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Großer Vergleich

Das sind aktuell die attraktivsten Bauzinsen

Bauzinsen
Nach Höhenflug folgt kleiner Rücksetzer: Die Bauzinsen liegen wieder unter drei ProzentFoto: Getty Images

Die Zinsen für die Immobilienfinanzierung sind nach einem kurzzeitigen Abwärtstrend wieder auf dem Weg nach oben. Die Zeitschrift «Finanztest» hat die Konditionen von mehr als 70 Banken verglichen.

Nachdem die Bauzinsen im Juli überraschend stark gesunken waren, zeigt der Trend inzwischen wieder nach oben. Die Fachleute der Zeitschrift «Finanztest» (10/2022) vermuten, dass es sich bei der Abwärtsbewegung im Juli lediglich um eine «Atempause» gehandelt hat. Denn ein Blick auf den Kapitalmarkt zeige, dass die Zinsen für Immobilienkredite bald weiter in die Höhe klettern könnten.

Bauzinsen aktuell leicht rückläufig

Seit Februar dieses Jahres kannten Bauzinsen nur eine Richtung: nach oben. Inzwischen scheint sich der Markt abgekühlt zu haben. Der Trend ist leicht rückläufig.

Wer noch im Juni einen Immobilienkauf zu 90 Prozent finanzieren wollte, musste mit einem Zinssatz von mehr als drei Prozent rechnen – selbst bei zehnjähriger Zinsbindung. Im Juli gingen die Angebote bei denselben Eingangsdaten laut den Testern bei 2,59 Prozent los. Wer mehr Eigenkapital mitbringt, kann sogar etwas günstiger finanzieren.

Wer seinen Immobilienkauf derzeit zu 80 Prozent finanzieren möchte, kann bei zehnjähriger Zinsbindung und dreiprozentiger Tilgung laut «Finanztest» günstigstenfalls mit einem Bauzins von 2,49 Prozent (DTW) rechnen. Im Juli waren es noch 2,46 Prozent. Das günstigste Angebot bei 20-jähriger Zinsbindung liegt momentan bei 2,79 Prozent (Creditweb), und damit überraschend etwas unter dem günstigsten Vormonatsangebot (2,86).

Dazu passend: Wie viel Kredit kann ich mir beim Immobilienkauf leisten?

Teils weniger als drei Prozent auch bei langer Zinsbindung

Mit steigender Zinsbindung nimmt der Zinssatz tendenziell zu. Doch selbst bei 20-jähriger Zinsbindung sind inzwischen wieder Kredite mit weniger als drei Prozent Zinsen zu bekommen.

Wie entwickeln sich die Bauzinsen?

Wie die Entwicklung weitergeht, ist aktuell nicht abzusehen. Käuferinnen und Käufer sollten sich in jedem Fall mehrere Kreditangebote verschiedener Banken und Sparkassen einholen, um sich möglichst günstige Zinsen zu sichern.

Immobilienkäufer müssen sich laut der Zeitschrift wohl längerfristig auf Zinssätze um drei Prozent und höher einstellen. Zwar sei das im langjährigen Vergleich noch immer günstig. Für viele Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer dürfte das angesichts hoher Immobilienpreise und explodierender Nebenkosten aber trotzdem nur ein schwacher Trost sein.

mit Material der dpa

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