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Bonsais für Anfänger – diese Sorten eignen sich besonders gut

Der Ficus Ginseng ist ein guter Bonsai für Anfänger
Der Ficus Ginseng ist ein klassischer Bonsai für Anfänger. Foto: Getty Images/Nico De Pasquale Photography
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Marike Stucke
Autorin

29. Dezember 2025, 6:17 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Ein Bonsai wirkt wie ein kleines Kunstwerk: filigran, elegant und scheinbar alterslos. Doch wer sich zum ersten Mal an diese besondere Pflanzenform herantraut, fragt sich vielleicht: Ist ein Bonsai nicht extrem anspruchsvoll? Die gute Nachricht: Viele pflegeleichte Arten eignen sich wunderbar für Einsteiger – solange Standort, Gießverhalten und Schnitt stimmen. Hier kommt ein kompakter Überblick zu Bonsais für Anfänger.

Was macht einen Bonsai eigentlich aus?

Der Begriff Bonsai bedeutet übersetzt „Baum in der Schale“. Ganz gleich, ob Ficus, Ahorn oder Kiefer – viele Pflanzenarten können als Bonsai kultiviert werden. Entscheidend ist nicht die Art, sondern die Form: Durch Schnitt, Drahten und die begrenzte Wurzelzone im Topf bleibt der Baum klein und wirkt wie ein Miniatur-Abbild seines großen Vorbilds.

Für Anfänger wichtig: Nicht jeder Bonsai ist hochkomplex. Einige Arten sind robust, wachsen gutmütig und verzeihen Pflegefehler.

Die besten Bonsais für Anfänger

Ficus Ginseng – der Klassiker für drinnen

Der Ficus ist der ideale Start-Bonsai.
Warum er so beliebt ist:

  • Sehr robust
  • Verzeiht unregelmäßiges Gießen
  • Kommt auch mit weniger Licht zurecht
  • Wächst schnell und ist gut formbar
  • Eignet sich perfekt für helle Wohnräume und ist damit eine gute Wahl für alle, die keinen Garten oder Balkon haben.

Chinesische Ulme – pflegeleicht und anpassungsfähig

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Die Chinesische Ulme ist ein Bonsai, der sowohl drinnen als auch draußen stehen kann – je nach Jahreszeit. Die Vorteile für Anfänger:

  • Verträgt Fehler beim Gießen besser
  • Sehr schnittverträglich
  • Bildet schön verzweigte Kronen
  • Relativ robust gegenüber Krankheiten
  • Sie liebt viel Licht, verträgt im Sommer aber auch direkte Sonne.

Zierapfel-Bonsai – für alle, die es dekorativ mögen

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Der Zierapfel ist ein Bonsai, der im Frühling Blüten, im Herbst sogar kleine Früchte tragen kann.
Warum er gut geeignet ist:

  • Anspruchslos
  • Winterhart und perfekt für draußen
  • Sehr hübsch durch Blüten und Mini-Äpfel
  • Nur drinnen mag er es nicht dauerhaft – er ist ein Outdoor-Bonsai durch und durch.

Wacholder-Bonsai – robust und formstark für den Garten

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Wer draußen Platz hat, kann es mit einem Wacholder versuchen.
 Seine Stärken:

  • Sehr widerstandsfähig
  • Auch für windige Standorte geeignet
  • Wächst langsam (praktisch für Anfänger)
  • Ideal zum klassischen Drahten
  • Wichtig: Der Wacholder braucht Sonne und steht am besten ganzjährig draußen.

Standort: Wo Bonsais sich wirklich wohlfühlen

Der richtige Standort ist entscheidend. Für Indoor-Bonsais (z. B. Ficus, Chinesische Ulme) gilt:

  • Heller Platz ohne direkte Mittagssonne
  • Keine Zugluft
  • Keine Heizungsnähe (trocknet aus)
  • Outdoor-Bonsais (Zierapfel, Fichte, Wacholder): Halbsonnig bis sonnig
  • Möglichst regengeschützt
  • Im Winter frosthart – aber die Schale muss z. B. mit Jute geschützt werden
  • Ein häufiger Fehler: Bonsais werden drinnen zu dunkel gestellt. Sie brauchen viel mehr Licht, als viele glauben.

Gießen bei Bonsais für Anfänger: Weniger komplex als gedacht

Gießen ist beim Bonsai entscheidend, aber nicht kompliziert:

  • Immer dann gießen, wenn die obere Erdschicht trocken ist.
  • Am besten tauchen statt nur von oben gießen: Der gesamte Topf wird kurz ins Wasser gestellt, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen (ähnlich wie bei Orchideen).
  • Danach gut abtropfen lassen, damit keine Staunässe entsteht.
  • Indoor-Bonsais benötigen je nach Temperatur 2–4 Wassergaben pro Woche.

Düngen: Kleine Bäume brauchen regelmäßige Nährstoffe

Weil ihr Wurzelraum und auch die Substratmenge sehr begrenzt sind, brauchen Bonsais während der Wachstumszeit (Frühling–Herbst) regelmäßig Dünger.

  • Flüssigdünger alle zwei Wochen oder
  • Spezieller Bonsai-Langzeitdünger alle 4–6 Wochen
  • Im Winter reduziert man die Menge – oder pausiert je nach Art ganz.
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Schnitt: Es muss nicht perfekt sein

Der größte Respekt vieler Anfänger gilt dem Schneiden. Dabei ist es unkomplizierter als gedacht:

  • Getrimmt wird nur der Neuaustrieb. 1–3 Blätter stehen lassen, den Rest zurückschneiden.
  • Dickere Äste formt man seltener, dafür gezielter.
  • Für Anfänger gilt: lieber vorsichtig und regelmäßig schneiden als zu selten und dann radikal.
  • Der Baum verzeiht kleine Fehler und wächst weiter.

Alle zwei bis drei Jahre umtopfen

Damit der Bonsai gesund bleibt:

  • Im Frühjahr umtopfen
  • Alte Erde entfernen, Wurzeln leicht kürzen
  • Drainage in die Schale legen (z. B. Lavasteine)
  • Spezielle Bonsai-Erde verwenden, nie normale Blumenerde!
Marike Stucke
Autorin

Kleiner Baum, große Wirkung

„Ich versuche, unser Zuhause so aufgeräumt und minimalistisch wie möglich zu halten – auch wenn es mit zwei Kindern oft eine Herausforderung ist. Der kompakte und reduzierte Wuchs eines Bonsais passt da viel besser, als beispielsweise eine ausladende Monstera. Da es sich um einen pflegeleichten Ficus Ginseng handelt, ist dieser Bonsai auch für mich als Anfängerin perfekt geeignet.“

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