31. Oktober 2026, 5:56 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Ob als Mettbrötchen mit Zwiebeln oder als Tatar mit Eigelb: Zerkleinertes Fleisch kommt in verschiedenen Varianten auf den Teller und wird teilweise roh gegessen. Doch Mett, Hackfleisch und Tatar sind keineswegs dasselbe. Vor allem beim Einkauf und bei der Zubereitung gibt es zudem einen wichtigen Punkt zu beachten: Das Fleisch kann besonders schnell verderben.
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Hackfleisch ist der Oberbegriff
Die Bezeichnungen unterscheiden sich teilweise je nach Region. Im Osten Deutschlands ist für Mett häufig der Name Hackepeter gebräuchlich, während im Süden und Westen eher von Mett die Rede ist. Beim Metzger kann Hackfleisch regional auch Gehäck oder Gehacktes heißen.
Grundsätzlich lässt sich Fleisch von Rind, Schwein, Lamm, Kalb, Wild oder Geflügel durch den Fleischwolf drehen und zu Hackfleisch verarbeiten. „Das ist sozusagen der Oberbegriff“, erklärt Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern.
Warum Mett immer aus Schweinefleisch besteht
Bei klassischem Mett ist die Fleischsorte dagegen festgelegt: Es wird aus Schweinefleisch hergestellt und beim Metzger üblicherweise bereits gewürzt.
„Dafür wird es üblicherweise schon vom Metzger mit Salz und Pfeffer gewürzt. Es landet bei vielen gern roh auf dem Brötchen mit ordentlich viel Zwiebeln obendrauf“, erklärt die Ernährungsexpertin. Bekannt wurde Mett unter anderem durch den einst kultigen Mett-Igel.
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Was Tatar von Mett unterscheidet
Tatar besteht im Gegensatz zu Mett aus fein zerkleinertem, magerem Rindfleisch. Üblicherweise verlauft man es ungewürzt und verfeinert es erst zu Hause. Dafür kommen beispielsweise Senf, Kapern, Zwiebeln und Pfeffer infrage. Häufig gehört außerdem ein Eigelb dazu.
„Für Tatar verwenden Metzgereien häufig edle magere und hochwertige Fleischstücke wie Filet oder Hüfte. Deshalb ist es meist teurer als herkömmliches Rinderhack“, erklärt Daniela Krehl.
So sollten Sie Fleisch auf keinen Fall auftauen
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Warum Hackfleisch besonders schnell verderben kann
Beim Umgang mit Hackfleisch ist Hygiene besonders wichtig. Durch die starke Zerkleinerung vergrößert sich die Oberfläche des Fleisches erheblich. „Weil das Hackfleisch in ganz kleine Stücke zerteilt ist, entsteht eine immens große Oberfläche, wo sich Bakterien vermehren können“, erklärt die Ernährungsfachfrau.
Frisches Hackfleisch sollte deshalb bereits beim Einkauf möglichst kühl gehalten, entsprechend nach Hause transportiert und möglichst noch am selben Tag zubereitet werden. Besondere Vorsicht ist bei Mett und Tatar geboten, wenn man diese roh verzehrt.
Krehl: „Weil bei denen ja keine Erhitzung vorgesehen ist, rät man Schwangeren, kleinen Kindern, älteren Leuten und Menschen mit geschwächtem Immunsystem ganz darauf zu verzichten.“
Auch Küchenutensilien müssen nach dem Kontakt mit Hackfleisch gründlich gereinigt werden. Messer und Schneidebretter sollten nicht ungereinigt anschließend etwa für die Zubereitung eines Salats verwendet werden.
Hackfleisch richtig einfrieren und auftauen
Wer Hackfleisch nicht sofort zubereiten kann, sollte es einfrieren. Tiefgefroren ist es bis zu drei Monate haltbar. Vor dem Verzehr sollte das Fleisch vollständig aufgetaut und anschließend gut durchgegart werden.
Mit Material der dpa