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Pflegeleichte Bodendecker als schöne Alternative zum Rasen

Teppichverbene ist so robust, dass man auf diesem Bodendecker sogar Fußball spielen kann
Teppichverbene ist so robust, dass man auf diesem Bodendecker sogar Fußball spielen kann Foto: Getty Images/weisschr
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Christian Glass
Christian Glass Redakteur

23. April 2026, 18:04 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

Duftende, blühfreudige Bodendecker schmeicheln Augen, Füßen und Nase – und tun auch dem Gartenboden gut. In kurzer Zeit bilden sie dichte, weiche und trittfeste Teppiche aus Blüten und Blättern, die besonders an schwierigen Standorten wie trockenen, schattigen oder feuchten Stellen überzeugen. Dort schützen sie den Boden und sind eine pflegeleichte, attraktive Alternative zum Rasen. myHOMEBOOK stellt vier Pflanzen vor, die sich eignen, und erklärt, was man beachten sollte, wenn man Bodendecker als Rasenersatz nutzen möchte.

1. Polster-Thymian

Es gibt diesen typischen, krautigen Mittelmeer-Duft, der einen empfängt, sobald man am Urlaubsziel ankommt. Thymian duftet besonders markant und eignet sich perfekt als Bodendecker und Ersatz für Rasen. Die kriechenden Zwergformen unter den Thymian-Gewächsen erreichen nur eine Höhe von drei bis fünf Zentimetern und werden wegen ihrer frühen Blüte als „Thymus praecox“ bezeichnet.

Bodendecker: Polster-Thymian mit vielen violetten Blüten
Polster-Thymian leuchtet besonders intensiv an einem sonnigen Standort Foto: Getty Images

Die Duftpflanzen bilden schnell dichte Teppiche, daher der deutsche Name „Polster-Thymian“. Das rot, violett oder weiß leuchtende Blütenmeer ist im Garten eine einzige Augenweide. Wer den Bodendecker anstatt Rasen pflanzt, punktet doppelt. Denn aus den getrockneten Blättern der Sorten „coccineu“ und „albiflorus“ lässt sich ein heilsamer Tee zubereiten. Der Blütennektar bietet zudem vielen Insekten eine wichtige Nahrungsquelle.

Standort und Pflegetipps

Thymian ist sehr robust und pflegeleicht, Trockenheit und Hitze machen der niedrigen Staude kaum etwas aus. Thymian muss in der Regel nicht weiter gegossen oder gedüngt werden. Generell blüht das genügsame Gewächs besonders an einem sonnenverwöhnten und trockenen Standort im Garten auf, kommt aber auch gut mit Halbschatten zurecht.

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2. Fiederpolster

Unter den hier vorgestellten Bodendeckern macht das Fiederpolster eine Ausnahme: Es blüht nicht ganz so üppig. „Cotula dioica“ – so die botanische Bezeichnung – wartet jedoch mit einem ganz besonderen Vorteil auf. Den immergrünen, saftigen Blättern mit ihrer robusten, farnartigen Form machen selbst schwere Beine nichts zu schaffen. Bedeutet: Wer barfuß durch den Garten und über Fiederpolster wandelt, kann das leichte Kitzeln an der Fußsohle ganz ohne Reue genießen. Die Blätter richten sich von allein wieder auf.

Bodendecker: Fiederpolster mit grünen, gezahnten Blättern
Fiederpolster bildet mit seinen mattgrünen Blättern einen dichten Teppich Foto: Picture alliance/Zoonar

Standort und Pflegetipps

Sonnig bis halbschattig – so mag es das Fiederpolster im Garten am liebsten. Aber nicht nur mit hohen Temperaturen kommt die Staude gut zurecht, auch strenge Kälte bis minus 25 Grad Celsius verträgt sie gut. Einzig harte Wintersonne macht dem Gewächs mitunter etwas zu schaffen. Dagegen helfen Vlies und Laub als Sonnenschutz. Gepflanzt wird Fiederpolster am besten im Frühjahr, und das in nährstoffreicher Erde. Zur Anschubhilfe gibt man zusätzlich etwas reifen Kompost ins Pflanzloch. 20 bis 30 Zentimeter sind als Pflanzabstand ideal.

3. Stachelnüsschen

Man mag es bei dem Namen kaum glauben, aber auch das Stachelnüsschen schmeichelt den Füßen und ist zugleich ein echter Hingucker. Es gibt eine Reihe an Sorten, die mit dem stacheligen Fruchtschmuck und Blätterwerk besonders hervorstechen. „Acaena magellanica“ zeichnet eine blau-graue Laubfärbung aus. Braunrot leuchten dagegen die Blätter der Sorte „Kupferteppich“.

