13. Mai 2026, 15:02 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Der Elefantenfuß (Beaucarnea recurvata) ist mit seinem verdickten Stamm und den geschwungenen Blättern ein echter Blickfang. Doch auch diese pflegeleichte Zimmerpflanze kann gelegentlich einen Schnitt vertragen. myHOMEBOOK-Gartenexpertin Franka Kruse-Gering erklärt, was man dabei beachten sollte und wie es geht.
Viele Pflanzenfreunde stellen sich früher oder später die Frage, ob und wie man einen Elefantenfuß schneiden sollte – so ging es mir auch vor einiger Zeit. Mein Elefantenfuß ist etwa 20 Jahre alt und hatte Thripse, die ich trotz mehrerer Versuche nicht loswerden konnte. Schließlich entschied ich mich, ihn zu beschneiden. Bei diesem Thema herrscht allerdings oft Unsicherheit: Ist ein Rückschnitt überhaupt notwendig? Und wenn ja, wie geht man dabei richtig vor, ohne der Pflanze zu schaden? In diesem Artikel werfe ich einen genauen Blick auf das Thema und zeige Schritt für Schritt im Video, was es beim Schneiden zu beachten gibt und wie meine Geschichte geendet hat.
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Muss man einen Elefantenfuß schneiden?
Grundsätzlich ist das Schneiden eines Elefantenfußes nicht unbedingt nötig. Es kann jedoch vorkommen, dass die Pflanze krank ist, ungleichmäßig wächst oder sogar von Schädlingen befallen ist, gegen die man nichts ausrichten kann. In diesen Fällen würde ich empfehlen, den Elefantenfuß zu schneiden. Bei noch jungen Pflanzen kann man durch einen Schnitt auch die Verzweigung anregen.
Der Elefantenfuß ist eine sehr langsam wachsende Pflanze, daher sollte man sich gut überlegen, ob man ihn schneiden möchte. Es dauert lange, teils Monate, bis neue Triebe sprießen.
Das sollte man beim Schneiden beachten
Die Pflanze ist nicht wirklich nachtragend, daher kann man beim Schnitt ruhig etwas großzügiger sein. Man sollte jedoch nicht zu nah am Stamm schneiden. Eine gute Handbreit unterhalb der Blätter ist empfehlenswert.
Der Schnitt sollte möglichst gerade erfolgen, damit die entstehende Wunde so klein wie möglich bleibt. Ebenso spielt der richtige Zeitpunkt eine wichtige Rolle: Am besten schneidet man im Frühjahr, wenn sich der Elefantenfuß in der Wachstumsphase befindet oder kurz davorsteht. So kann sich die Pflanze besonders gut vom Rückschnitt erholen.
Im Herbst und Winter sollte man auf keinen Fall schneiden, da die Pflanze in der Winterruhe ist. Wichtig sind sauberes und vor allem scharfes Schneidewerkzeug. Ich habe eine Gartenschere benutzt, die auch dickere Äste problemlos teilen kann.
Das passiert nach dem Schnitt
Nach dem Abtrennen der Äste tritt meist „Blut“ aus, also Pflanzensaft. Man muss darauf achten, dass die Schnittstellen trocken bleiben, da sie sonst faulen könnten. Auch sollte man nicht über die Schnittstellen gießen. Ein Abdecken ist ebenfalls nicht ratsam. Ich habe sie einfach an der Luft trocknen lassen.
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Das braucht der Elefantenfuß, um sich zu erholen
Ein Schnitt bedeutet immer Stress. Nachdem ich meinen Elefantenfuß geschnitten hatte, habe ich ihm einen warmen, hellen Platz im Wohnzimmer gegeben, allerdings keine direkte Sonne. Nun ist Geduld gefragt. Da die Pflanze sehr langsam wächst, kann es Monate dauern, bis neue Triebe sprießen.
Monate der Ungewissheit
Nach dem Schnitt war ich lange aufgeregt und unsicher, ob ich wirklich alles richtig gemacht hatte. Ich weiß, dass es Monate dauern kann, bis der Elefantenfuß erneut austreibt, aber wirklich wahrhaben will man es nicht. Geschnitten habe ich im Mai, und die ersten grünen Blätter entdeckte ich im Dezember. Gedanklich hatte ich meine Pflanze bereits abgeschrieben – und dann kam die große Überraschung.
Leider ist es bisher dabei geblieben. Im vergangenen halben Jahr hat sich das Blattwerk an meinem Elefantenfuß nicht verändert. Ich hoffe jetzt das Beste und darauf, dass er in diesem Frühjahr und Sommer wieder mehr Blätter bildet.

