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Ein Vergleich

Welcher Rasenmäher ist der richtige für meinen Garten?

Ein Rasenmäherroboter
Erledigt die Arbeit von allein: ein Mähroboter. Doch es gibt noch einige weitere Rasenmäher-Typen, die Käufer in Erwägung ziehen können.Foto: Getty Images

Wollen Sie mulchen? Diese Frage sollten Sie sich vor dem Kauf eines Rasenmähers stellen. Denn wer mulcht, mäht und düngt seinen Rasen gleichzeitig! Das abgemähte Gras wird dabei im Gerät zerkleinert und landet sogleich als organischer Dünger auf der Rasenfläche. Es gibt aber noch viele weitere Kriterien, auf die Sie bei einem Kauf eines Rasenmähers achten sollten. myHOMEBOOK gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Typen und wie Sie das passende Gerät auswählen!

Was soll der Mäher leisten?

Bevor Sie kaufen, fragen Sie sich vorab, wie oft Sie Ihren Rasen mähen wollen, wie viel das Gerät kosten soll, wie viel Rasenfläche Sie bewältigen müssen – und ob Sie eben mulchen wollen oder nicht. Sind diese Fragen geklärt, vereinfacht das die Suche immens.

Rasenmäher werden unterschiedlich betrieben

Die Geräte-Typen werden dabei in folgende Kategorien unterteilt:

  • Hand-Rasenmäher
  • Elektro-Rasenmäher
  • Benzin-Rasenmäher
  • Akku-Rasenmäher
  • Mäh-Roboter
  • Aufsitz-Rasenmäher

Welche Rasenmäher für welche Rasenfläche infrage kommen

Für extrem große oder kleine Flächen: Hand-Rasenmäher eignen sich für kleine Rasenflächen bis 50 Quadratmeter, Aufsitz-Mäher oder Rasen-Traktoren für sehr große Flächen ab etwa 600 Quadratmeter, Parks oder gewerbliche Rasenflächen.

Fürs Mittelfeld: Elektro-Mäher und Akku-Mäher sind gut für mittelgroße Flächen, Benziner passen für mittlere bis große Rasen-Flächen.

Für Faule: Mähroboter bespielen alle Schnittflächen, ganz leistungsstarke Geräte kommen sogar mit bis zu 2500 Quadratmetern zurecht.

Achten Sie auf die richtige Schnittbreite für Ihre Fläche

Je nachdem, wie groß Ihre Rasenfläche ist, sollten Sie einen Rasenmäher mit passender Schnittbreite wählen. Dabei gilt die Faustformel: Je breiter das Gerät, desto größer ist die Schnittbreite und desto weniger Zeit brauchen Sie zum Mähen.

  • Bis zu 100 Quadratmeter Rasenfläche benötigen Sie einen Rasenmäher mit einer Schnittbreite von mindestens 35 Zentimeter.
  • Bei Flächen bis zu 400 Quadratmeter sollten Geräte mit einer Schnittbreite von mindestens 40 Zentimeter zum Einsatz kommen.
  • 800 Quadratmeter Rasen bewältigen Sie gut mit einem Mäher mit 50 Zentimeter Schnittbreite.
  • Für den großen Garten mit bis zu 1400 Quadratmeter Rasenfläche sollten Sie ein Gerät mit 55 Zentimeter Schnittbreite einsetzen.
  • Aufsitzmäher und Rasentraktoren mit einer Schnittbreite von 60 bis 120 Zentimeter sind für Rasenflächen von 600 bis über 2000 Quadratmeter geeignet.

Diese Vor- und Nachteile haben die unterschiedlichen Rasenmäher-Typen

Elektro-Rasenmäher

Mann mäht Rasen mit Elektro-Rasenmäher
Wer nicht aufpasst, durchtrennt beim Elektro-Rasenmäher schon mal das KabelFoto: Getty Images

Vorteil: 

Ein Elektro-Mäher hat weniger Gewicht als ein Benziner, ist leichter zu lenken. Schwächere oder ältere Personen kommen mit ihm daher besser zurecht. Er hängt am Stromkabel und stinkt nicht nach Abgasen, das ist gut für die Umwelt und Ihre Lunge.

Ein Elektro-Mäher hat weniger Gewicht als ein Benziner, ist leichter zu lenken. Schwächere oder ältere Personen kommen mit ihm daher besser zurecht. Er hängt am Stromkabel und stinkt nicht nach Abgasen, das ist gut für die Umwelt und Ihre Lunge.

Im Gegensatz zum Benziner ist er zudem relativ leise und muss nicht so oft gewartet werden. Mittelgroße, freie Rasenflächen schafft er problemlos. Ein Elektro-Rasenmäher ist generell günstiger als ein Benziner oder Aufsitzmäher.

