13. August 2026, 13:38 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Kleine Schädlinge wie Fliegen, Mücken oder Motten sind in den eigenen vier Wänden schon lästig genug. Umso unangenehmer ist es, wenn sich plötzlich kleine schwarze Würmer in der Toilette zeigen. Dahinter können verschiedene Ursachen stecken. myHOMEBOOK erklärt, warum ihr Auftreten nicht zwangsläufig auf mangelnde Hygiene hindeutet und was stattdessen dahinterstecken kann.
Bei den schwarzen Würmern im WC handelt es sich meist um die Larven der Abortfliege (Psychodidae). Das Insekt wird wegen seiner charakteristischen Flügelform auch Schmetterlingsfliege genannt: Seine breiten, leicht gemusterten Flügel erinnern an die eines kleinen Falters. Mit einer Körperlänge von nur 1,5 bis 2,5 Millimetern bleibt die Abortfliege allerdings deutlich kleiner als ein Schmetterling.
Typisch für die Tiere sind ihre behaarten Flügel mit dunklem Rand sowie einer auffälligen hell-dunklen Zeichnung. Obwohl die Abortfliege zur Familie der Schmetterlingsmücken gehört, sticht sie nicht und stellt für Menschen keine direkte Gefahr dar. Trotz ihrer großen Flügel ist sie außerdem keine besonders geschickte Fliegerin. Statt aktiv weite Strecken zurückzulegen, lässt sie sich häufig von Luftströmungen oder Wind treiben.
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Sind die schwarzen Würmer in der Toilette gefährlich?
Über kleine Öffnungen gelangt die Abortfliege in den Lebensraum der Menschen, bevorzugt in Küchen oder Badezimmer, wo es feucht ist und ab und an stinkt. Deswegen nisten Abortfliegen auch gerne im Dunstkreis von Kläranlagen und tragen den Spitznamen „Gullyfliege“.
Da die Abortfliege duftmäßig nicht wählerisch ist, nutzt sie eben auch Toiletten als Nistplatz für ihre Eier. Daraus entwickeln sich Larven, die aussehen wie schwarze Würmer. Die Gesundheitsrisiken für den Menschen sind eher gering. „Allerdings können sie aufgrund ihres Lebensraums beim Kontakt mit Lebensmitteln gesundheitsgefährdend sein“, erklärt das Umweltbundesamt.
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So wird man die schwarzen Würmer los
Werden die kleinen Lästlinge rechtzeitig entdeckt, reicht es, die Fliegen einfach abzusaugen. Danach sollten Wasserkästen und Toilettenschüssel auf Larven untersucht werden. Zur Beruhigung: Die schwarzen Würmer oder Larven tauchen nicht so einfach auf, wenn das WC regelmäßig gereinigt wird.
Ein so massiver Befall passiert möglicherweise, wenn in der Urlaubszeit längere Zeit niemand in der Wohnung ist. Dann kann ein verstopfter Toiletten-Abfluss die Abortfliege anlocken und die Schüssel zu einem attraktiven Nistplatz werden.
Ganz egal, ob sich schon sichtbare Larven entwickelt haben – wenn Abortfliegen im Haushalt bemerkt werden, sollten sofort Putzlappen und Eimer zum Einsatz kommen. Chemiekeulen bei der Reinigung des Abflusses sind nicht notwendig. Einfache Hausmittel genügen.
„Vier Esslöffel Natron in den Abfluss geben und direkt eine halbe Tasse Essigessenz hinterher kippen“, empfiehlt ein Schädlingsbekämpfer. Durch die Vermischung beider Substanzen entsteht ein sprudelndes Geräusch, eine chemische Reaktion, bei der Kohlendioxid freigesetzt wird. Nach einigen Minuten mit heißem Wasser nachspülen. Bei stärkerer Verunreinigung den Vorgang mehrmals wiederholen.
Nach dem Befall Bad gründlich putzen
Ansonsten Bad und WC mit den üblichen Reinigern säubern. Am besten gleich die Toilettenbürste durch eine neue ersetzen. Handtücher und sonstige Textilien in die Waschmaschine stecken. Beim WC die nicht sichtbaren Stellen, also die Ränder, besonders aufmerksam reinigen, und den Spülkasten, auch innen, nicht vergessen. Bei der Gelegenheit schauen, ob undichte Stellen als Einfallstore für die Abortfliege erkennbar sind.
In den kommenden Tagen ist es wichtig, darauf zu achten, ob Abortfliegen erneut auftauchen. Da die unliebsamen Gäste ein feines Gespür für Düfte haben, ist es bei regelmäßigem Auftauchen der Lästlinge ratsam, doch einen örtlichen Schädlingsbekämpfer hinzuzuziehen.