25. September 2025, 11:55 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Wer im Frühjahr im Garten Kürbisse angebaut hat, kann diese im Herbst endlich ernten. Und auch im Supermarkt kann man die orangefarbenen und gelben Früchte in den Herbstmonaten kaufen. Wenn man einige Dinge beim Lagern beachtet, kann ein Kürbis lange haltbar bleiben.
Wer mehr Kürbisse erntet, als er essen kann, sollte darauf achten, die Früchte richtig zu lagern. Auf diese Weise kann man in den kühleren Herbstmonaten lange von der Ernte zehren und viele schmackhafte Suppen und Soßen zubereiten. Für Kürbisse aus dem eigenen Garten gilt zudem: bitte vorkosten!
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Bitterer Geschmack? Kürbis immer vorkosten
Insbesondere bei Kürbissen aus dem Garten sollte man vor dem Kochen die Frucht stets vorkosten. Kürbisse, vornehmlich Kreuzungen und alte Sorten, können Cucurbitacine enthalten. Dabei handelt es sich um Bitterstoffe, die man schmecken kann. Das Gericht hätte jedoch nicht nur eine bittere Beinote. Cucurbitacine sind giftig und können zu Magen-Darm-Beschwerden und zu Vergiftungen führen.
Bei Kürbissen, die im Supermarkt erhältlich sind, handelt es sich um Sorten, die so gezüchtet wurden, dass die Bitterstoffe kaum noch vorkommen. Im eigenen Garten können Verkreuzungen jedoch dazu führen, dass Bitterstoffe entstehen. Also vor dem Kochen ein kleines Stück roh kosten. Schmeckt es bitter, dann sollte man es sofort ausspucken und die Frucht entsorgen. Ein kleiner Sicherheitscheck, der vor einer eigenen Vergiftung schützen kann.
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Kürbis richtig lagern
Je nach Sorte sind Kürbisse unterschiedlich lange haltbar. Gemein haben sie jedoch, dass sie am längsten an einem kühlen, frostfreien Ort genießbar bleiben. Zehn bis fünfzehn Grad Celsius sind ideal. Wie die Verbraucherzentrale informiert, ist es wichtig, Kürbisse nicht zu kalt zu lagern. Gefriert das Fruchtfleisch der Früchte für kurze Zeit, beginnt es zu faulen und sollte nicht mehr verzehrt werden.
Neben milden Temperaturen sollte man zudem darauf achten, einen trockenen Ort zu wählen. Feuchtigkeit würde Schimmelbildung begünstigen. Dunkel, kühl und gut belüftet – Keller, Speisekammer und ein nicht beheizter Flur kommen da infrage. Zudem gilt: Den Stiel nicht entfernen, denn er schützt vor Keimen und dem Austrocknen der Frucht. Außerdem sollte man zwischen den Früchten Abstand lassen, sodass die Luft zirkulieren kann.
Essbar oder giftig? Die beliebtesten Kürbissorten im Überblick
Was man beachten sollte, wenn man Kürbis einfrieren möchte
Wohin mit geschnittenem Kürbis?
Benötigt man nur einen Teil der Frucht, ist es ratsam, den aufgeschnittenen Kürbis im Kühlschrank zu lagern. Ein luftdichtes Gefäß ist ideal. Die niedrigen Grade schützen vor der Verbreitung von Keimen. Zudem ist das Fruchtfleisch im Kühlschrank vor Sonnenlicht geschützt. Dennoch sollte man den Kürbis laut Verbraucherzentrale innerhalb von vier Tagen aufbrauchen.
Wie lange ist Kürbis haltbar?
Weltweit gibt es etwa 850 verschiedene Kürbissorten. Winterkürbisse wie Hokkaido, Butternut und Muskatkürbis sind bei richtiger Lagerung zwischen zwei und sechs Monaten haltbar. Zierkürbisse sind nicht essbar, sondern dienen in den Herbstmonaten als Dekoelemente im Garten oder im Haus. Angeschnittener Kürbis sollte rasch aufgebraucht werden. Etwa vier Tage ist er noch genießbar.
Tipp: Im Gefrierfach sind Kürbisse besonders lange haltbar. Hierfür die Frucht schälen, das Fruchtfleisch entfernen und waschen. Anschließend in kleine Stücke schneiden und in einen Gefrierbeutel legen. Zwischen acht und zehn Monaten ist der Kürbis so haltbar. Bis zu 12 Monate bleibt er hingegen genießbar, wenn man ihn vorher kurz blanchiert, also in heißem Wasser vordampft. Wer Kürbispüree oder vorgekochte Suppe einfriert, kann diese circa sechs bis acht Monate im Gefrierfach lagern.