Nachteil:

Das Gerät braucht neben einer Steckdose ein Verlängerungskabel – und das verfängt sich leicht in Baum und Strauch. Rasenmähen wird dadurch mitunter mühsam und unflexibel. Unachtsame Gärtner rollen zudem schnell mal über das Kabel – und kappen es. Das ist zwar nicht lebensgefährlich, kostet aber Geld und Zeit für Wartung und Anschaffung eines neuen Kabels.

Elektro-Rasenmäher sind zudem nicht so leistungsstark wie die benzinbetriebene Variante, große Rasenflächen und hochgewachsenes Gras bewältigen in der Regel nur die höherwertigen, also teureren Modelle.

Akku-Rasenmäher

Vorteil:

Leichtes Gewicht, kein nerviges Kabel, Abgas-Gestank und Lärm – die Vorteile eines akkubetriebenen Rasenmähers liegen auf der Hand. Zudem ist die neue Generation an Akkus leistungsstärker als früher, die Lithium-Ionen-Akkus halten rund eine Stunde. Viele Modelle werden mit einem oder zwei Akkus angeboten. Achten Sie darauf, dass für jedes Akku ein Schnell-Ladegerät vorhanden ist.

Nachteil:

Trotz Lithium-Ionen-Technik können Akku-Mäher gerade bei hohem oder feuchtem Gras irgendwann schlapp machen. Haben Sie nur ein Akku zur Hand, müssen Sie zudem die Ladezeit beachten. Ein Ersatz-Akku kann darüber hinaus teuer werden. Und auch die Rasenmäher sind generell teurer als Elektro-Rasenmäher mit Kabel.

Benzin-Rasenmäher

Mann füllt seinen Benzin-Rasenmäher auf
Effektiv, aber leideer auch laut und nicht gerade erste Wahl, wenn man nachhaltig Rasen mähen möchte: der benzinbetriebene MäherFoto: Getty Images

Vorteil:

Der Benziner unter den Rasenmähern eignet sich gut für große Flächen von mehr als 200 Quadratmetern. Er kommt auch mit hohem oder feuchtem Gras gut zurecht, denn er verfügt über viel Leistungsstärke und hat in der Regel größere Messer als ein Elektro-Rasenmäher. Im Gegensatz zu diesem verspricht die Kabelfreiheit beim Benziner flexibleres Rasenmähen. Achtung: Müssen Sie eine hügelige Fläche bewältigen, wählen Sie ein Modell mit Radantrieb!

Nachteil:

Der schwere Benzin-Rasenmäher lässt sich nicht so leicht lenken. Die meisten Geräte müssen zudem per Hand über einen Startseilzug gestartet werden. Bei jedem Anreißen des Seilzugs verfliegt jedem schwächeren Gärtnern schnell die Lust am Rasenmähen. Achten Sie beim Kauf daher auf ein Gerät mit Elektro-Startknopf!

Der Benziner ist zwar leistungsstark, aber auch sehr laut. Das ist nichts für empfindliche Nachbarsohren und -nerven! Der Motor muss darüber hinaus regelmäßig mit Benzin befüllt und gewartet werden.

Und der entscheidende Nachteil beim Rasenmäher mit Benzinantrieb: Er ist alles andere als nachhaltig, verpestet die Luft und schadet damit der Umwelt.

Rasentraktor oder Aufsitz-Rasenmäher

Bei einem Rasentraktor sitzen Sie hinter dem Motor, beim Aufsitzer auf ihm. Dieser ist generell günstiger, kleiner und wendiger als der Traktor, aber auch schwächer in der Leistung.

Frau auf einem Aufsitzrasenmäher
Ein Aufsitzrasenmäher macht nur bei großen Rasenflächen SinnFoto: Getty Images

Vorteil:

Sie können mit diesen Geräten locker und schnell große Rasenflächen mähen: Aufsitz-Rasenmäher eignen sich für Flächen bis zu 2000 Quadratmeter, alles darüber hinaus sollte ein Rasen-Traktor übernehmen.

Ein Rasentraktor kann umfunktioniert werden, zum Beispiel im Winter zum Schneeräumen. Für den Winterdienst sind allerdings nur leistungsstarke Geräte mit mindestens 13 PS geeignet. Und wenn viel und nasser Schnee geräumt werden muss, sollte die Maschine mindestens 200 Kilogramm schwer sein – ansonsten drohen die Antriebsräder durchzudrehen. Achtung: Falls Sie im Morgengrauen Schnee räumen müssen, achten Sie auf ausreichende Beleuchtung!

Neben Schneeräumen kann ein guter Traktor auch zum Laubkehren oder Salzstreuen umfunktioniert oder mit einem kleinen Anhänger bestückt werden.