Stachelnüsschen: Stachelnüsschen mit roten, stacheligen Blüten
Im Herbst zeigt das Stachelnüsschen seinen schönen Fruchtschmuck Foto: Getty Images

Standort und Pflegetipps

Stachelnüsschen ist wie die anderen hier vorgestellten Bodendecker unkompliziert und benötigt wenig Pflege. Trockenphasen machen dem Rosengewächs kaum etwas aus, an einem sonnigen bis halbschattigen Standort gedeiht der Bodendecker besonders gut. Einige Dinge, wie Düngung oder Schnitt, sollte man bei der Staude dennoch beachten.

4. Teppichverbene

Auf diesem Bodendecker kann man wie auf Rasen sogar Fußball spielen, so robust und strapazierfähig ist Teppichverbene (Phyla nodiflora). Vor allem die schnell und flach wachsende Züchtung „Summer Pearls“ gilt als äußerst trittfest. Den Namen trägt die Pflanze nicht ohne Grund: Die zarten Blüten leuchten während des ganzen Gartensommers weiß oder rosa. Wo Teppichverbene wächst, kann man sich das Rasenmähen sparen. Die Pflanze erreicht nur eine Höhe von drei Zentimetern. Pro Quadratmeter pflanzt man fünf oder sechs Pflanzen.

Bodendecker: Teppichverbene mit zart rosafarbenen Blüten
Die immergrüne Teppichverbene bildet einen dichten, hitzeresistenten Teppich und zeigt zart duftende Blüten Foto: picture alliance / blickwinkel/F. Hecker

Standort und Pflegetipps

Die Züchtung „Summer Pearls“ stammt aus Japan und ist pflegeleicht und hitzeresistent. Selbst anhaltende Nässe oder ein Schädlingsbefall machen dem Bodendecker kaum etwas aus. Was die Pflanze allerdings nicht so gut verträgt, sind frostige Temperaturen. Als Pflanzabstand reichen drei bis sechs Pflanzen pro Quadratmeter. Teppichverbene ist wuchsfreudig und bedeckt eine Fläche innerhalb weniger Wochen. Unkontrolliert schießt die Pflanze jedoch schnell über das Ziel hinaus. Eine Wurzelsperre hilft, das Terrain einzugrenzen.

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Wie pflanzt man Bodendecker als Ersatz für Rasen?

Bevor man Bodendecker wie Thymian, Verbene oder Stachelnüsschen als Ersatz für den Rasen pflanzt, muss der Boden gut vorbereitet und von Unkräutern befreit werden. Es gibt verschiedene Methoden. Recht rabiat, aber effizient, ist das Abflammen des Wildwuchses. Die Methode bietet sich bei schwierigen Stellen an, beispielsweise zwischen Rasengittersteinen. Größere Flächen bereitet man hingegen wie folgt vor:

Rasen entfernen

Zuerst trägt man an den Stellen, wo die Bodendecker gepflanzt werden sollen, den alten Rasen ab. Dazu wird das Gras kurz gemäht. Mit einem Spaten sticht man daraufhin die Rasendecke oder Grasnarbe rund zehn Zentimeter senkrecht an und hebt sie aus.

Boden von Unkraut befreien

Die freigelegte Erdschicht – auch „Unterboden“ genannt – pflügt man anschließend sorgsam um. Dabei entfernt man auch Unkraut und restliche Wurzeln. Es lohnt sich, den Boden auch im Folgejahr sorgfältig zu lockern und von Unkraut zu befreien. Bodendecker danken das mit einem noch dichteren Wuchs und geben unerwünschten Wildkräutern keine Chance. Das spart später Arbeit.

Pflanzen und Wässern

In die gut vorbereitete Erde setzt man schließlich die Pflanzen. Geduldige Hobbygärtner können Bodendecker auch aussäen. Ob gesät oder gepflanzt: Anschließend gießt man die Erde gut an und hält sie in den ersten Wochen stets feucht. Die Wasserversorgung kann dann stetig verringert werden. Sobald sie tiefere Wurzeln geschlagen haben, brauchen viele sonnenhungrige und trockenresistente Bodendecker kaum noch gegossen werden.

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Anstatt Rasen verschiedene Bodendecker kombinieren

Nicht nur niedrig wachsende Stauden können als Bodendecker einen Rasen an schwierigen Stellen im Garten ersetzen. Interessante Akzente setzt man auch mit Farnen, Gräsern und flach wachsenden Rosen. Es gibt sogar einige Gehölze, die sich als Bodendecker eignen, etwa die robuste Teppichmispel (Cotoneaster dammerie).

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