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Brennholz-Alternative?

Darf man Bambus im Kamin verbrennen? Expertin hat klare Meinung

Bambus wuchert und man weiß oft nicht wohin damit. Darf man ihn im Kamin verbrennen?
Bambus wuchert und man weiß oft nicht wohin damit. Darf man ihn im Kamin verbrennen? Foto: Getty Images/beekeepx
Franka Kruse-Gering
Redakteurin

29. Oktober 2026, 6:34 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wer Bambus im Garten hat, muss die schnell wachsende Pflanze häufig zurückschneiden. Dabei können mit der Zeit einige dicke, verholzte Halme zusammenkommen. Statt diese zu entsorgen, könnte man auf die Idee kommen, sie wie Brennholz im Kamin oder Holzofen zu verwenden. Doch Bambus ist dafür nicht vorgesehen. Und auch unabhängig von der rechtlichen Lage gibt es einen guten Grund, die Halme nicht ins Feuer zu geben.

Darf man Bambus im Kamin verbrennen?

Dass Bambushalme teilweise stark verholzen, macht sie noch lange nicht zu klassischem Brennholz. Genau das ist für die Verwendung im heimischen Kaminofen entscheidend.

„Bambus ist nach der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV) kein zulässiger Brennstoff für einen üblichen, mit Scheitholz betriebenen Kaminofen oder offenen Kamin“, erklärt Iris Dohmen vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks auf Nachfrage von myHOMEBOOK.

Der entscheidende Unterschied liegt bereits in der Pflanze selbst. Bambus sieht zwar aufgrund seiner festen und verholzten Halme teilweise wie Holz aus, gehört botanisch jedoch zu den Gräsern. Entsprechend darf er in einem üblichen, für Scheitholz vorgesehenen Ofen nicht einfach anstelle von Brennholz verwendet werden.

Warum Bambusrohre beim Verbrennen gefährlich werden können

Nicht nur die fehlende Zulässigkeit spricht gegen Bambus im Kamin. Die besondere Struktur der Halme kann beim Erhitzen zum Problem werden. Bambusrohre sind in einzelne Abschnitte unterteilt, zwischen denen sich abgeschlossene Hohlräume befinden können.

„Bei ganzen Bambusrohren kann ein technisches Risiko hinzukommen. Die Knoten können abgeschlossene Hohlräume bilden. Beim Erhitzen können sich darin Druck und Wasserdampf aufbauen, sodass die Halme mit einem Knall aufplatzen“, erklärt Dohmen. Das Aufplatzen ist dabei nicht nur laut. „Dabei können Glut und brennende Teilchen herausgeschleudert werden“, warnt die Expertin.

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Macht es einen Unterschied, ob Bambus frisch oder trocken ist?

Beim Brennverhalten spielt der Zustand der Pflanze durchaus eine Rolle. Frisch geschnittene Halme enthalten noch vergleichsweise viel Feuchtigkeit. „Frischer Bambus enthält viel Feuchtigkeit, die den nutzbaren Energieertrag verringert und eine unvollständige Verbrennung begünstigen kann“, so Dohmen.

Auch abgestorbene Bambushalme sind nicht zwangsläufig ausreichend trocken. Für die entscheidende Frage, ob sie im Scheitholzofen verbrannt werden dürfen, spielt das letztlich ohnehin keine Rolle. „An der fehlenden Zulässigkeit im üblichen Scheitholzofen ändert der Trocknungszustand nichts“, stellt die Expertin klar.

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Welche Folgen kann Bambus für Kamin und Schornstein haben?

Beim Verbrennen von Bambus können zudem Rückstände entstehen, die für Kamin und Schornstein problematisch sind. „Bei ungünstiger Verbrennung können Ruß und brennbare Ablagerungen entstehen und damit das Risiko eines Schornsteinbrandes erhöhen“, erklärt Dohmen.

Hinzu kommen mögliche Rückstände durch die Zusammensetzung der Pflanze. „Je nach Bambusart können außerdem Asche und mineralische Inhaltsstoffe Ablagerungen oder Korrosion begünstigen.“

Bambus unterscheidet sich damit nicht nur botanisch von klassischem Brennholz. Auch sein Verbrennungsverhalten und mögliche Rückstände sprechen dagegen, ihn als Brennholzersatz zu nutzen.

Das raten Schornsteinfeger

Wer nach einem kräftigen Rückschnitt viele Bambushalme übrig hat, sollte sie deshalb nicht im Kamin entsorgen. Iris Dohmen rät dazu, sich an die für den jeweiligen Ofen vorgesehenen Brennstoffe zu halten: „Unser Rat aus dem Schornsteinfegerhandwerk: Verwenden Sie ausschließlich die für Ihren Ofen vorgesehenen Brennstoffe. Bambusschnitt ist bei der örtlichen Grüngutannahme besser aufgehoben.“

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