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Wie man schwarzen Knoblauch selbst machen kann

Schwarzer Knoblauch gilt als Delikatesse. Möchte man ihn allerdings selbst herstellen, muss man ein paar Dinge beachten.
Schwarzer Knoblauch gilt als Delikatesse. Möchte man ihn allerdings selbst herstellen, muss man ein paar Dinge beachten. Foto: Getty Images / ma-no
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Franka Kruse-Gering
Redakteurin

15. Oktober 2025, 5:33 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wer aufmerksam durch den Supermarkt geht, hat womöglich auch schon mal schwarzen Knoblauch entdeckt. Hierzulande ist er noch recht unbekannt, aber in Sterneküchen ist er ein sehr geschätztes Gewürz. Der Preis für eine Knolle ist nicht ohne – daher erklärt myHOMEBOOK, wie man schwarzen Knoblauch auch selbst herstellen kann. Schnell geht es allerdings nicht.

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Was ist schwarzer Knoblauch?

Schwarzer Knoblauch ist keine eigene Knoblauchsorte, sondern ganz normaler weißer Knoblauch, der über Wochen hinweg bei kontrollierter Wärme und Feuchtigkeit „gereift“ wird. Dabei passiert eine Art natürliche Fermentation – auch wenn es streng genommen keine echte Gärung ist, sondern eine sogenannte Maillard-Reaktion.

Diese chemische Reaktion sorgt dafür, dass sich Zucker und Aminosäuren im Knoblauch verbinden und seine Farbe, Konsistenz und seinen Geschmack völlig verändern. Das Ergebnis ist ein weicher, fast karamellisierter Knoblauch mit süßem, mildem Aroma, ganz ohne die beißende Schärfe, die viele beim frischen Knoblauch stört.

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So kann man schwarzen Knoblauch selbst herstellen

Vorab muss man sagen, dass es kein einfaches Unterfangen ist, schwarzen Knoblauch selbst herzustellen – und schnell geht es auch nicht. Man benötigt Zeit und vor allem das richtige Equipment, da der Knoblauch mehrere Wochen warm und feucht gehalten werden muss. Es bietet sich ein Reiskocher oder auch ein richtiger Fermentierer an. Vom Ofen ist aufgrund von Energieverbrauch und Sicherheit abzuraten.

So geht’s:

  1. Knoblauchknollen auswählen: Nur ganze, unbeschädigte Knollen verwenden.
  2. Verpacken: Die Knollen in Alufolie wickeln oder in ein Glasgefäß mit Deckel legen (nicht luftdicht).
  3. Wärme: Für etwa drei bis vier Wochen bei 60 bis 70 Grad lagern. Ideal ist ein Reiskocher mit Warmhaltefunktion oder ein spezieller Fermentierer.
  4. Geduld: Während dieser Zeit verändert sich der Knoblauch langsam – er wird dunkler, weicher und aromatischer.
  5. Fertig: Wenn die Zehen schwarz, weich und süßlich duftend sind, ist er fertig. Danach kühl lagern.
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So lange ist schwarzer Knoblauch haltbar

Bei der Haltbarkeit kommt es stark auf den Zustand an. Im Ganzen ist der Knoblauch bei Zimmertemperatur, dunkel und trocken gelagert, etwa zwei bis drei Monate haltbar. Im Kühlschrank kann er hingegen in einem geschlossenen Gefäß bis zu sechs Monate halten.

Ist der schwarze Knoblauch allerdings angebrochen oder schon geschält, ist er wesentlich kürzer haltbar. In einem sauberen Gefäß im Kühlschrank gelagert, kann man den Knoblauch noch etwa ein bis zwei Wochen genießen.

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Man kann selbst hergestellten schwarzen Knoblauch auch im Tiefkühler lagern. Am besten jede Zehe einzeln und geschält – so kann man sie jederzeit nach Bedarf entnehmen und verwenden. Gefroren ist der Knoblauch bis zu einem Jahr haltbar.

Wofür man schwarzen Knoblauch verwenden kann

Der Knoblauch ist vielseitig einsetzbar, entweder pur aufs Brot oder mit Frischkäse zu einer Paste angerührt. Auch zu Nudeln oder zu Fleisch und Fisch macht sich der selbst hergestellte schwarze Knoblauch wunderbar.

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