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Im Mai

Darum sind die Eisheiligen für Hobbygärtner so wichtig

Die Eisheiligen können gravierende Folgen für unsere Pflanzen haben
Die Eisheiligen können gravierende Folgen für unsere Pflanzen haben Foto: Getty Images
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Laura Graichen Redakteurin

8. Mai 2026, 13:01 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Die Eisheiligen bezeichnen fünf aufeinanderfolgende Tage im Mai, an denen es noch einmal deutlich abkühlen kann und sogar Frost möglich ist. Diese Kälteperiode kann Pflanzen schaden, weshalb Hobbygärtner größere Gartenarbeiten besser erst danach einplanen sollten. Um empfindliche Pflanzen nicht erneut schützen zu müssen, empfiehlt es sich daher, sie erst nach diesen Tagen ungeschützt ins Freie zu setzen.

Warum ist der Spätfrost so gefährlich?

Neben Spätfrost spricht man auch von Frühlingsfrost, der noch auftreten kann, nachdem der Winter schon lange vorbei ist. Aber was ist das Gefährliche daran? Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) handele es sich um einen Frost, der nach Beginn der Vegetationsperiode auftrete. Und genau deshalb stelle er ein großes Risiko im Garten dar. Denn die Pflanzen im Garten treiben nun schon, von der Frühlingssonne angeregt, aus. Manches blüht sogar schon. Daher können Spätfröste laut DWD insbesondere im Obst-, Gemüse- und Weinbau Schäden verursachen.

Dazu passend: Bringt Regen im Mai wirklich eine reiche Ernte?

Wann kann man Pflanzen nach draußen bringen?

Für Hobbygärtner heißt das: Frostempfindliche Pflanzen, gerade viele Gemüsesorten, werden am besten erst nach der möglichen Spätfrostphase in den Gartenboden gesetzt. Und kälteempfindliche Topfpflanzen, die den Winter im Haus eingelagert waren, werden nur dann schon ins Freie getragen, wenn es warm genug ist. Oder zumindest zeitweise wieder ins Haus geholt oder mit einem Vlies für die frostige Nacht warm eingepackt.

Wann sind die Eisheiligen?

Das Ende der Spätfrost-Gefahr in Deutschland markieren traditionell die sogenannten Eisheiligen. Das sind die Gedenktage zu Ehren einiger Heiliger im Mai, nach denen statistisch betrachtet Minusgrade kaum noch vorkommen. Die Eisheiligen sind jedes Jahr an den gleichen Tagen. In Norddeutschland gelten Mamertus, Pankratius und Servatius (11. bis 13. Mai) als Eisheilige. Im Süden und Südosten des Landes werden neben Pankratius und Servatius auch Bonifatius (14. Mai) und die „Kalte Sofia“ (15. Mai) dazu gezählt.

Dazu passend: So schützt man seine Pflanzen vor den Eisheiligen

Welche Bauernregeln gibt es zu den Eisheiligen?

Um sie herum wurden in der Vergangenheit zahlreiche Bauernregeln überliefert, die die Gartenregel festhalten:

  • „Gehen die Eisheiligen ohne Frost vorbei, schreien die Bauern und Winzer juchhei“
  • „Pflanze nie vor der kalten Sophie“
  • „Pankraz und Servaz sind zwei böse Brüder, was der Frühling gebracht, zerstören sie wieder“
  • „Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost“
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Wie sicher sind die Eisheiligen?

Es zeigt sich immer wieder, dass diese Tage nur eine grobe Orientierung für möglichen Spätfrost bieten. In den vergangenen Jahren kam es teils zu starken Kälteeinbrüchen bis in den Mai hinein, die große Ernteausfälle verursacht haben. Zudem stehen heute deutlich präzisere, wissenschaftlich fundierte Wettervorhersagen zur Verfügung, auf die sich Gartenbesitzer besser verlassen können.

Und nach den Eisheiligen? Dann kann es richtig losgehen! Jeder, der bislang noch auf das Abebben der Frostgefahr gewartet hat, kann dann ansäen, pflanzen und die schweren Kübelpflanzen aus dem Haus in die Sonne tragen. Die Gartensaison hat endgültig begonnen!

So werden die Eisheiligen 2026

In diesem Jahr werden die Eisheiligen nach dem aktuellen Stand (07.05.2026) pünktlich sein, erklärt Jörg Riemann von der Wettermanufaktur auf myHOMEBOOK-Anfrage. „Die Eisheiligen kommen nicht aus dem Nichts, sie bahnen sich im Vorfeld an und genau in dieser Phase sind wir gerade“, erklärt der Experte. So streng wie in den vergangenen Jahren wird es aller Voraussicht nach in diesem Jahr aber nicht werden, entwarnt Riemann. „Es gibt voraussichtlich keinen Frost in der Luft. Im Boden kann es aber zu Frost kommen. Voraussetzung ist allerdings, dass wir klare Nächte haben.“ Besonders gefährdet seien in diesem Jahr Norddeutschland und Teile im Westen, wie Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz.

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