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Vorbeugen, erkennen, bekämpfen

7 häufige Rasenkrankheiten und was man gegen sie tun kann

Rasenkrankheit: Korallenfarbene Flecken im Rasen
Eine häufige Rasenkrankheit: RotspitzigkeitFoto: dpa picture alliance

Gelbe Flecken, Löcher, schlaffe Gräser? Dann braucht der Rasen extra Pflege. Hinter Problemen im Rasen stecken Viren, Bakterien oder Pilze. myHOMEBOOK stellt sieben gefürchtete Rasenkrankheiten vor und gibt Tipps, wie man den Rasen wieder fit und saftig grün kriegt.

Eine gute Pflege ist das A und O im Kampf gegen jede fiese Rasenkrankheit. Dazu zählen die richtige Bewässerung und eine ausreichende Gabe von Nährstoffen. Schnell wird des Guten aber zu viel. Zu nass, zu viel Dünger – das richtet im Garten schnell mehr Schaden an als es Nutzen bringt. Der Pilz ist dann nicht weit. Hinzu kommt: Jede Rasenkrankheit hat ihre eigenen Tücken. Die sieben häufigsten Rasenkrankheiten und Tipps zur Bekämpfung.

1. Dollarflecken (Sclerotinia homoeocarpa)

Rasenkrankheit: Ein heller Fleck im grünen Rasen
Dollarflecken erkennt man an seiner gräulich hellen FärbungFoto: dpa picture alliance

Aussehen

Die Grashalme verfärben sich gelb-gräulich und sehen trocknen aus. Dollarflecken haben meist einen Durchmesser zwischen einem und fünf Zentimetern. Vor allem in den frühen Morgenstunden bildet der Pilz bei Tau ein weißes Pilzgeflecht (Myzel) aus. Betroffen ist meist ein Zierrasen mit kurz gehaltenen Grashalmen.

Auftreten

Die Rasenkrankheit tritt vor allem im Hochsommer auf, wenn die Temperaturen stark schwanken. Ein heißer Tag, eine kühle Nacht und morgens Tau auf dem Rasen: ideale Voraussetzungen für Dollarflecken.

Bekämpfung

Dollarflecken breiten sich schnell aus, wenn der Boden zu trocken ist. Der Rasen braucht dann eine extra Portion Wasser. Doch Achtung: Lieber einmal ausgiebig gießen als zu häufig! Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. Der Rasen sollte zudem mit dem Vertikutierer gut belüftet werden. Frühlingskur: Einmalige Gabe von Dünger mit einem hohen Anteil von Kalium.

2. Rotspitzigkeit (Laetisaria fuciformis)

Rasenkrankheit: korallenrote bis rosa Flecken im Rasen deuten auf die Rotspitzigkeit hin
Rasenkrankheit: korallenrote bis rosa Flecken im Rasen deuten auf die Rotspitzigkeit hinFoto: dpa picture alliance

Diese Pilzkrankheit befällt selbst den gepflegtesten Rasen. Untrügliches Zeichen: eine korallrote Verfärbung der Grashalme. Doch keine Panik! Rotspitzigkeit kann man mit einigen Tricks schnell in den Griff bekommen, welches das sind, lesen Sie hier.

3. Schneeschimmel (Microdochium nivale)

Rasenkrankheit: Gelbe Flecken im Rasen deuten auf Schneeschimmel hin
Eine typische Rasenkrankheit: SchneeschimmelFoto: Getty Images

Aussehen

Feucht-faulige Flecken im Rasen mit bis zu 25 Zentimetern Durchmesser. Der Rand ist meist bräunlich verfärbt, in der Mitte schimmert Schneeschimmel blass-gräulich bis rosa.

Auftreten

Vor allem im Winter kann der Rasen von dieser Krankheit heimgesucht werden. Schneeschimmel mag es kühl, zwischen Null und acht Grad verbreitet sich der Pilz rasant. Achtung: Unter einer Schneedecke ist Schneeschimmel schwer zu erkennen.

