27. November 2025, 13:01 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Jedes Jahr aufs Neue beschlagen die Fenster in der Winterzeit. Das Kondenswasser sollte man auf jeden Fall vermeiden, um Schimmel in der Wohnung zu vermeiden. Warum die Fenster beschlagen und was man dagegen tun kann, erklärt myHOMEBOOK.
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Übersicht
Was kann man gegen das Beschlagen der Fenster tun?
Beobachtet man, dass sich Kondenswasser an der Innenseite der Fenster sammelt, empfiehlt es sich, dieses zunächst mit einem Tuch gründlich trocken zu wischen. Das Holz des Fensterrahmens sollte man dabei nicht mit heißer Luft, wie der eines Föhns, trocknen. Denn Wärme fördert die Bildung des Kondenswassers.
Anschließend sollte man seine Wohnung regelmäßig für gut fünf bis zehn Minuten lüften. Dabei nicht vergessen, die Heizung herunterzudrehen. Das regelmäßige Lüften der Räume ist ebenfalls eine geeignete Maßnahme zur Prävention des Beschlagens der Fensterscheiben. Auf diese Weise tauscht man die feuchte, warme Luft mit kalter, trockener Luft aus. Um Kondenswasser zu minimieren, kann man sich an den folgenden Tipps orientieren:
- Man sollte am Tag zwei- bis viermal lüften. Das Ankippen der Fenster erzielt nicht den gewünschten Effekt, sondern erhöht nur die Heizkosten. Besser ist es, die Fenster und Türen weit zu öffnen. Durchzug ist hier nämlich erwünscht.
- Hand in Hand geht damit das richtige Heizen der verschiedenen Räume. Dabei ist es sinnvoll, wenn das Schlafzimmer eine Temperatur von 18 Grad Celsius aufweist. Hier hält man sich in der Regel nur zum Schlafen auf.
- Um sicherzugehen, dass sich kein Kondenswasser am Fensterrahmen bildet, kann man zusätzlich Luftentfeuchter aufstellen. Diese sind in Drogeriemärkten erhältlich. Alternativ kann man auch Salz oder Katzenstreu in einer Schale an das Fenster stellen.
Warum beschlagen Fenster von innen?
Oberflächen beschlagen immer dann, wenn eine hohe Luftfeuchtigkeit besteht und tiefe und hohe Temperaturen aufeinanderstoßen. Eine hohe Luftfeuchtigkeit entsteht in der Wohnung durch die verschiedensten Gründe. Dazu zählen unter anderem das Atmen und das Schwitzen von Mensch und Tier, der Gebrauch von Wasch- und Spülmaschine oder heißes Duschen. Aber auch Pflanzen, die Feuchtigkeit abgeben, können zum Raumklima beitragen. Würde man das abgesonderte Wasser am Ende nur eines Tages sammeln, könnte man einen guten 10-Liter-Eimer füllen. Oft sind es sogar bis zu 15 Liter Wasser, die an die Luft im Laufe des Tages abgegeben werden.
Hinzu kommt, dass im Winter häufig die Heizung aufgedreht wird – schließlich soll es in der Wohnung deutlich wärmer sein als draußen. Dadurch entsteht ein großer Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenbereich. Trifft diese warme, feuchte Innenluft auf die kalte Fensterscheibe, kommt es schnell zur Kondensation. Besonders ältere Fenster begünstigen dieses Problem, da ihre schlechten oder porösen Dichtungen zusätzlich kalte Außenluft hineinlassen. Die Feuchtigkeit der Luft schlägt sich dann am kältesten Punkt der Wohnung nieder – meist direkt am Fenster.
Dieses Phänomen ist nicht ungewöhnlich, man kennt es vom beschlagenen Fenster beim Kochen oder vom Spiegel nach dem Duschen. In solchen Situationen ist es jedoch unproblematisch und verschwindet in der Regel schnell durch einfaches Lüften. Anders verhält es sich, wenn Fenster beschlagen, ohne dass ein Kochtopf auf dem Herd steht oder eine heiße Dusche genommen wurde.
Darum sollten Sie eine Schale mit Salz aufs Fensterbrett stellen
Sollte man Fenster auch im Winter putzen?
Beschlagene Fenster können auf mangelhafte Dämmung hinweisen
Wie die Verbraucherzentrale informiert, hängt das Problem in vielen Fällen auch mit dem Bauzustand und der Dämmung eines Gebäudes zusammen. Steigt die Luftfeuchtigkeit in einem gut gedämmten Haus auf etwa 60 Prozent, ist das größtenteils unproblematisch. Bei schlecht isolierten Gebäuden reicht hingegen an kalten Tagen bereits eine Luftfeuchtigkeit von rund 40 Prozent aus, damit sich an Wärmebrücken oder in Raumecken Schimmel bilden kann.
Wichtig: Die Experten der Verbraucherzentrale empfehlen, bei einer konstanten Luftfeuchtigkeit von über 50 Grad zu lüften, spätestens bei beschlagenen Fenstern. Die Luftfeuchtigkeit lässt sich übrigens mit einem Hygrometer messen.
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Kondenswasser am Fenster: Was sind mögliche Folgen?
Beschlagen im Herbst und Winter die Fenster von innen, kann das auf Dauer negative Folgen für die Gesundheit haben. Denn wo es feucht ist, da fühlen sich Schimmelpilze wohl. Besonders gefährlich ist dies, da man den Schimmel in der Regel erst erkennt, wenn er sich ausbreitet und größer wird.
Übrigens: Kondenswasser kann sich auch zwischen den Scheiben ansammeln, wenn es sich um doppelverglaste Fenster handelt. Was man in diesem Fall tun kann, lesen Sie in diesem Artikel.
Zudem bildet er sich unter Umständen nicht nur an und um das Fenster, sondern auch an den Wänden der Wohnung. Lebt man in einer schimmeligen Wohnung, kann das zu Asthma, Husten, Atembeschwerden, Hautausschlägen, Unwohlsein, Schwindel und Kopfschmerzen führen.