In der Osterzeit ist das Färben und Bemalen von Eiern ein beliebter Brauch. Für eiförmige Kunstwerke, die mehrere Osterfeste überstehen sollen, werden Eier in der Regel ausgepustet. Für temporär bemalte Eier genügt es, die Eier zuvor zu kochen. Nur dann stellt sich die Frage, wie lange gekochte Eier haltbar sind. myHOMEBOOK hat mit einem Experten gesprochen. Die Antwort: Es kommt darauf an.
Gekochte Eier können bis zu vier Wochen im Kühlschrank gelagert werden. Allerdings nur, wenn „die Schale unbeschädigt ist“, erklärt Harald Seitz vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Dabei ist es übrigens auch egal, ob die Eier bemalt sind oder nicht. „Entscheidend ist der Zustand der Schale.“ Risse in der Schale sind für Mikroorganismen im Prinzip eine offene Tür, um in das Innere des Eies zu gelangen. Sieht man, dass die Schale nicht unversehrt ist, heißt es: „Möglichst bald verwenden.“
Hat die Kochzeit Einfluss auf die Haltbarkeit von Eiern?
Die Kochdauer spielt tatsächlich eine Rolle. Bis zu vier Wochen sind nur vollstädndig durchgegarte Eier haltbar. Zur Orientierung:
5 Minuten: weich, Eiklar gerade fest, Dotter weich
6 bis 7 Minuten: wachsweich, Eiklar fest, Dotter hat noch weichen Kern
8 Minuten: hart, Dotter noch nicht ganz fest
ab 10 Minuten: hart, schnittfest
Wichtig: Es handelt sich hierbei um Richtwerte für Eier der Größe M bis L. Seitz betont, dass die Zeit je nach Herd oder Eierkocher variieren kann.
Viele schrecken Eier nach dem Kochen mit kaltem Wasser ab. Das soll das Schälen erleichtern. Wer die gekochten Eier nicht sofort verarbeiten oder verzehren möchte, sollte darauf besser verzichten. Durch den Prozess könnten feine Risse in der Schale entstehen. Schäden in der Schale reduzieren die Lagerfähigkeit von gekochten Eiern.
Die richtige Lagerung
Für eine möglichst lange Haltbarkeit gilt zusammenfassend:
Vollständig gekochte Eier sind am längsten haltbar.
Gekochte Eier im Kühlschrank lagern. Hier können sie bis zu vier Wochen genießbar bleiben.
Die Schale der Eier sollte unbeschädigt sein, damit Mikroorganismen nicht eindringen können.
Das Kochdatum am besten mit einem Stift auf der Schale vermerken.
Wie erkennt man, ob gekochte Eier noch genießbar sind?
Bei der Lagerfähigkeit von gekochten Eiern handelt es sich um Richtwerte. Auch ein gekochtes Ei im Kühlschrank kann früher verderben. Ein faules Ei ist nicht immer sofort erkennbar. Die Nase kann da weiterhelfen: Ein frisches Ei riecht nicht. Geht von dem Ei hingegen ein schwefeliger, unangenehmer Geruch aus, ist es nicht mehr gut.
Findet man zusätzlich schleimige oder verfärbte Stellen an der Schale des Eies, deutet dies zusätzlich auf die Ungenießbarkeit hin.
Zu viele Eier? Ideen zur Resteverwertung
Hat man zu viele Eier gekocht, als man tatsächlich benötigt, kann man sie vielseitig weiterverwenden. Die Ideen des Lebensmittelexperten:
In bunten Salaten, etwa mit grünen Bohnen, Tomaten und gerösteten Pinienkernen
Als Eiersalat mit Schalotten und Kapern, passend zu Ofengemüse wie Rote Bete oder Möhren
In Wraps: Ei mit Frischkäse pürieren und als Basis verwenden, dazu Gemüse und Kräuter
Klassisch aufgeschnitten auf Brot oder Brötchen mit Salat und Kräutern
Als gefüllte Eier, ein Retro-Klassiker mit Eigelbcreme und Gewürzen
Nicht zu vergessen: „Als gebürtiger Offenbacher ist meine Lieblingsverwendung von gekochten Eiern, wenn sie Bestandteil der ‚Grie Soß‘ (Grüne Soße) sind“, erzählt Seitz. Diese wird in Hessen traditionell mit sieben Frühlingskräutern zubereitet.
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