24. Oktober 2025, 15:11 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
In den Fugen der Badezimmerfliesen lagern sich schnell Schmutz und Rückstände ab. Durch die feuchte und warme Umgebung entsteht zudem ein idealer Nährboden für Schimmel. Daher ist es wichtig, die Fugen regelmäßig und gründlich zu reinigen. Dafür lassen sich auch verschiedene Hausmittel einsetzen.
Mit der richtigen Putzroutine lassen sich Schmutz und Schimmel in den Fugen effektiv verhindern. Am besten reinigt man die Zwischenräume etwa einmal pro Woche gründlich – so können sich Ablagerungen gar nicht erst festsetzen. Bei der Reinigung sollte man auf geeignete Hilfsmittel achten: Eine alte Zahnbürste oder eine spezielle Fugenbürste erreicht auch schwer zugängliche Stellen. In Kombination mit einfachen Hausmitteln wie Backpulver, Natron oder Essig lassen sich selbst hartnäckige Verfärbungen entfernen. Wer diese Pflegeroutine beibehält, sorgt nicht nur für hygienisch saubere Fugen, sondern auch für ein dauerhaft gepflegtes Erscheinungsbild des Badezimmers.
Übersicht
Fugen reinigen und Schimmel beseitigen
Ist der Schimmel erst einmal in den Fugen, sollte man schnell handeln und die entsprechenden Stellen reinigen. Denn hat sich der Schimmel erst einmal in die Fugen gefressen, bekommt man ihn nicht mehr so leicht heraus. Die befallenen Fugen kann man mit Spiritus, medizinischem Alkohol (70 bis 80 Prozent) oder drei- bis sechsprozentigem Wasserstoffperoxid behandeln. Es gibt auch spezielle Schimmelreiniger, die sind aber oft umweltschädlich.
Sitzt der Schimmel nur oberflächlich auf der Silikonfuge, reicht es in der Regel aus, wenn man das Mittel einreibt, einwirken lässt und wegputzt. Falls er jedoch bereits in das Material eingedrungen ist, muss man die Fugen austauschen. In diesen Artikeln erfahren Sie, wie man zunächst alte Silikonfugen entfernt und neue Fugen zieht.
Allerdings kommt es auch auf das jeweilige Material der Fugen an. Bei Zementfugen ist es nämlich anders, hier bieten sich basische Mittel mit einem pH-Wert über 7 an. Daher sollte man bei der Schimmelbeseitigung auf alkalische oder chlorhaltige Mittel zurückgreifen.
Hinweis: Handelt es sich um Schwarzschimmel, der sich mit den Mitteln nicht entfernen lässt, muss eventuell der Einsatz eines chlorhaltigen Reinigers erwogen werden. Wichtig: Tragen Sie dabei unbedingt Handschuhe und Atemschutz!
Fugen reinigen – keine harten Bürsten einsetzen
Die raue Fläche eines Schwamms oder gar eine Drahtbürste sind zum Abreiben von Schmutz in den Fliesenfugen ungeeignet. Durch die harte Oberfläche oder die Drahtborsten kann man die Fugen aufrauen und beschädigen – das ist geradezu eine Einladung für den nächsten Schmutz und noch mehr Schimmel. Besser geeignet ist eine Zahnbürste mit weichen Borsten oder ein weicher Schwamm.
Abschließend die Stellen mit klarem Wasser abspülen und ausreichend trocknen lassen. Bei ganz hartnäckigen Stellen muss man die Prozedur wiederholen. Sitzt der Schimmel ganz tief in den Fugen und hilft keine Behandlung, sollte man die Fugen komplett erneuern.
Was hilft bei normalem Schmutz in den Fugen?
Im Badezimmer leiden Fugen unter Kalk und Feuchtigkeit, in der Küche macht ihnen vor allem Fett zu schaffen. Im Handel gibt es Spezialreiniger für Fugen und Fliesen, viele gibt es mit Fettlöser, ideal für Küche und Bad.
Dazu einfach die Fugen und Fliesen einsprühen und den Reiniger einige Zeit einwirken lassen. Hartnäckige Stellen kann man anschließend mit einer Zahnbürste abschrubben. Und wenn man es besonders hell möchte, kann man die Fugen nach dem Reinigen und Trocknen mit einem Fugenmarker einstreichen.
Fugen mit dem Dampfreiniger reinigen
Wer auf Alkohol, Wasserstoffperoxid und chemische Reiniger verzichten möchte, kann es auch mit einem Dampfreiniger versuchen. Der heiße Dampf löst Schmutz und Kalk. Gerade geflieste Böden lassen sich mit dem Gerät bequem und effizient reinigen. Für die nachhaltige Schimmelbeseitigung in den Fugen ist der Dampfreiniger aber nur bedingt tauglich. Das liegt daran, dass man den Schimmelpilz und seine Sporen mehrere Minuten hohen Temperaturen aussetzen muss, was sich in der Praxis jedoch als schwierig erweist.
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Die Unterschiede zwischen Backpulver, Natron und Soda
Schmutz mit Hausmitteln entfernen
Als Hausmittel kann man es mit Backpulver, Natron oder Soda versuchen. Einfach mit etwas Wasser vermischen. Bei Bodenflächen kann es flüssiger sein, bei Wandflächen ist eine dickere Konsistenz zum Auftragen besser geeignet, denn das Gemisch muss einige Zeit einwirken. Auch hier bietet sich zum Auftragen eine Zahnbürste an. Danach lassen sich die Fugen wie gewohnt abwaschen. Allerdings sollte man bei Backpulver im Gegensatz zu reinem Natron vorsichtig sein, da das Hausmittel Schimmelbildung sogar verstärken kann.
Hausmittel zum Reinigen von Fugen:
- Natron und Soda
- Geschirrspülmittel (kein Handspülmittel)
- Vollwaschmittel
- Kernseife, da stark basisch
- Zitronensäure
Welche Hausmittel sich nicht eignen:
- Scheuermilch
- Schmutzradierer
- Essigessenz
- Backpulver
So kann man schmutzige Fugen vermeiden
Der beste Schutz vor schmutzigen Fugen ist das regelmäßige Reinigen. Was allerdings auch oft vernachlässigt wird, ist das Trockenwischen der Fliesen nach dem Duschen oder Baden. Denn die Feuchtigkeit, die danach zurückbleibt, ist ein guter Nährboden für Schimmelbildung. Im Handel gibt es Wasserabzieher mit Gummilippe für diesen Zweck. Ansonsten kann man auch ein Handtuch verwenden und die Fliesen trockenwischen.
Ein weiterer Grund für verfärbte Fliesen im Badezimmer ist unzureichendes Lüften. Nach dem Duschen oder Baden sollte man die feuchte Luft ausströmen lassen, damit sie sich nicht an den Wänden anlagert. Zudem kann auch ein Übermaß an Hygieneprodukten wie Shampoo oder Duschgel, die sich über das Duschwasser in den Fugen absetzen, zu einem erhöhten Schimmelrisiko beitragen.

