9. September 2025, 6:11 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Tomaten gehören zu den beliebtesten Gemüsepflanzen im eigenen Garten oder auf dem Balkon – auch wenn sie alles andere als pflegeleicht sind. Die anspruchsvollen Pflanzen machen schnell deutlich, wenn ihnen etwas nicht passt. Ein typisches Warnsignal: Rollen sich die Blätter der Tomaten ein, kann das verschiedene Ursachen haben.
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1. Wasserstress
Sowohl zu wenig als auch zu viel Wasser können bei Tomaten Stress auslösen. Rollen sich die Blätter schlauchförmig nach oben ein und wirken schlaff, ist das ein Hinweis dafür, dass die Pflanze mehr Wasser benötigt. Auch trockenes Substrat deutet darauf hin, dass man die Tomatenpflanze schleunigst gießen sollte. Nach einer durchdringenden Wassergabe sollte sich die Pflanze sichtbar erholen.
Rollen sich die Blätter ein, wirken aber eher fest und weisen gelbliche Verfärbungen auf, kann das hingegen auf zu viel Wasser hindeuten. Bei Staunässe und darauffolgender Wurzelfäule riecht die Erde muffig. In diesem Fall die Gießkanne stehen lassen und gegebenenfalls die Pflanze in frische Erde setzen.
Um Wasserstress vorzubeugen, sollte man Tomaten selten, aber dafür tiefgründig gießen. Konkret bedeutet das: im Beet zwei- bis dreimal in der Woche und im Topf täglich bis alle zwei Tage gießen – je nach Wetterlage.
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2. Hitze, Sonne und Wind
Umweltbedingungen können ebenfalls dazu führen, dass sich die Blätter der Tomate einrollen. Solch physiologisch bedingtes Blattrollen kann man daran erkennen, dass sich vorwiegend die oberen Blätter tagsüber einrollen und abends wieder entspannen. Zudem weisen die Blätter keine weiteren Macken auf.
Um den Tomatenpflanzen zu helfen, kann Schatten während der Mittagssonne helfen. Zudem sollte man es beim Ausgeizen der Pflanzen nicht übertreiben und etwas Blattmasse stehen lassen. Bei der Standortwahl gilt: geschützt sollte er sein. Ein Windschutz kann helfen, wenn die Pflanzen bereits im Beet stehen.
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3. Nährstoffungleichgewicht
Ähnlich wie beim Gießen kann auch beim Düngen sowohl zu viel als auch zu wenig schädlich sein – und zu eingerollten Blättern bei der Tomate führen. Düngt man zu viel, kann Salzstress eine Folge sein. Die Wurzelspitzen werden durch den hohen Salzgehalt beschädigt. Weitere Symptome sind verbrannte Blattspitzen und eingerollte Blätter.
Eingerollte Blätter können ebenso eine Folge von zu viel Stickstoff sein. In diesem Fall sind die Blätter außerdem dunkelgrün, weich und die Pflanzen tragen wenig Blüten. Zu wenig Kalium erkennt man wiederum an hellen Blatträndern, einem schwachen Gewebe und eingerollten Blatträndern.
Bei einer Überdüngung sollte das Düngen für die nächsten ein bis zwei Wochen pausiert werden. Ein gründliches Spülen von Topfpflanzen kann ebenfalls hilfreich sein, um die Nährstoffe hinauszuspülen. Bei Mangelerscheinungen die nötigen Nährstoffe über spezielle Tomaten- oder Beerendünger hinzugeben.
4. Krankheiten und Schädlinge
Blattläuse, Tomatenrostmilbe, Spinnmilben – all diese Schädlinge können dafür verantwortlich sein, wenn sich die Blätter der Tomate einrollen. Um die Pflanze effektiv behandeln zu können, muss der Übeltäter korrekt identifiziert werden. Tomatenrostmilben sind besonders gefährlich, da sie meist zu spät bemerkt werden, um die Pflanze zu retten. Mit Raubmilben kann man sie bekämpfen. Blattläuse wird man hingegen mit einer selbst gemachten Brennnesseljauche bekämpfen. Eine Schmierseifenlösung hilft hingegen bei Spinnmilben.
Rollen sich die Blätter ein und verfügen zudem über ein auffälliges Mosaikmuster, kann das Tomatenmosaikvirus dahinterstecken. Befallene Pflanzen sollte man von gesunden fernhalten, da sich die Krankheit schnell verbreitet. Wichtig: Auf dem Kompost haben kranke Pflanzen nichts zu suchen. Besser ist die Entsorgung im Restmüll. Im Hochsommer kann zudem die Dürrfleckenkrankheit auftreten, zu erkennen an braunen Flecken und eingerollten Blättern, die von der Pflanze abgeworfen werden. Befallene Blätter gilt es zu entfernen. Die Pflanze sollte man zusätzlich mit Schachtelhalmbrühe einsprühen.

