Wurzelpetersilie bringt einen kräftigen Petersiliengeschmack mit einer leichten Anisnote auf den Teller. Weniger Freude macht häufig die Vorbereitung: Die schmalen, krummen oder verzweigten Wurzeln lassen sich mit einem Sparschäler nur mühsam bearbeiten. Doch diese Arbeit kann man sich in vielen Fällen sparen.
Anders als etwa Schwarzwurzeln muss Wurzelpetersilie nicht grundsätzlich geschält werden. „Schälen ist nicht unbedingt nötig“, erklärt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).
Statt zum Sparschäler zu greifen, sollte man die Wurzeln vor der Zubereitung gründlich unter fließendem Wasser säubern. Bei anhaftender Erde hilft eine Gemüsebürste. Schadstellen werden herausgeschnitten, anschließend entfernt man die Enden. Je nach Gericht lässt sich die Wurzelpetersilie danach raspeln oder in Scheiben, Stifte beziehungsweise Würfel schneiden.
So vielseitig lässt sich Wurzelpetersilie zubereiten
Das weiße Wurzelgemüse kann sowohl roh als auch gegart auf den Teller kommen. Gut kombinieren lässt es sich beispielsweise mit Möhren. Wurzelpetersilie passt in Suppen und Eintöpfe, eignet sich aber auch für Salate, Aufläufe und als Ofengemüse.
Als Beilage können die Wurzeln in dünne Scheiben geschnitten und anschließend in wenig Butter gedünstet werden. Auch ein cremiges Püree lässt sich daraus zubereiten. Dafür empfiehlt das BZfE folgende Vorgehensweise:
Die Wurzeln in Stücke schneiden.
Die Stücke mit etwas Brühe, Milch oder einer pflanzlichen Alternative weich kochen. Dabei sollte die Flüssigkeit größtenteils einkochen.
Das weich gekochte Gemüse pürieren.
Butter oder Margarine dazugeben und das Püree mit Salz sowie etwas Muskat abschmecken.
Kleine Wurzelpetersilie kann beim Einkauf die bessere Wahl sein
Beim Kauf lohnt sich ein genauer Blick: Frische Wurzelpetersilie sollte fest und knackig sein und weder Fäulnis- noch Fraßstellen aufweisen. Das BZfE empfiehlt zudem, eher kleinere Exemplare auszuwählen. Sie sind in der Regel zarter und besitzen ein feineres Aroma.
Bei besonders großen und älteren Wurzeln kann der Kern dagegen faserig sein. Deshalb empfiehlt es sich, die Wurzel vor der Zubereitung durchzuschneiden und auf holzige Bereiche zu prüfen. Solche Stellen entfernt man besser, denn auch längeres Garen macht stark verholzte Teile nicht zwangsläufig zart.
Wird Wurzelpetersilie mit Laub angeboten, sollte dieses frisch aussehen. Eine fehlende Spitze ist hingegen kein Grund, die Wurzel liegen zu lassen: Nach Angaben des BZfE ist das produkttypisch und stellt keinen Qualitätsmangel dar.
Mit Material der dpa
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