Zucchini wachsen im Sommer oft schneller nach, als sie gegessen werden können. Umso ärgerlicher ist es, wenn die Früchte schon nach wenigen Tagen weich oder schrumpelig werden. Häufig liegt das nicht an der Zucchini selbst, sondern an Fehlern bei der Lagerung. Unter optimalen Bedingungen halten sich Zucchini in der Regel etwa ein bis zwei Wochen. Wer einige einfache Regeln beachtet, kann die Haltbarkeit deutlich verlängern. myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering erklärt, was man bei der Lagerung von Zucchini beachten sollte.
Fehler 1: Zucchini vor der Lagerung waschen
Nach der Ernte oder dem Einkauf werden Zucchini oft direkt abgespült, bevor sie in den Kühlschrank oder Vorratsschrank wandern. Für die Haltbarkeit ist das allerdings keine gute Idee. Bleibt Feuchtigkeit auf der Schale zurück, kann sie Schimmel und Fäulnis begünstigen. Zudem hält sich Gemüse grundsätzlich besser, wenn es möglichst trocken gelagert wird. Wer Erde oder Staub entfernen möchte, sollte die Früchte lediglich grob abbürsten. Gewaschen werden sie idealerweise erst unmittelbar vor der Zubereitung.
Fehler 2: Beschädigte Früchte aufbewahren
Kleine Druckstellen wirken zunächst harmlos, können die Haltbarkeit aber deutlich verkürzen. An verletzten Stellen haben Pilze und Bakterien leichtes Spiel, wodurch die Früchte schneller weich werden oder zu faulen beginnen. Deshalb lohnt es sich, Zucchini bereits beim Kauf oder nach der Ernte genau zu kontrollieren. Exemplare mit weichen Stellen, Rissen oder anderen Beschädigungen sollten möglichst zeitnah verarbeitet oder eingefroren werden. Für eine längere Lagerung eignen sich vor allem feste und unversehrte Früchte.
Fehler 3: Zucchini in luftdichten Plastiktüten lagern
Viele Menschen bewahren Gemüse in Plastiktüten auf, um es vor dem Austrocknen zu schützen. Bei Zucchini kann das jedoch nach hinten losgehen. In verschlossenen Beuteln sammelt sich Feuchtigkeit, die nicht entweichen kann. Dadurch entsteht ein feuchtes Klima, das Schimmel und Fäulnis fördert. Deutlich besser geeignet sind offene Behälter, Körbe oder Papierbeutel. So kann die Luft zirkulieren und überschüssige Feuchtigkeit wird nicht eingeschlossen.
Zucchini mögen es eher kühl und nicht heiß. Werden die Früchte in einer sonnigen Küche oder bei hohen Raumtemperaturen aufbewahrt, verlieren sie schneller Feuchtigkeit, werden schrumpelig und verderben früher. Ideal sind Temperaturen zwischen etwa 10 und höchstens 15 Grad, wie sie häufig in einer Speisekammer oder einem kühlen Keller herrschen. Fehlt ein solcher Lagerort, können Zucchini auch im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden. Dort bleiben sie in der Regel mehrere Tage bis zwei Wochen frisch, sofern sie trocken und unverpackt oder in einem luftdurchlässigen Beutel gelagert werden.
Fehler 5: Zucchini neben Äpfeln und anderem Obst lagern
Nicht jedes Obst und Gemüse verträgt sich bei der Lagerung. Zucchini reagieren empfindlich auf das Reifegas Ethylen, das von einigen Obstsorten in größeren Mengen abgegeben wird, schreibt der Landesverband Baden-Württemberg. Dazu zählen unter anderem Äpfel, Birnen oder Pfirsiche. Das Reifegas beschleunigt die Alterung der Früchte, sodass Zucchini schneller weich werden und an Qualität verlieren können. Wer die Haltbarkeit möglichst lange erhalten möchte, sollte Zucchini daher getrennt von Obst lagern, dass Ethylen bildet. Ein eigener Platz im Gemüsefach oder in der Speisekammer ist dafür ideal.
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