7. November 2026, 14:11 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Essig gilt als besonders lange haltbares Lebensmittel. Die enthaltene Säure erschwert es vielen unerwünschten Keimen, sich zu vermehren. Trotzdem bedeutet das nicht, dass eine geöffnete Flasche bedenkenlos für immer im Vorratsschrank stehen kann. Welche Veränderungen noch harmlos sind und wann Essig besser nicht mehr verwendet werden sollte.
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Warum Essig kein Mindesthaltbarkeitsdatum braucht
Auf vielen Essigflaschen sucht man ein Mindesthaltbarkeitsdatum vergeblich. Ein Grund dafür ist die enthaltene Säure. „Essig ist ein richtiger Haltbarkeitsprofi“, bestätigt Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern.
„Sie führt in der Tat dazu, dass sich unerwünschte Keime kaum vermehren können“, so Krehl. Deshalb zählt Essig neben Lebensmitteln wie Zucker und Salz zu den Produkten, die gesetzlich kein Mindesthaltbarkeitsdatum tragen müssen.
Hinzu kommt die Verarbeitung: Industriell produzierter Essig wird vor dem Abfüllen in der Regel erhitzt, wodurch sich seine Haltbarkeit zusätzlich verlängert.
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Woran erkennt man, ob Essig noch gut ist?
Trotz seiner langen Haltbarkeit kann sich auch Essig mit der Zeit verändern. Wer unsicher ist, kann sich an der Lebensmittel-Regel „Auge, Nase, Zunge“ orientieren. Das bedeutet, „wenn ein Lebensmittel nicht untypisch aussieht, rieche ich dran. Wenn da keine Auffälligkeiten vorhanden sind, koste ich eine Kleinigkeit“, erklärt die Ernährungsexpertin.
Eine veränderte Farbe oder sichtbare Ausflockungen bedeuten dabei nicht automatisch, dass der Essig verdorben ist. Besonders bei naturtrüben Sorten können solche Veränderungen auftreten. „Das ist vor allem bei naturtrüben Essigsorten der Fall. Dabei handelt es sich um Essigsäurebakterien, die sich so ein bisschen gesammelt haben“, so Krehl.
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Solche Ausflockungen allein sind demnach noch kein Grund, den Essig wegzuwerfen. Auffällig wird es erst, wenn er ungewöhnlich riecht oder schmeckt. Dann sollte er nicht mehr verzehrt werden.
Darauf kommt es beim Lagern von Essig an
Damit Essig möglichst lange hält, spielt auch die Aufbewahrung eine Rolle. „Wichtig ist, dass man die Flasche gut verschließt und sie am besten kühl aufbewahrt“, rät Krehl und empfiehlt dafür einen Platz im Kühlschrank.
Außerdem sollten keine Lebensmittelreste an die Flaschenöffnung gelangen. Auch benutztes Besteck gehört nicht in oder an die Flasche, damit der Essig nicht verunreinigt wird.
Ist er tatsächlich gekippt, muss er jedoch nicht zwangsläufig sofort im Abfluss landen. „Und wenn es doch mal so sein sollte, dass der Essig kippt, kann er immer noch die Toilette entkalken“, verrät Krehl.
Mit Material der dpa