Wer im Herbst Kürbisse aus dem eigenen Garten erntet, freut sich meist auf Suppen, Ofengerichte oder Kuchen. Bevor die Früchte in der Küche verarbeitet werden, sollte man jedoch einen einfachen Sicherheitscheck machen und sie vorkosten. Denn unter bestimmten Umständen können Kürbisse aus dem eigenen Anbau giftige Bitterstoffe enthalten.
Insbesondere bei Kürbissen aus dem Garten sollte man vor dem Essen die Frucht stets vorkosten. Dafür genügt ein kleines Stück rohes Fruchtfleisch. Schmeckt es auffällig bitter, sollte man den Kürbis nicht essen. Besonders vorsichtig sollte man bei Pflanzen aus selbst gewonnenem Saatgut sein. Haben sich Speisekürbisse zuvor mit Zierkürbissen oder anderen Kürbisgewächsen verkreuzt, können in den Nachkommen laut dem Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) wieder Cucurbitacine, also giftige Bitterstoffe, auftreten.
Dabei handelt es sich um Stoffe, die bei Verzehr laut BZfE Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall verursachen können. Ist der probierte Kürbis bitter, sollte man die gesamte Frucht entsorgen. Denn die Bitterstoffe sind hitzestabil und bleiben auch nach der Zubereitung erhalten.
Bei Speisekürbissen aus dem Supermarkt ist das Risiko deutlich geringer. Sie stammen aus Züchtungen, bei denen man die Bitterstoffe weitgehend herausgezüchtet hat.
Laut BZfE können sich Speisekürbisse im Garten mit anderen Kürbissen, insbesondere Zierkürbissen, kreuzen. Problematisch kann es werden, wenn die Samen geerntet und im folgenden Jahr erneut ausgesät werden. Die dabei entstehenden Bitterstoffe treten meist nicht in den Früchten desselben Jahres auf. Daher empfiehlt es sich, für den Anbau auf gekauftes Saatgut oder Jungpflanzen zurückzugreifen und nicht die Samen selbst geernteter Kürbisse erneut auszusäen.
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Besonders häufig wird vor diesem Problem bei Kürbissen der Art Cucurbita pepo gewarnt. Zu dieser Gruppe gehören neben vielen Speisekürbissen auch Zucchini sowie zahlreiche Zierkürbisse. Kreuzungen innerhalb dieser Art sind daher vergleichsweise leicht möglich.
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