23. Januar 2026, 13:04 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Silikonfugen spielen eine entscheidende Rolle beim Schutz vor Schimmel in Küche und Bad. Besonders in Bereichen mit viel Spritzwasser ist eine saubere und dichte Abdichtung unerlässlich. myHOMEBOOK-Redaktionsleiter Felix Mildner zeigt bei „Easy DIY“, worauf es dabei ankommt.
Ob neues Waschbecken, neue Duschwanne oder ein frisches Spülbecken in der Küche – bei Renovierungen gehören neue Silikonfugen einfach dazu. Denn selbst kleine Risse reichen aus, damit Feuchtigkeit eindringt und Schimmel entsteht. Die gute Nachricht: Silikonfugen zu ziehen ist kein Hexenwerk und lässt sich mit etwas Übung auch selbst erledigen.
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Silikonfugen ziehen – einfache Anleitung
Material
- Silikon
- Kartuschenpresse
- Schaber (in unserem Fall haben wir einen Eisstiel verwendet)
- Küchenpapier
- Cutter
- Spülmittel
- etwas Wasser
- Klebeband
Anleitung
- Zuerst den Bereich um die Fuge mit Klebeband abkleben, um Verschmutzungen zu verhindern.
- Jetzt die Kappe von der Flasche abnehmen und die Flaschenöffnung mit dem Cutter aufschneiden. Anschließend die Kappe auf die Flasche drehen.
- Danach die Kappe schräg mit dem Cutter anschneiden – das ermöglicht später ein präziseres Arbeiten.
- Nun kann die Flasche in die Kartuschenpresse gespannt werden. Sitzt sie fest drin, muss man sie über den Auslöser anpumpen.
- Jetzt kann es losgehen: Die Flasche an der gewünschten Stelle ansetzen, den Auslöser drücken und langsam eine Fuge ziehen. Danach den Hebel am hinteren Ende der Kartusche drücken, um sie zu entschärfen.
- Im nächsten Schritt etwas von dem Spülmittel ins Wasser geben und beides vermengen. Anschließend den Schaber mit der Flüssigkeit benetzen. Dafür kann man auch einen Eisstiel verwenden, oder einen alten Löffel.
- Zieht man ihn jetzt im richtigen Winkel über die Fuge, kann man überschüssiges Silikon abschaben. Die Reste einfach in das Küchenpapier schmieren.
- Ohne Wartezeit kann im Anschluss das Klebeband abgezogen werden.
- Jetzt nur noch trocknen lassen – fertig!
Tipps zum Arbeiten mit Silikon
Damit die Silikonfuge ihren Zweck erfüllt und auch für eine lange Zeit dicht und schimmelfrei bleibt, sollte man diese Hinweise beachten:
- Die richtige Temperatur: Silikon lässt sich am besten bei Zimmertemperatur verarbeiten. Auch der Untergrund sollte weder zu heiß noch zu kalt sein. Beim Trocknen sollte es außerdem nicht wärmer als 20 Grad sein.
- Das richtige Silikon verwenden: Für verschiedene Materialien gibt es verschiedenes Silikon. Dafür auf die Angaben auf der Packung achten.
- Beidseitige Haftung: Die Fuge ist nur richtig dicht, wenn das Silikon an zwei Flanken anhaftet. Deshalb gut andrücken!
- Trockenzeit beachten: Silikon braucht relativ lange, um komplett abzubinden. Eine Schicht von zwei bis drei Millimetern benötigt rund 24 Stunden. Auch wenn die äußere Schicht schon hart ist, kann das Material in der Mitte noch weich sein. Während der Trockenzeit das Silikon nicht belasten.
- Schimmel vermeiden: Unbedingt fungizides Silikon benutzen, um Schimmelbildung vorzubeugen.
Übung macht den Meister
„Beim ersten Anlauf kann es etwas frustrierend sein, eine Silikonfuge zu ziehen. Eine gleichmäßige und ruhige Führung der Kartuschenpresse ist essenziell, dabei ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt. Wenn es nicht direkt klappt, einfach das feuchte Silikon mit einem Küchentuch abwischen und erneut versuchen.“