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myHOMEBOOK-Serie „Mein ganzer Stolz"

Leser Björn zeigt sein bestes DIY-Projekt

Leser Björn zeigt seinen ganzen Stolz: einen DIY-Stehtisch aus einem alten Fass
Leser Björn steht auf UpcyclingFoto: privat

Für das Format „Mein ganzer Stolz“ sucht myHOMEBOOK Ihre besten, ausgefallensten oder anstrengendsten DIY-Projekte. Dieses Mal: Wie Björn aus einem alten Fass einen Stehtisch baute.

Gerümpel, für das man keine Verwendung mehr findet, landet entweder im Keller, auf dem Dachboden oder im Müll. Nicht aber bei myHOMEBOOK-Leser Björn. Er macht aus alten, scheinbar unnützen Gegenständen lieber etwas Neues – wie beispielsweise aus einem alten Fass einen beleuchteten DIY-Stehtisch.

Wie aus einem Ölfass ein DIY-Stehtisch wird

Nur dank seines eigenen Hauses mit Garten konnte er sich bereits Kenntnisse im Heimwerkerbereich aneignen und bei seinem Projekt zunutze machen.

Wie teuer war der DIY-Stehtisch?

Anfänger Experte
Schwierigkeitsgrad
kurz lang
Dauer
0,- € > 1.000,- €
Kosten

Insgesamt hat Björn das „Projekt Stehtisch“ etwa 111 Euro gekostet. Für den Umbau brauchte er folgende Materialien:

  • altes Ölfass
  • Papp-Schablone „Hammer und Schlegel“
  • Runde Tischplatte 700x18 mm MDF Holz
  • 4x Aufsatzstützen
  • Lackfarben: schwarz, weiß, rot, Klarlack (zum Schutz für die Tischplatte)
  • Lampenfassung E27
  • LED-Leuchtmittel Glühlampenform E27 / 10 W (810 lm) Warmweiß/RGB inkl. Fernbedienung
  • Stromkabel mit Netzstecker
  • Hammer und Schlegel (Auto-)Aufkleber (Bergmannssymbol) 60x54 cm
  • Katzenstreu zum Reinigen des Ölfasses (Restbestände Öl)
  • Lampenkabel

Hinweis: Björn hat sich dafür entschieden, sein Fass nicht nur anzumalen, sondern auch mit Symbolen und Schriftzügen zu verzieren. Außerdem entschied er sich für eine Beleuchtung des Fasses von innen. Wer stattdessen einen ganz einfachen Stehtisch bevorzugt, kann das entsprechende Material – und die dazu gehörigen Arbeitsschritte – ignorieren. Als Hinweis von Björn: „Die Bohrungen für die Symbole und Schriftzüge waren zeit- und arbeitsintensiv!“

Außerdem sind folgende Werkzeuge notwendig:

  • Winkelschleifer
  • Bohrmaschine
  • Metallbohrer 3 mm und 8 mm
  • Bleistift
  • farbiger permanent Stift
  • Pinsel
  • Akkuschrauber
  • Maulschlüssel (17er)

Wie baut man ein Fass zu einem Stehtisch um?

DIY-Stehtisch aus altem Fass
Björn hat mit einem Bohrer ins Fass gebohrt, um es mit Symbolen und Schriftzügen zu verzierenFoto: privat

In etwa vierzehn Schritten hat Björn dann aus dem Fass einen Tisch mit Holzplatte gebaut, wie er myHOMEBOOK im Interview erklärte. Zuerst musste er dafür das alte Fass von Ölresten befreien. Hierfür verwendete er Katzenstreu. Danach ist er wie folgt vorgegangen:

