es sieht etwas merkwürdig aus, ist aber ein bewährter Trick gegen Wespen: Die zusammengeknüllte, braune Papiertüte! Sie ähnelt in dieser Form einem Wespennest. Das gibt den Wespen zu verstehen, dass das Revier schon durch ein rivalisierendes Volk besetzt ist. Um die Täuschung perfekt zu machen, müssen Sie den Papier-Ballen am besten in Kopfhöhe aufhängen. Achten Sie darauf, dass er frei baumelt!

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6. Mit Wind Insekten vertreiben

Wollen Sie Ihr Picknick möglichst ohne Mücken genießen? Dann wählen Sie ein nicht zu windstilles Plätzchen, denn auch Mücken mögen keinen Wind. Falls nötig, können Sie mit ein paar Ventilatoren nachhelfen, um ihr Essen vor Insekten zu schützen.

7. Ameisen riechen Nahrung

Wüsten-Ameisen können Nahrung am Geruch erkennen und sich diesen sogar ihr ganzes Ameisenleben lang merken. Das haben Forscher am Max-Planck-Institut in experimentellen Tests nachgewiesen. Ob das auch für hiesige Ameisen gilt, ist umstritten. Nicht aber, dass auch unsere Ameisen schnell ans Essen wollen, wenn sie es riechen. Erstmal da, kriegt man sie schwer wieder weg.

Was sicher hilft: Die Geruchsspur unterbinden. Das machen Sie, indem Sie in der Küche und vor dem Verzehr alle Nahrungsmittel in gut verschlossenen Behältern aufbewahren. Auf dem Gartentisch hilft nur eins: schnell essen.

8. Kräuter und Ameisenöl helfen

Ein weiteres Mittel, um die kleinen Plagegeister loszuwerden – zumindest kurzfristig: Irritieren Sie den Geruchsinn der Ameisen! Das geht zum Beispiel mit ätherischen Ölen oder intensiv duftenden Kräutern wie Thymian, den Sie auf der Ameisenstraße verteilen. Helfen sollen auch Nelken, Zimt oder Wacholder. Ebenso Zitronenschalen oder Essig.

Ameisenöl, gewonnen aus den Eiern der Insekten, kann zur Haarentfernung eingesetzt werden – aber auch, um Ameisen zu entfernen. Im Handel ist das insektizidfreie Öl auch als Spray erhältlich.

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9. Alkohol als letzter Ausweg gegen Insekten

Insekten sind Nützlinge und sehr wichtig für das ökologische Gleichgewicht. Ohne Insekten verhungern Vögel, ohne Vögel keine Blumen mehr. Und irgendwann erwischt es uns Menschen. Aus diesem Grund empfehlen wir folgenden Tipp sehr halbherzig und hoffen, Sie wenden ihn wirklich nur an, wenn nichts anderes mehr hilft.

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Ist noch etwas Wein von gestern Abend übrig? Nutzen Sie den alten Tropfen als Fliegenfalle: Vermischen Sie etwas Rotwein mit einem Schuss Spülmittel. Der Wein zieht die Fliegen geradezu magisch an. Das Spüli vermindert die Oberflächenspannung auf der Flüssigkeit, die Insekten gehen unter. Sind Ihre Fliegen Anti-Alkoholiker, können Sie den Trick auch mit altem Fruchtsaft oder Essig anwenden.