Bekämpfung

Bevor es in die Winterruhe geht, braucht der Rasen im Herbst noch einmal eine sorgsame Pflege. Bedeutet: Vertikutieren, um die Rasenfläche von Verwachsungen zu befreien und zu lüften. Wie das geht, verrät myHOMEBOOK hier. Ein guter Dünger mit Magnesium und Kalium gibt dem Rasen zudem ausreichende Nährstoffe, um gut durch den Winter zu kommen. Allgemein gilt: Staunässe vermeiden!

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4. Schleimpilz (Nostoc sommune)

Nostoc: Grüner Schleim im Garten
Nach kräftigen Regengüssen kann es sein, dass sich im Garten grüner Schleim bildetFoto: Photo taken by YAMAMAYA

Nein! Nostoc commune ist nicht der Name für eine russische Studenten-WG. Hinter der Bezeichnung verbirgt sich ein recht unansehnlicher Schleimpilz, der gerne nach feuchten Nächten im Rasen zum Vorschein kommt. Im Volksmund heißt der grüne Pilz übrigens auch „Sternschnupfen“, „Engelsschnäuze“ oder „Hexengespei“. Wie man Nostoc loswird – und ob das überhaupt nötig ist, verrät myHOMEBOOK hier.

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5. Rasenrost (Puccinia)

Rasenkrankheit: Rostig aussehende Flecken auf Grashalmen
Puccinia macht sich nicht nur schnell im Rasen breit, auch Weizen ist betroffenFoto: dpa picture alliance

Aussehen

Auf betroffenen Rasenflächen verfärben sich die Halme gelb, braun oder gar schwarz und trocknen aus. Die Stellen wirken wie kleine strohige Nester. Bei genauerem Hinsehen entwickeln sich auf den Grasblättern fiese Pusteln.

Auftreten

Rasenrost wird im Sommer schnell ein Problem im Garten. Vor allem, wenn die Temperatur konstant zwischen 20 und 30 Grad liegt.

Bekämpfung

Der Rasen braucht unbedingt eine ausreichende Düngergabe. Das macht ihn widerstandsfähig für diese Rasenkrankheit. Die Rasenfläche sollte zudem gut gewässert werden. Achtung: Rasenrost mag es feucht. Damit überschüssiges Wasser schnell verdunsten kann, sollte man den Rasen morgens wässern. Vertikutieren und immer wieder mal mähen wirkt Wunder!

6. Junikäfer (Amphimallon solstitiale)

Junikäfer im Garten bekämpfen
Der Junikäfer wird auch „Gerippter Brachkäfer“ genanntFoto: dpa picture alliance

Dieser Käfer könnte ordentlich Punkte in Flensburg kassieren. Warum? Er fliegt, besser torkelt durch die Luft wie besoffen. So lustig das aussieht, für viele Pflanzen im Garten ist der Junikäfer gar nicht witzig. Die Larven des Amphimallon solstitiale machen sich zudem mit Vorliebe über Graswurzeln her. Wie das Schadbild aussieht und was man gegen Junikäfer unternehmen kann, erfahren Sie hier.

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7. Wurzelfäule (Pythium ultimum)

Pilzkrankheit: Braune Flecken auf einem Rasen
Dieser Pilz macht selbst im Fußball-Stadion nicht halt: Wurzelfäule mit den typischen braunen Flecken

Aussehen

Diese gefürchtete Rasenkrankheit macht sich im Rasen schnell großflächig breit. Aus einem satten Grün wird dann ein fauliges Braun. Grashalme und -wurzeln verfärben sich dunkel und lassen sich leicht aus der Erde herausziehen.

Auftreten

Wurzelfäule tritt vor allem im Sommer auf. Ideale Bedingung für Pythium ultimum ist eine hohe Luftfeuchtigkeit bei anhaltend hohen Temperaturen.

Bekämpfung

Ein geschwächter Rasen kann Wurzelfäule nicht viel entgegensetzen. Trockenstress sollte unbedingt vermieden werden. Auch sollte der pH-Wert stimmen. Ist dieser zu niedrig, hat der Pilz leichtes Spiel. Der Rasen sollte zudem ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Und auch hier gilt: Durch Vertikutieren wird der Rasen gelockert und gelüftet.

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