  1. Zuerst Schriftzüge beziehungsweise Symbole aufzeichnen.
  2. Danach mit einem kleinen Bohrer Löcher in die Schriftzüge/Symbole bohren.
  3. Anschließend mit einem großen Bohrer nachbohren.
  4. Den Deckel vorsichtig mithilfe eines Winkelschleifers vom Fass trennen. Am besten von außen abflexen, sodass der Deckel abgehoben werden, aber auch wieder eingesetzt werden kann. Besonders vorsichtig dabei vorgehen! Wenn Sie im Umgang ungeübt sind, sollten Sie lieber einen Fachmann beauftragen.
  5. Das Fass mit farbigem Lack grundieren – Björn wählte eine mattes Schwarz.
  6. Dann die Schriftzüge mit weißer Lackfarbe ausmalen.
  7. Die Tischplatte lackieren – in Björns Fall oben schwarz, unten rot, Rand weiß.
  8. Aufkleber (bei Björn Hammer und Schlegel) auf die Tischplatte anbringen.
  9. Aufsatzstützen an der Tischplatte montieren.
  10. Aufsatzstützen auf dem Fassdeckel montieren.
  11. Jetzt zum Fassboden: Erst ein Loch bohren und danach ein Stromkabel durchziehen.
  12. Zum Schutz der Tischplatte die Oberfläche insgesamt dreimal mit Klarlack streichen.
  13. An den Schrauben und Muttern unter dem Fassdeckel mithilfe von Drähten die Lampenfassung montieren und LED-Leuchtmittel installieren. Dieser Schritt ist optional.
  14. Fassdeckel zum Schluss auf das Fass setzen – fertig!
Aus einem alten Fass einen Stehtisch bauen – so geht‘s
Dank einer Holzplatte wird aus dem Fass ein stabiler StehtischFoto: privat

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Was war die größte Herausforderung?

Da Björn eben kein Profi ist und sein DIY-Projekt alleine in Angriff genommen hat, lief nicht alles wie geplant. Ein Problem stellte beispielsweise die Grundlackierung dar: „Die ursprüngliche schwarze Grundlackierung ist nicht ausgehärtet, da ich Thermolack verwendet habe. Dieser hätte aber eingebrannt werden müssen. Also habe ich ein Feuer in der Tonne entzündet, dabei ist aber der ursprüngliche blaue Lack unter dem Thermolack verbrannt und abgeplatzt. Somit musste ich mit einer Drahtbürste den gesamten Lack abbürsten und mit normalen matten Spraylack das Fass neu behandeln.“

Außerdem sind durch die Bohrvorgänge an manchen Stellen Dellen entstanden, weil er dabei zu viel Druck ausgeübt hat. Beim Durchbohren muss man daher ganz besonders darauf achten, dass der Bohrkopf nicht auf das Ölfass stößt.

Björn zeigt seinen ganzen Stolz
Die Bohrungen markieren Symbole und Schriftzüge und ermöglichen außerdem eine Beleuchtung des FassesFoto: privat

Ist der Upcycling-Stehtisch trotzdem etwas für DIY-Anfänger?

Bis auf die kleinen Schwierigkeiten konnte Björn den DIY-Stehtisch sehr gut selbst bauen. Daher findet er, dass sich auch DIY-Anfänger bedenkenlos an dem Projekt probieren können. Allerdings hat er für Unerfahrene folgende Tipps:

  • Das Ölfass bei den Bohrungen auf „Böcke“ legen und gut sichern, damit es nicht wegrutscht.
  • Beim Bohren darauf achten, dass beim Durchbohren der Bohrkopf nicht auf das Ölfass trifft und somit unschöne Dellen entstehen.
  • Keinen Thermolack verwenden, wenn man das Ölfass nicht als Feuertonne nutzen will.

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Hat sich die Arbeit gelohnt?

Björns ganzer Stolz Stehtisch
Björns DIY-Stehtisch kann sogar leuchtenFoto: privat

Im Januar fand die Feuertaufe des beleuchteten DIY-Stehtischs bei einer Geburtstagsfeier im Partykeller statt. „Einige Kumpels, denen ich ein Foto des Stehtisches geschickt habe, haben nach der Bestelladresse der Firma gefragt“, gab sich Björn gegenüber myHOMEBOOK stolz.

Björns nächstes DIY-Projekt

Bei all dem positiven Feedback will Björn gar nicht lange auf das nächste Projekt warten. Als Nächstes steht sein Pool auf der Agenda: Im Frühling möchte er das „Pool-Areal“, wie er es nennt, erneuern. Seine To-dos: neue Folie, neue Ummantelung, neue Solarmatten, Holzdielen streichen und eine Teil-Überdachung des Pools. Natürlich alles wieder alleine, ganz in DIY-Manier.

Sie haben auch ein DIY-Projekt, auf das Sie besonders stolz sind? Dann melden Sie sich bei uns! Hier erhalten Sie alle Informationen: