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Hygienisch und sauber

Expertin verrät, wie oft man den Boden wischen sollte

Boden wischen wie oft
Die Häufigkeit des Bodennasswischens hängt stark von der Nutzung der Räume ab Foto: Getty Images / miodrag ignjatovic
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Carolin Chytrek
Carolin Chytrek Freie Autorin

8. Mai 2026, 6:19 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Ein strahlend reiner Fußboden ist mehr als nur Optik. Er prägt das gesamte Raum- und Hygienegefühl. Aber wie oft muss man zum Wischmop greifen und den Boden wischen, um den Standard zu halten? Und welche Räume benötigen mehr Aufmerksamkeit und welche weniger? myHOMEBOOK liefert den Hygiene-Guide.

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Warum Wischen mehr kann als Saugen

Ein paar kleine Krümel in der Küche, Schuhabdrücke im Flur, und trotzdem wirkt der Boden vermeintlich sauber. Ein Trugschluss. Geht es um die Reinigung, ist der Staubsauger oftmals die erste Wahl. Das ist grundsätzlich sinnvoll, denn der entfernt Krümel, Staubflusen, Haare, Hautschuppen und andere Partikel mühelos und zuverlässig. Für ein tiefenreines Gefühl und eine angemessene Hygiene sollte man allerdings in regelmäßigen Abständen feucht durchwischen. „Der Vorteil am feucht wischen ist, dass z. B. Staub besser aufgenommen wird als beim Saugen“, erklärt Elke Messerschmidt vom Kompetenzzentrum Hauswirtschaft auf Anfrage von myHOMEBOOK.

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Die Reinigung mit Wasser und Putzmittel sei aber aus einem Grund so unabdingbar: „Es gibt Verschmutzungen, die sich nicht durch Saugen entfernen lassen, z. B. Kaffeeflecken oder andere Lebensmittelverschmutzungen in der Küche, die beim Kochen auf den Boden gelangen.“ Auch Trittflecken von nassen oder schlammigen Schuhen im Eingangsbereich sowie Rückstände rund um die Toilette seien da mit einzuschließen, weiß die Expertin. Wischen gehört also fest in den Putzplan.

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Wie oft sollte man den Boden wischen?

Wenn es um die Häufigkeit geht, in der die Wohnung feucht gewischt werden sollte, gehen die Gewohnheiten oft weit auseinander. Während der Wischer in manchen Haushalten eher stiefmütterlich behandelt wird, wird er in anderen weitaus häufiger zur Anwendung gezogen. Tatsächlich hängt die Häufigkeit stark von der Nutzung der Räume ab. Für Messerschmidt stehen vor allem die stark beanspruchten Wohnzonen im Fokus. Während im Badezimmer bei der Körperpflege und bei Toilettengängen Verunreinigungen entstehen können, wird in der Küche mit Lebensmitteln hantiert und Abfall produziert. In beiden Räumen ist Hygiene besonders wichtig. Deshalb empfiehlt die Expertin hier die feuchte Bodenreinigung einmal die Woche. Andere Bereiche, wie Schlaf- und Wohnzimmer, kommen auch mit einem zweiwöchentlichen Intervall aus. Grundsätzlich hängt das aber vom persönlichen Schmutzempfinden und der Größe des Haushaltes ab.

Faustregel

  • Küche: 1x pro Woche
  • Bad: 1x pro Woche
  • Flur (je nach Nutzung): 1x pro Woche
  • Wohn- und Schlafzimmer: alle 2 Wochen

Die richtige Wischtechnik

Beim Wischen geht es weniger darum, den Boden stumpf mit Feuchtigkeit zu benetzen, und mehr um die Entfernung von tief sitzenden Flecken und Keimen. Anders als gedacht reiche hier, laut Messerschmidt, aber die Verwendung von Wasser und Allzweckreiniger. Weitaus wichtiger, und oft unterschätzt, ist jedoch das richtige Equipment. „Im Blick auf Hygienezonen in Bad und Küche: Hier ist es wichtig, unterschiedliche Tücher zu verwenden, damit eine Verschleppung von Keimen nicht stattfindet.“ Die Expertin empfiehlt, sich bei der Wahl der Tücher an ein Farbsystem zu halten, das sich auch im professionellen Bereich etabliert habe. Demnach könne man blaue Lappen für Wohnbereiche verwenden, grüne für die Küche und rote für das Bad. So verhindert man eine Verwechslung und die Doppelverwendung in den unterschiedlichen Zonen. „Dieses Prinzip lässt sich problemlos auf die privaten Haushalte übertragen – und sorgt für ein Plus an Sicherheit“, so Messerschmidt abschließend.

Vorsicht ist bei modernen Böden geboten. Laminat und Parkett reagieren empfindlich auf Nässe. Deshalb sollte der Wischmopp lediglich feucht und nicht triefend nass sein. Spezielle Produkte sind nur bei empfindlichen Materialien wie Naturstein, Marmor oder geölten Hölzern nötig. Hier gilt es, sich vorher im Baumarkt oder beim Anbieter genau zu informieren und Dosierempfehlungen einzuhalten.

Tipp: Ein klarer Plan, wie feste Wisch-Tage pro Woche für bestimmte Bereiche, hilft, den Überblick zu behalten und für ein Frischgefühl zu sorgen. Verschiedene Putz-Apps können die Reinigung zudem erleichtern.

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