30. Mai 2026, 9:18 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Erdbeeren sind vermutlich die süßeste Versuchung, seit es Obst gibt. Vor allem im Sommer sind sie als fruchtiger Snack und kleine Erfrischung beliebt. Doch was, wenn das Obst erste weiche Flecken aufweist und dann nicht mehr genießbar erscheint? Ob Erdbeeren mit Druckstellen noch essbar sind, erklärt dieser myHOMEBOOK-Artikel.
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Sommerzeit ist Erdbeerzeit
Die Erdbeersaison beginnt hierzulande üblicherweise im Mai und endet Ende Juli. Durch klimabedingt höhere Temperaturen können erste Früchte regional auch schon im April geerntet werden. Im Supermarkt herrscht inzwischen das ganze Jahr lang Erdbeerzeit, doch das ist eine andere Geschichte. Frisch vom Feld gepflückt, schmecken Erdbeeren immer noch am besten.
Doch auch die süßeste Frucht hat einmal ihre besten Zeiten hinter sich. Oft beginnt es bei der Lagerung mit Druckstellen. Erdbeeren werden meist in Schälchen aus Plastik oder Pappe verkauft. Zu Hause wird das Obst dann möglicherweise in Schüsseln umgelagert. Spätestens dann leidet die empfindliche Oberfläche. Es beginnt die Zeit des Verderbens, weil die Druckstellen Schimmelsporen und anderen Mikroorganismen als Einfallstor dienen.
Bei Schimmel entsorgen
Aber sind Erdbeeren mit Druckstellen noch essbar? Dazu hat myHOMEBOOK beim Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) nachgefragt. „Verdorbene Erdbeeren erkennen Sie an Schimmel oder dunklen, weichen Stellen. Auch matschige Erdbeeren sollten komplett entsorgt werden, da sich aufgrund des hohen Wasseranteils die Schimmelsporen unsichtbar in der gesamten Frucht ausbreiten können“, antwortet Harald Seitz, Pressesprecher beim BZfE.
Kleine schimmelige Stellen also großflächig wegschneiden? Auf gar keinen Fall, rät der BZfE-Pressesprecher: „Es genügt nicht, die betroffenen Stellen oder ein Stück Stiel, das Schimmel aufweist, abzuschneiden. Auch die umliegenden Früchte könnten bereits infiziert sein.“
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Leichte Schäden unproblematisch
Wenn eine Erdbeere nur leichte Druckstellen aufweist oder etwas matschig ist, kann die Frucht noch eine Zweitkarriere als Genussmittel starten. „Leicht beschädigte, angedrückte, aber genießbare Früchte einfach unter Joghurt mixen oder als Püree in Eiswürfelbehältern einfrieren“, hat Harald Seitz passende Ideen parat, um angematschte Früchte für den späteren Verzehr weiterzuverwenden.
Wie schon oben angedeutet, ist für die Haltbarkeit von Erdbeeren die Lagerung von enormer Bedeutung. Die rote Hülle ist äußerst empfindlich. Daher ist Sorgfalt angebracht, um die Genussqualität möglichst lange zu erhalten.
Am besten lagern Erdbeeren laut dem Experten dunkel und kühl, am besten im Gemüsefach des Kühlschranks. Außerdem sollten die Früchte ungewaschen mit Stiel und Kelchblättern aufbewahrt werden. „Das verlängert die Haltbarkeit“, erläutert der Pressesprecher vom BZfE.
Doch selbst bei größter Sorgfalt leidet der Genuss schon nach kurzer Zeit. „Frische Erdbeeren halten im Kühlschrank knapp zwei Tage“, weiß Harald Seitz, kennt allerdings Tricks, um die Frische länger zu konservieren. „Wer die Haltbarkeit verlängern möchte, kann die Früchte einfrieren.“
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Profi-Tipp: Einfrieren
Dabei sind ein paar Dinge zu beachten. „Die Erdbeeren vor dem Einfrieren gründlich unter fließendem Wasser reinigen und vollständig trocknen. Dann am besten die gewaschenen und getrockneten Früchte einzeln auf einen Teller legen und abgedeckt für etwa zwei Stunden ins Gefrierfach stellen. Erst danach die Erdbeeren in einen Gefrierbeutel umfüllen und zurück ins Gefrierfach legen.“ Dadurch werden Druckstellen vermieden. Zudem kleben die Früchte nicht aneinander, was beim Auftauen problematisch werden könnte. Auf diese Weise eingefrorene Erdbeeren behalten ihr Aroma bis zu zehn Monate. Wer also beim nächsten Besuch auf dem Erdbeerfeld etwas mehr Früchte sammelt, kann die Erdbeersaison durch Einfrieren über den Juli hinaus verlängern.
Ansonsten sollten Erdbeeren streng getrennt von anderem Obst gelagert werden. Die Früchte reagieren auf Ethylen-Ausgasungen, wie sie unter anderem Äpfel absondern. Dadurch wird der Reifeprozess der Erdbeeren beschleunigt, in der Folge verkürzt sich die Haltbarkeit.