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Sicherheit

Was man beim Bau eines privaten Bunkers beachten sollte

Wer sparen möchte, kann unter Umständen einen bestehenden Keller zu einem Bunker umbauen. Das ist häufig günstiger als ein kompletter Neubau
Wer sparen möchte, kann unter Umständen einen bestehenden Keller zu einem Bunker umbauen. Das ist häufig günstiger als ein kompletter Neubau Foto: Getty Images
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22. Juni 2026, 7:03 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Wenn man einen privaten Bunker bauen möchte, sollte man sich gut vorbereiten und ausreichend Zeit für die Recherche und Planung einplanen. Schließlich können die Kosten und Anforderungen je nach Grundstück, Größe und Ausstattung stark variieren. Hier erfährt man, worauf man achten sollte.

Genehmigung und Planung

Bevor man mit der Planung beginnt, muss für einen Bunker immer eine offizielle Baugenehmigung beantragt werden. Da ein Bunker als festes Gebäude gilt, weil er fest mit dem Boden verbunden ist, tief ins Erdreich gebaut wird und einer dauerhaften Nutzung dient, spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Bunker oder einen oberirdischen Schutzraum handelt. Welche Vorschriften gelten, hängt immer von der jeweiligen Landesbauordnung ab. Ausschlaggebend für ein solches Projekt sind außerdem die Größe des Bauvorhabens und die geplante Nutzung.

Nicht jeder Baugrund eignet sich für einen Bunker. Oft kann zu viel Grundwasser das Bauvorhaben erschweren oder sogar verhindern. Deshalb sollte man den Grundwasserspiegel frühzeitig prüfen lassen. Liegt er zu hoch, erschwert das die Planung und kann die Kosten in die Höhe treiben. Womöglich kann das Grundwasser sogar einen so starken Auftrieb erzeugen, dass man den Bunker zusätzlich sichern muss. Daher sollte ein Bunker unbedingt wasserdicht gebaut werden.

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Was kostet der Bau eines Bunkers?

Ein Bunker ist nicht günstig. Je größer der Schutzraum ist, desto teurer kann das Bauvorhaben werden. Auch die Ausstattung und der Standort können die Kosten zusätzlich in die Höhe treiben. Zudem kommt es darauf an, welche Materialien verwendet werden. Bei einem Bunker ist die Ausstattung meist hochwertig und besonders stabil. Häufig kommen Stahlbeton oder verstärkter Stahl zum Einsatz, die erheblich zur Sicherheit beitragen können. Darüber hinaus spielen die Festigkeit der Wände und die Beschaffenheit der Bodenplatte eine wichtige Rolle. Nicht zuletzt sollte man bedenken, dass ein nachträglicher Einbau in der Regel mehr kostet, als den Bunker bereits beim Hausbau in die Planung zu integrieren.

Auch kommt es darauf an, ob man den Bunker selbst baut oder bauen lässt. Zur Orientierung kann man verschiedene Bunker-Kostenrechner im Internet nutzen, die die Kosten grob abschätzen können. Für Standard-Stahlbeton fallen oft rund 350 Euro pro Quadratmeter an, während schwerer Stahlbeton etwa 800 Euro pro Quadratmeter kosten kann. Dazwischen liegen weitere Varianten wie verstärkter Stahlbeton oder eine zusätzliche Stahlauskleidung, die für mehr Schutz sorgen, aber auch die Kosten erhöhen kann.

Ebenso beeinflussen etwa die Wandstärke, die Belüftung, die Stromversorgung und ein möglicher Notausgang die Gesamtkosten. Wer sparen möchte, kann beispielsweise einen bestehenden Keller zu einem Schutzraum umbauen. Das ist häufig günstiger als ein kompletter Neubau.

Für kleine Bunker für zwei bis vier Personen muss man laut Experten mindestens 50.000 Euro einplanen. Für Bunker mit Platz für vier bis zehn Personen sollte man eher mit Kosten ab 100.000 Euro rechnen.

Belüftung im Bunker

Die Belüftung ist ein wichtiger Aspekt beim Bau eines eigenen Bunkers. Sie sorgt dafür, dass sich kein gefährliches Kohlendioxid ansammeln kann. Die bekanntesten Belüftungssysteme bestehen meist aus mehreren Komponenten. Eine konstante Frischluftzufuhr ist lebensnotwendig. Beim Atmen gibt man schließlich Kohlendioxid ab, das ohne ausreichende Lüftung nicht richtig abgeführt werden kann. Zudem können ohne geeignete Filter Schadstoffe von außen eindringen. Daher sollte man beim Bau des Bunkers Lüftungsschächte und Filteranlagen integrieren und sicherstellen, dass man die Belüftung im Notfall auch manuell betreiben kann.

Wie tief muss ein Bunker sein?

Wie tief ein Bunker gebaut werden sollte, hängt vom gewünschten Schutz ab. Einfache Schutzräume kann man oft im Keller oder nur wenige Meter unter der Erdoberfläche anlegen. Private Bunker baut man hingegen häufig in einer Tiefe von etwa drei bis zehn Metern.

Allerdings ist nicht nur die Tiefe entscheidend. Auch die Bauweise trägt wesentlich zur Sicherheit des Bunkers bei. Bei der Planung sollte man berücksichtigen, dass mit zunehmender Tiefe auch die Baukosten steigen können. Das liegt unter anderem daran, dass man mehr Erdreich ausheben muss und die Abdichtung gegen Feuchtigkeit und Grundwasser aufwendiger wird. Deshalb sollte man bereits vor Baubeginn prüfen, ob die gewünschte Tiefe auf dem Grundstück überhaupt sinnvoll und technisch möglich ist.

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Wie ist ein Bunker aufgebaut?

In der Regel besteht ein Bunker aus einer besonders stabilen Hülle aus Stahlbeton oder verstärktem Stahl. Je nach Größe kann man einen oder mehrere Räume als Aufenthaltsraum, Lagerraum oder Technikraum nutzen. Zudem gehört eine verstärkte Eingangstür zur Grundausstattung.

Wer den Bunker nicht individuell planen möchte, kann auf vorgefertigte Module zurückgreifen. Hersteller liefern diese auf das Grundstück und setzen sie anschließend in die vorbereitete Baugrube ein. Solche Systeme kann man häufig schneller installieren als einen komplett neu gebauten Bunker. Je nach Hersteller kann man zwischen verschiedenen Modellen wählen, die sich in Größe, Stabilität und Schutzwirkung unterscheiden.

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Wie wird ein Bunker gebaut?

Beim Bunkerbau beginnt man, ähnlich wie beim Hausbau, zunächst mit der Planung und holt die erforderlichen Genehmigungen ein. Anschließend hebt man eine Baugrube aus, erstellt ein Fundament und errichtet die Wände sowie die Decke.

Im nächsten Schritt dichtet man den Bunker gegen Feuchtigkeit und Grundwasser ab und installiert die technischen Systeme. Dazu gehören etwa die Belüftung, die Stromversorgung und gegebenenfalls ein Notausgang. Erst danach kann man den Bunker mit Erde überdecken und fertigstellen.

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