16. März 2026, 13:07 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Eier gehören rund ums Osterfest einfach dazu – doch der große Einkauf beginnt oft schon Wochen vorher. Ob zum Backen für den Kaffeetisch, zum Ausblasen für kreative Dekoideen oder später zum Färben und Verschenken: In vielen Küchen stapeln sich im Frühjahr die Eierkartons. Schnell bleibt dabei mehr Eiweiß und Eigelb übrig, als spontan verarbeitet werden kann. Wie lange halten sich Eier – und kann man sie eigentlich einfrieren?
Kann man rohe Eier einfrieren?
„Man kann Eier einfrieren und sie später verwenden“, erklärt Harald Seitz vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) auf myHOMEBOOK-Nachfrage. Allerdings muss man ein paar Dinge beachten und das Ei etwas präparieren, erklärt der Experte. „Die Eier sollten möglichst frisch sein. Ohne Schale ist Eimasse gut gefriergeeignet. Dafür gibt man auf 100 Gramm Eimasse (entspricht ungefähr zwei Eiern der Gewichtsklasse M) zwei Gramm Salz oder fünf Gramm Zucker und verrührt das Ganze langsam.“
Seitz betont, dass die Eier nicht geschlagen werden dürfen. Bei minus 18 Grad würden sich die Eier maximal acht bis zwölf Monate halten.
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„Nach dem Auftauen kann man sie für durcherhitzte Speisen wie Rühreier, Gebäck, Kuchenteige und Pfannkuchen verwenden“, ergänzt der Experte. Das Auftauen passiert am besten im Kühlschrank. Auch getrennt voneinander können Eigelb und Eiklar eingefroren werden, das Vorgehen ist ähnlich: „Eigelb mit zwei Gramm Salz oder fünf Gramm Zucker auf 100 Gramm. Eiklar ohne Zusatz. Aufgetautes Eigelb ist für ausreichend erhitzte Cremespeisen, für Gebäck, Aufläufe und zum Legieren geeignet. Aufgetautes Eiweiß kann man für Aufläufe, Gebäck und ausreichend erhitzte Süßspeisen verwenden“, erläutert Seitz.
Dafür kann man übrig gebliebenes Eiweiß noch verwenden
Wussten Sie, dass man Milch und Eier einfrieren kann?
Kann man gekochte Eier einfrieren?
Sind die Eier bereits gekocht, muss man diese wirklich aufessen, erklärt Seitz. Denn „gekochte Eier eignen sich nicht zum Einfrieren“, stellt der Experte klar.
Es gebe andere Varianten, um Eier zu konservieren, allerdings hat der Experte Bedenken: „Diese sind oft hygienisch anfällig und da kommt es auch auf das Alter der Eier an. Als Beispiel seien hier die in Essiglösung oder Salzlake eingelegten Soleier genannt. Es gibt auch noch Fermentationsverfahren, die aber im Haushalt unter hygienischen Gesichtspunkten schwierig umzusetzen sind.“
Die Frage mit den Salmonellen
Rohe Eier können Salmonellen enthalten, erklärt der Experte. Es sei wichtig zu wissen, „dass Salmonellen sich bei Temperaturen unter sechs Grad Celsius praktisch gar nicht, bei Zimmertemperatur aber explosionsartig vermehren“.
Er empfiehlt, die Eier grundsätzlich im Kühlschrank aufzubewahren und bei sehr hohen Temperaturen die Eier nach dem Einkauf schnellstmöglich nach Hause zu bringen. Seitz betont: „Eine nachträgliche Kühlung kann das nicht mehr rückgängig machen und selbst Tiefgefrieren tötet Salmonellen nicht ab.“