5. Dezember 2025, 13:02 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Besonders in den Wintermonaten entsteht an Fensterscheiben schnell Kondenswasser. Auf Dauer kann das ziemlich störend sein, denn um Schimmel zu verhindern, muss die Feuchtigkeit regelmäßig abgewischt werden. Häufig liegt der Grund für beschlagene Fenster in einer zu hohen Luftfeuchtigkeit. Senkt man diese, lässt sich auch die Bildung von Kondenswasser vermeiden.
Übersicht
Wie hoch ist die ideale Luftfeuchtigkeit in der Wohnung?
Laut der Verbraucherzentrale liegt die ideale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen bei 40 bis 60 Prozent. Ist die Luftfeuchtigkeit dauerhaft höher, steigt das Schimmelrisiko. Am besten sollte man zwei- bis viermal täglich lüften. Man kann aber unterstützend auch andere Maßnahmen ergreifen.
Tipp: Mit einem Hygrometer kann man übrigens die Luftfeuchtigkeit messen. Diese gibt es schon für wenige Euro.
1. Lüften gegen Feuchtigkeit
Auch wenn es kalt ist, sollte man mehrfach am Tag lüften. Die verbrauchte, feuchte Luft muss raus und Frische wieder rein. Da reicht es nicht, dies einmal am Morgen und einmal am Abend zu tun. Wenn man die Zeit hat, sollte man mehrfach am Tag lüften.
Ein Vier-Personen-Haushalt gibt laut Umweltbundesamt am Tag etwa 12 Liter Feuchtigkeit in die Umgebungsluft ab. Am effektivsten ist dabei das sogenannte Stoßlüften. Das bedeutet, mehrmals täglich die Fenster komplett zu öffnen und etwa fünf Minuten kräftig durchzulüften, anstatt die Fenster dauerhaft gekippt zu lassen. Das kann nämlich das Risiko der Schimmelbildung durch Kondensation an den Randbereichen der Fenster erhöhen und ist deshalb wenig effektiv.
Besonders wichtig ist das Lüften in Zimmern mit einer Feuchtigkeitsquelle, also etwa im Bad oder in der Küche. Aber auch in Räumen, in denen Wäsche getrocknet, gekocht oder geschlafen wird, sollte man häufiger lüften.
2. Heizen gegen feuchte Luft
Warme Luft kann mehr Luftfeuchtigkeit aufnehmen als kalte. Daher ist es sinnvoll, in Räumen mit besonders hoher Luftfeuchtigkeit zu heizen. Dabei ist es wichtig, Temperaturen in Innenräumen konstant zu halten, informiert das Umweltbundesamt. Nachts oder wenn keiner zu Hause ist, kann man aber auch die Heizung um ein paar Grad drosseln. Dabei ist es dennoch unerlässlich, die Wohnung regelmäßig zu lüften. Denn Schimmel bildet sich am schnellsten in warmer und feuchter Umgebung.
3. Einen Luftentfeuchter aufstellen
Wenn Heizen und Lüften allein nichts bringen, kann auch ein Luftentfeuchter helfen. Diese Geräte gibt es in verschiedenen Ausführungen. Man unterscheidet dabei zwei Arten: Aktive Luftentfeuchter werden elektrisch betrieben, passive Luftentfeuchter funktionieren mit Granulat. Letztere sind allerdings eher bei kleinen Räumen zu empfehlen. Bei den elektrischen Luftentfeuchtern sollte man auf jeden Fall den Stromverbrauch im Auge behalten.
4. Die richtige Technik beim Kochen
Es ist Ihnen bestimmt schon einmal aufgefallen: Sobald die Flüssigkeit im Topf anfängt zu dampfen, beschlagen die Fenster in der Küche. In diesem Fall kann ein simpler Trick Abhilfe schaffen: Deckel drauf. Ist erst einmal der Deckel auf dem Kochtopf, strömt weniger Wasserdampf nach außen. Unterstützend kann man auch die Dunstabzugshaube einschalten.
5. Pflanzen können Luftfeuchtigkeit senken
In vielen Ratgebern kann man lesen, dass man Pflanzen entfernen soll, wenn man eine zu hohe Luftfeuchtigkeit hat. Das ist nur logisch, da Pflanzen bei der Fotosynthese ihr aufgenommenes Wasser wieder an die Luft abgeben. Aber es gibt auch Pflanzen, die dabei helfen können, die Luftfeuchtigkeit zu senken – eine Auswahl finden Sie hier.
Kondenswasser am Fenster? Das sollten Sie tun
Darum sollten Sie eine Schale mit Salz aufs Fensterbrett stellen
6. Schale mit Salz aufstellen
Wer eine schnelle Lösung braucht, um die Luftfeuchtigkeit im Zimmer zu senken, der kann auch Schalen mit etwas Salz aufstellen. Dieses entzieht der Luft die Feuchtigkeit und bindet diese. Gelegentlich sollte man den Inhalt der Schale jedoch austauschen. Alternativ kann man auch Reis oder Katzenstreu verwenden.
Wie kann man hoher Luftfeuchtigkeit vorbeugen?
Damit es erst gar nicht so weit kommt, dass sich zu viel Luftfeuchtigkeit in der Wohnung ansammelt, kann man im Haushalt auf einige Dinge achten. Wie bereits erwähnt, ist es mitunter sinnvoll, beim Kochen einen Deckel auf den Topf zu setzen, damit nicht so viel Wasserdampf entweicht. Außerdem sollte man die Spülmaschine nicht sofort öffnen, wenn der Spülgang erledigt ist. So kann der Dampf in der Maschine zunächst noch kondensieren und verteilt sich nicht im Wohnraum.