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So übersteht der Kühlschrank den Umzug ohne Schaden

Vor dem Umzug sollte der Kühlschrank komplett geleert, abgetaut und gut gesichert werden – so bleibt das Gerät auch beim Transport unbeschädigt
Vor dem Umzug sollte der Kühlschrank komplett geleert, abgetaut und gut gesichert werden – so bleibt das Gerät auch beim Transport unbeschädigt Foto: Getty Images
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5. Mai 2026, 6:03 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Ein Kühlschrank wiegt mehr, als er aussieht, und ist empfindlicher, als er wirkt. Beim Umzug rächt sich beides. Mit der richtigen Vorbereitung übersteht das Gerät den Transport ohne Schaden.

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Kühlschrank für den Umzug vorbereiten

Ein problemloser Umzug beginnt mit der Vorbereitung. Das gilt für klassische Standgeräte ebenso wie für Modelle mit No-Frost-Technik oder große Kühl-Gefrier-Kombinationen.

Erst ausräumen

Vor dem Umzug muss der Kühlschrank vollständig leer sein. Vorräte lagern in einer Kühlbox oder Isoliertasche zwischen. Da das Gerät am neuen Standort einige Zeit braucht, um die nötige Temperatur zu erreichen, lohnt es sich, in den Tagen vor dem Termin die Vorräte aufzubrauchen.

Dann abtauen

Klassische Kühlschränke mit Gefrierfach müssen vor dem Umzug abgetaut werden. Ohne Hektik gelingt das, wenn das Gerät zwei Tage vor dem Umzug vom Stromnetz getrennt wird und die Türen offenstehen.

Das Tauwasser fängt eine flache Schale vor dem Gerät auf, ergänzt durch Handtücher. Nach dem vollständigen Abtauen muss der Innenraum gründlich trocken gewischt werden. Sonst droht ein Feuchtigkeitsschaden, falls das Gerät länger ausgeschaltet bleibt.

Bei dicker Eisschicht helfen ein Ventilator vor der offenen Tür oder eine Schüssel mit heißem Wasser im Inneren. Vom oft genannten „Hausmittel“ Föhn ist abzuraten. Der plötzliche Temperatursprung kann die Beschichtung schädigen. No-Frost-Geräte sparen diesen Schritt: Im Inneren bildet sich keine Eisschicht. Je nach Modell genügt es, den Auffangbehälter für Kondensat zu leeren.

Und verpacken

Alle herausnehmbaren Teile gehören entnommen und separat verpackt. Dazu zählen:

  • Einlegeböden
  • Türfächer
  • Gemüseschubladen
  • Glasplatten

In Handtücher oder Luftpolsterfolie eingewickelt, überstehen die Teile den Umzug am besten. Viele Geräte haben an der Rückseite Plastikschlaufen, die das Stromkabel fixieren. Fehlen diese, erfüllt Paketklebeband den gleichen Zweck. Die Türen sichert ebenfalls Klebeband, damit sie sich beim Transport nicht öffnen und anschlagen. Die empfindliche Rückseite mit Leitungen und Kompressor schützt eine Decke oder ein Stück Karton. Umzugsunternehmen wickeln die Geräte in mehreren Lagen Stretchfolie ein. Das schützt vor Kratzern und hält alles fest.

Große Kühl-Gefrier-Kombis: schwer und sperrig

Side-by-Side-Geräte und French-Door-Modelle stellen beim Umzug die größte Herausforderung dar. Sie wiegen schnell 100 Kilogramm oder mehr. Ihre Abmessungen führen in engen Treppenhäusern zu Problemen.

Vor dem Mieten eines Transporters lohnt der Vergleich der Kühlschrankmaße mit der Ladefläche. Sonst drohen Überraschungen am Umzugstag. Das Gleiche gilt für Türbreiten oder den Platz im Aufzug am neuen Wohnort.

Die Kombigeräte sind nicht nur schwer, sondern auch unhandlich. Für den Transport durch das Treppenhaus sollte lieber eine Person mehr eingeplant werden als zu wenig. Vor dem Transport stellt sich die Frage nach einem Festwasseranschluss, etwa für einen Getränke- oder Eiswürfelspender. Dieser muss fachgerecht unterbrochen werden. Die Bedienungsanleitung erklärt, wie sich Restwasser korrekt ablassen lässt.

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Eine Frage der Position

Ein Kühlschrank gehört stehend transportiert. Reicht die Höhe des Laderaums dafür nicht, dann wenigstens so aufrecht wie möglich. Im Gerät befinden sich Schmieröl und Kühlmittel. Bei falscher Lage nehmen beide einen unerwünschten Weg durch den Kreislauf. Wird das Gerät zu früh wieder angeschaltet, drohen Schäden. Pfeile auf dem Originalkarton zeigen die richtige Position an.

Lässt sich eine stehende oder leicht schräge Position nicht umsetzen, kommt der Kühlschrank notfalls auf eine Seite. Auf keinen Fall auf die Rückseite: Dort sitzen die empfindlichsten Bauteile. Im Transporter polstern alte Decken oder Umzugsdecken das Gerät zusätzlich ab und fixieren es.

Nach dem Umzug bitte nicht sofort einschalten

Steht das Gerät am neuen Platz, gilt das Gleiche wie nach dem Auspacken eines Neugeräts. Eine Wasserwaage kontrolliert den Stand. Bei Schieflage justieren die Stellschrauben an den Füßen nach.

Außerdem müssen die Flüssigkeiten im Gerät zur Ruhe kommen und dorthin zurückfließen, wo sie hingehören. Erst nach dieser Pause darf das Gerät ans Netz. Wie lange die Pause dauert, hängt vom Transport ab. Stand der Kühlschrank dabei aufrecht und wurde kaum geneigt, fällt sie kürzer aus. Bei modernen Geräten genügen zwei bis vier Stunden.

Anders sieht es nach einem liegenden Transport aus. Dann sind Kühlmittel und Ölkreislauf durcheinandergeraten. In diesem Fall ruht das Gerät besser einen ganzen Tag. Erst danach kommen die Vorräte zurück in den Kühlschrank.

Genügend Helfer einplanen

„Beim Umzug meiner Tochter trat genau jener Fall ein, der eigentlich vermieden werden sollte: Ausgerechnet an diesem Tag war der Lift defekt. Ihr Side-by-Side-Kühlschrank hätte zwar problemlos in die Kabine gepasst, doch so blieb für den Transport vom dritten Stock zum Lieferwagen nur die Handarbeit. Daraus ergibt sich eine dringende Empfehlung: lieber zwei helfende Hände mehr einplanen. Zu viert ließ sich das Gerät zwar bewegen, anstrengend war es trotzdem. Sofern das Budget es zulässt, ist es ohnehin die bessere Wahl, einen solchen Job an Profis zu übergeben.“

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