Nachteil:

Sie brauchen viel Platz für die Unterbringung des Rasentraktors. Zudem wird dieser mit einem Benzin-Motor betrieben, neben den umwelt- und gesundheitsschädlichen Abgasen und der Lautstärke kommt die regelmäßige Wartung der Maschine hinzu. Die Verschleißteile zu ersetzen, ist zudem mit hohen Kosten verbunden.

Überhaupt Kosten: Ein Rasen-Traktor ist teurer als ein Benzin-Rasenmäher oder Mähroboter, gute Modelle gehen bei 2000 Euro los, der Preis ist nach oben hin offen.

Mäh-Roboter

Mähroboter mäht Rasen
Die Anschaffungskosten sind noch relativ hoch und die Installation etwas aufwendig, aber ansonsten ist ein Mähroboter eine gute OptionFoto: Getty Images

Vorteil:

Ganz klar – ein Mäh-Roboter arbeitet von allein, nachdem er die Ladestation verlassen hat. Das spart kostbare Freizeit. Und auch Ihre Nerven werden geschont, denn der Roboter stinkt nicht nach Abgasen, verrichtet seinen Dienst geräuscharm, ist klein und platzsparend.

Wie bei anderen Rasenmähern auch kann die Schnitthöhe eingestellt werden, und überhaupt lassen sich leicht verschiedene Mäh-Programme speichern und abrufen.

Das Schnittgut wird gemulcht und landet sofort auf dem frisch gemähten Rasen: Sie müssen daher nichts entsorgen – und der Rasen wird gedüngt.

Sensoren verhindern Verletzungen, das Gerät stoppt, sobald es angehoben wird oder ein fester Gegenstand den Weg versperrt. Steigerungen schafft ein Mäh-Roboter bis circa 45 Grad. Und der Roboter ist mit einer Pin-Nummer vor Diebstahl gesichert.

Nachteil:

Ein Mäh-Roboter hat keine Augen. Damit er weiß, wo die Rasenfläche aufhört, müssen Sie einen Begrenzungsdraht am Boden verlegen. Bis dieser in das Gras reinwächst, kann der Draht mitunter zur Stolperfalle werden. Wahlweise können Sie den Draht auch in die Erde eingraben, was jedoch ein gewissen Aufwand erfordert. Viele Geräte fahren den Rasen zudem chaotisch ab und nehmen erst einen Kurswechsel vor, wenn sie durch ein Hindernis gestoppt werden – das Resultat sieht das geübte Auge dann am Rasenschnitt.

Gute Roboter sind generell teurer als herkömmliche Rasenmäher, einfache Modelle gibt es ab 350 Euro, Profi-Geräte beispielsweise für Rasenflächen auf Sportplätzen können schnell mehr als 13.000 Euro kosten.

Bei Winkel unter 90 Grad kommen viele Mäh-Roboter kaum an die äußere Rasenkante, und an zu engen Stellen, zum Beispiel zwischen zwei Sträuchern, kann das Gerät hängen bleiben.

Achtung: Metallwände von Swimmingpools und unter dem Rasen verlegte Stromleitungen können zu Signal-Störungen beim Roboter führen.

Hand-Rasenmäher

Frau beim Mähen mit dem Handrasenmäher
Schont die Umwelt, ist leise und erfüllt auf kleinen Rasenflächen seinen Zweck: der HandrasenmäherFoto: Getty Images

Vorteil:

Ein handbetriebener Rasenmäher ist von allen Mäher-Typen am umweltschonendsten und dazu auch noch leise. Verwinkelte Rasenflächen schafft der wendige Hand-Rasenmäher meist spielend, ganz im Gegensatz zu allen motorbetriebenen Mähern.

Die Anschaffung ist preiswert, es fallen zudem keine großen Wartungskosten geschweige denn Benzin- und Öl-Kosten an. Das Gerät lässt sich zudem leicht im kleinsten Schuppen unterstellen oder an die Wand hängen. Ideal für Vorgärten oder Schrebergärten.

Nachteil:

Falsch eingestellt oder in der falschen Höhe kann es im Rücken schnell knirschen. Und auch bei nassem Gras, Moos oder bei Unebenheiten kann das Mähen per Hand kraftaufwendig werden. Bei Geräten ohne Fangkorb müssen Sie das abgeschnittene Gras nach dem Mähen zusammenharken. Bei allen größeren Rasenflächen wird das Mähen schnell zur Tortur. Und wie bei anderen Mähern auch stößt der Hand-Rasenmäher an manchen Ecken an seine Grenzen, was er nicht weggeraspelt kriegt, muss oftmals ein Rasen-Trimmer im Nachgang besorgen.