22. Februar 2026, 6:13 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Ein Urinal im eigenen Bad kennt man bisher vor allem aus öffentlichen Gebäuden. In modernen Neubauten wird es inzwischen jedoch immer häufiger eingeplant. Das liegt nicht nur an der Technik, sondern auch am Design: Viele Modelle wirken mittlerweile sehr zurückhaltend, dass man sie problemlos in die Badgestaltung integrieren kann.
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Entlastung im Alltag
Wer in einer großen Familie aufgewachsen ist, kann sich bestimmt an solche Szenen erinnern: Steht man morgens zu spät auf, wartet vor dem Badezimmer oft schon die nächste Person. Ein Urinal hätte den Ablauf deutlich stressfreier gestalten können, sofern es in einem separaten Raum untergebracht ist. Das Urinal hat folgenden Vorteil: Wenn sich mehrere Personen ein Badezimmer teilen, sorgt ein zusätzlicher Platz für mehr Ruhe, besonders morgens und abends, wenn alle gleichzeitig ins Bad wollen. Zudem bleibt das WC für andere frei, man spart Zeit, es gibt weniger Reibereien und man startet entspannter in den Tag.
Auch als Paar kann ein Urinal in einer gemeinsamen Wohnung vorteilhaft sein, vor allem dann, wenn Toilette und Urinal in separaten Räumen untergebracht sind. So hat man die Möglichkeit, beim Duschen, Baden oder Schminken ungestört zu bleiben, während der kurze Gang zum Urinal unkompliziert erledigt werden kann. Ganz ehrlich: Nicht jeder Mann setzt sich gern auf die Toilette; viele bevorzugen es, sie im Stehen zu benutzen. Da stellt sich die Frage: Warum dann nicht gleich ein Urinal anschaffen?
Außerdem hat man einen eigenen Bereich, den man jederzeit schnell und ungestört nutzen kann. Unterschiedliche Gewohnheiten – wie das Urinieren im Stehen, werden im Alltag gar nicht erst zum Thema, und das Bad gewinnt ein Stück zusätzlichen Komfort. In einem Singlehaushalt spielt ein Urinal dagegen kaum eine Rolle, es sei denn, man legt besonderen Wert darauf.
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Weniger Wasserverbrauch
Auch beim Wasserverbrauch kann ein Urinal punkten. Pro Nutzung benötigt es erfahrungsgemäß deutlich weniger Wasser als eine klassische Toilette. Wasserlose Modelle kommen sogar ganz ohne Spülung aus. Wird es regelmäßig genutzt, lässt sich der Wasserverbrauch im Alltag spürbar senken. Verwendet man es hingegen nur selten, sind die finanziellen Vorteile kaum bemerkbar. In einem Haushalt mit mehreren Familienmitgliedern ist der Spareffekt dagegen deutlich größer.
Unterschiedliche Designs
Es gibt Urinale, die ohne Wasser und ohne Spülung funktionieren. Im Inneren sorgt eine spezielle Sperrflüssigkeit oder ein mechanisches System dafür, dass keine Gerüche nach außen dringen. Dadurch spart man bei jeder Nutzung mehrere Liter Wasser.
Modelle mit Wasserspülung arbeiten ähnlich wie ein WC. Man kann sie per Taste auslösen oder über einen Sensor automatisch spülen lassen. Das ist vor allem aus hygienischen Gründen sehr beliebt.
Inzwischen bieten einige Hersteller auch Urinale mit Deckel an. Durch die geschlossene Form wirken sie vertrauter und fügen sich besser in die Badgestaltung ein. Gleichzeitig bleiben Gerüche stärker im Inneren. Hochwertige Deckel mit Soft-Close-Funktion schließen langsam und leise, was den Komfort zusätzlich erhöht.
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Kosten und regelmäßige Wartung
Neben dem Platz spielen auch die Kosten eine Rolle. Für das Urinal selbst muss man, je nach Modell, mehrere hundert Euro einplanen. Hinzu kommen die Ausgaben für den Einbau. Bei wasserlosen Varianten sollte man außerdem beachten, dass Kartuschen oder Sperrflüssigkeit regelmäßig erneuert werden müssen.
Ob sich diese Investition lohnt, zeigt sich erst im Alltag. Nutzen mehrere Personen das Bad täglich, kann ein Urinal den Komfort deutlich erhöhen und gleichzeitig Wasser sparen. Wird es hingegen selten benutzt, lohnt es sich weniger und bleibt eine zusätzliche Ausstattung ohne großen Effekt.
Wie bereits erwähnt, entscheidet am Ende die eigene Wohnsituation. Ist ausreichend Platz vorhanden und teilt man sich das Bad mit anderen Familienmitgliedern, kann ein Urinal den Ablauf spürbar erleichtern. In kleinen Bädern oder bei geringer Nutzung ist ein Pissoir jedoch nicht unbedingt notwendig.
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Passt ein Urinal in jedes Bad?
Ob ein Urinal überhaupt installiert werden kann, hängt oft vom Grundriss ab. Man benötigt einen Wasseranschluss, einen Abfluss sowie ausreichend Raum davor, mindestens 60 Zentimeter. In großen Bädern lässt sich das problemlos einplanen. In kleinen Räumen ist hingegen jeder zusätzliche Zentimeter kostbar und möglicherweise nicht für ein Urinal verfügbar.
Ebenso wichtig ist der Standort im Bad. Wird das Urinal nicht direkt ins Sichtfeld gerückt oder durch eine halbhohe Wand abgetrennt, kann das Gesamtbild ruhiger wirken. In gut geplanten Bädern kann es, richtig positioniert, sogar wie ein dezentes Wandelement erscheinen.
Alles Gewöhnungssache?
„Urinale sind im klassischen Badezimmer zwar noch keine Selbstverständlichkeit, gerade deshalb sieht man sie in älteren Wohnungen nur selten. Man muss sich an sie gewöhnen, das steht fest. Doch in Neubauten finden sie mittlerweile immer häufiger ihren Platz, und die Nachfrage wächst stetig. Letztlich entscheiden die persönliche Wohnsituation und die individuellen Bedürfnisse, ob ein Urinal sinnvoll oder notwendig ist.“