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4 Fehler beim Anlegen von Notfallvorräten

Notfallvorrat
Beim Zusammenstellen eines Notfallvorrates sollte man auf einige Dinge achten Foto: Getty Images/iStockphoto/fcafotodigital
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Felix Mildner
Redaktionsleiter

9. Februar 2026, 17:04 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Volle Regale, jederzeit einkaufen gehen – daran haben wir uns gewöhnt. Doch was passiert, wenn Schnee, Eis oder ein längerer Stromausfall den Weg zum Supermarkt unmöglich machen? Genau für solche Situationen ist ein gut geplanter Lebensmittelvorrat entscheidend. myHOMEBOOK zeigt, welche klassischen Fehler beim Anlegen von Notfallvorräten immer wieder passieren – und worauf es wirklich ankommt.

1. Der Zeitraum wird unterschätzt

Einer der häufigsten Fehler ist eine zu knappe Planung. Viele legen Vorräte nur für wenige Mahlzeiten an. Dabei empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) einen deutlich längeren Zeitraum. „Sie sollten sich für möglichst zehn Tage selbst versorgen können“, rät die Behörde. Das bedeutet allerdings auch, dass entsprechend viele Lebensmittel benötigt werden. „Aber auch ein Vorrat für zumindest drei Tage hilft schon sehr“, ergänzt das BBK. Wer klein anfängt, kann den Notfallvorrat schrittweise aufstocken.

Mehr dazu: Welche Notfallvorräte man zu Hause haben sollte

2. Zu wenig Wasser eingeplant

Essen ist wichtig, doch Flüssigkeit ist im Notfall noch entscheidender. Dennoch wird der Getränkevorrat häufig zu gering angesetzt. „Ein Mensch kann unter Umständen drei Wochen ohne Nahrung auskommen, aber nur vier Tage ohne Flüssigkeit“, heißt es seitens des BBK. Gerade wenn das Leitungswasser ausfällt, ist ein ausreichender Wasservorrat unverzichtbar. Denn ein erwachsener Mensch benötigt mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit am Tag.

Dabei sollte man bedenken, dass man Wasser nicht nur zum Trinken benötigt. „Wenn man kochen möchte, sollte man 0,5 Liter Wasser zusätzlich einplanen.“ Ergänzend kann man auch Fruchtsäfte oder andere Getränke berücksichtigen.

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3. Die falschen Lebensmittel

Ein weiterer Fehler liegt in der Zusammenstellung der Vorräte. Wer ausschließlich auf einzelne Produkte setzt, ist schlecht beraten. Besonders kritisch sieht die Prepper-Expertin Alina Mandel beliebte, aber einseitige Mahlzeiten wie Dosenravioli. „Das hat keinen Nährwert“, stellte sie in einem früheren Interview mit myHOMEBOOK klar. Ihre Empfehlung: „Nehmen Sie lieber Bohneneintopf.“

Bei Nudeln ist die Expertin generell skeptisch. „Wenn man es runterrechnet auf den Nährwert, ist es ein Teig aus Mehl und Wasser, der hauptsächlich aus Kohlenhydraten besteht. Das funktioniert nicht, um den Körper gesund zu halten“, erklärt die Prepperin.

Das BBK rät zudem bei der Auswahl der Lebensmittel zu folgenden Kriterien:

  • Haltbarkeit: Lebensmittel, die man nicht kühlen muss, sind im Vorteil, falls Kühlschrank und Gefriertruhe bei einem Stromausfall nicht mehr funktionieren.
  • Verzehrfertig: Produkte, die nicht gekocht werden müssen, lassen sich auch ohne funktionierenden Herd nutzen.
  • Kurze Kochzeit: Speisen, die mit wenig Energie zubereitet werden können, sind hilfreich, wenn auf Gaskocher oder Grill ausgewichen werden muss.
  • Individuelle Bedürfnisse: Allergien, Essgewohnheiten sowie Vorräte für Kinder oder Haustiere sollte man bei der Planung berücksichtigen.

Passend dazu: Diese Lebensmittel sind fast unbegrenzt haltbar

4. Vorräte falsch gelagert

Selbst gut ausgewählte Lebensmittel nützen wenig, wenn man sie falsch lagert. Auch hier schleichen sich häufig Fehler ein. Das Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg empfiehlt unter anderem:

  • Neue Einkäufe nach dem „First-in-first-out-Prinzip“ einräumen, damit ältere Vorräte zuerst verbraucht werden. Heißt: Die neuen Lebensmittel kommen nach hinten ins Regal, die bestehenden nach vorn.
  • Selbsteingemachte Lebensmittel mit Herstellungsdatum, Menge und Bezeichnung beschriften.
  • Konservendosen und Eingemachtes im Glas nur unversehrt lagern und vor dem Verzehr Geruch, Aussehen und Konsistenz prüfen.
  • Vorratsschädlingen vorbeugen, da auch haltbare Lebensmittel nicht vollständig vor Befall geschützt sind. Hier bieten sich etwa Vorratsdosen an, die aber auch möglichst dicht sein sollten.

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