Zum Inhalt springen
logo Das Do-it-yourself-Portal für Haus und Garten
Lebensmittel Alle Themen
Unbehandelt ist nicht gleich bio

Woran erkennt man eine unbehandelte Zitrone?

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wählt bei Zitronen die Bio-Variante, da im ökologischen Anbau sowohl chemische Pflanzenschutzmittel als auch konservierende Nachbehandlungen verboten sind
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wählt bei Zitronen die Bio-Variante, da im ökologischen Anbau sowohl chemische Pflanzenschutzmittel als auch konservierende Nachbehandlungen verboten sind Foto: Getty Images
Artikel teilen
myHOMEBOOK Logo
myHOMEBOOK Redaktion

28. März 2026, 12:27 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Viele greifen im Supermarkt gezielt zu „unbehandelten“ Zitronen – in der Annahme, damit ein besonders natürliches und schadstofffreies Produkt zu kaufen. Doch das stimmt so nicht. Tatsächlich kann man mit bloßem Auge kaum erkennen, ob und wie Zitronen behandelt wurden.

Die schlechte Nachricht vorweg: Ob Zitronen unbehandelt sind, lässt sich optisch nicht feststellen. Selbst wenn sich die Schale wachsig anfühlt, ist das kein sicherer Beweis. Es kann lediglich darauf hindeuten, dass Konservierungsstoffe oder Wachs aufgetragen wurden, um die Früchte länger haltbar zu machen.

Folgen Sie jetzt myHOMEBOOK bei WhatsApp 

Kennzeichnung oft schwer zu finden

Verlässliche Informationen liefert in der Regel nur ein Blick auf das Etikett. Wie die Verbraucherzentrale NRW erklärt, müssen Zitrusfrüchte, deren Schale mit sogenannten Überzugsmitteln behandelt wurde, entsprechend gekennzeichnet sein, etwa mit Begriffen wie „konserviert“ oder „gewachst“.

Doch diese Hinweise werden häufig übersehen. „Viele Verbraucher und Verbraucherinnen übersehen diese Angaben, weil sie oft nur im Kleingedruckten auf einem Aufkleber oder gar nicht direkt auf dem Etikett, sondern nur in der Nähe der Ware zu finden sind“, erklärt Christiane Kunzel, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale.

Auch interessant: Wie Sie ganz einfach mehr Saft aus der Zitrone pressen

„Unbehandelt“ bedeutet nicht automatisch „bio“

Ein besonders verbreiteter Irrtum: Viele setzen „unbehandelt“ mit „bio“ gleich. Tatsächlich sagt dieser Hinweis jedoch nur aus, dass die Früchte nach der Ernte nicht mit Konservierungsmitteln behandelt wurden. Offen bleibt dabei, ob und welche Pflanzenschutzmittel während des Anbaus eingesetzt wurden.

Das bedeutet: Auch unbehandelte Zitronen können Rückstände auf der Schale oder sogar im Saft enthalten.

tracdelight GmbH Platzhalter
An dieser Stelle findest du Inhalte von Drittanbietern
Um mit Inhalten von Drittanbietern zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.
Mehr zum Thema

Was bringt Waschen wirklich?

Es wird oft empfohlen, Zitrusfrüchte vor dem Verzehr gründlich mit warmem Wasser abzuwaschen und abzutrocknen. Doch vollständig entfernen lassen sich Rückstände dadurch nicht immer. Das Waschen hilft vordergründig, oberflächliche Rückstände wie Schmutz, Staub oder Teile von Wachs und Konservierungsstoffen zu reduzieren. Wer die Früchte dabei zusätzlich mit den Händen oder einer Bürste abreibt, kann den Effekt noch verstärken.

Allerdings gilt: Nicht alle Pflanzenschutzmittel sitzen nur auf der Oberfläche. Einige können auch in die Schale eindringen. Deshalb ist Waschen zwar sinnvoll und wichtig, bietet aber keinen vollständigen Schutz.

Bio ist die sicherere Wahl

Wer also ganz sicher gehen möchte, sollte daher zu Bio-Zitronen greifen. „Denn im ökologischen Anbau sind sowohl chemische Pflanzenschutzmittel als auch konservierende Nachbehandlungen verboten“, empfehlen die Verbraucherschützer.

Doch auch bei Bio-Früchten gilt: Vor dem Verzehr die Zitrusfrüchte immer gründlich mit warmem Wasser abwaschen und anschließend abtrocknen. Nur so kann man verhindern, dass mögliche Rückstände beim Schneiden ins Fruchtfleisch gelangen.

Mit Material der dpa

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.