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Größe, Form, Design

Welche Vase braucht man für welchen Blumenstrauß?

Welche Blumenvase passt zu welchem Strauß?
In einer Kübelvase fällt das Blumenarrangement besonders lockerFoto: Getty Images

Blumensträuße gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen: üppig, schlicht, lang, sehr ausladend. Je nach Strauß braucht es eine bestimmte Vase, damit sich die Blumen auch richtig entfalten und lange frisch bleiben können.

Schnittblumen gehören zu den beliebtesten Geschenken. Das Meer an Blumen, Zweigen und Sträuchern, das es mittlerweile im Blumenladen oder auf der heimischen Wiese gibt, ist so facettenreich, dass ein Vasenmodell allein zu Hause nicht reicht. Welche Vase braucht man also für welchen Blumenstrauß?

Minivase

Aufgrund ihrer geringen Größe tritt die Minivase häufig als Gruppierung auf, um besser zur Geltung zu kommen. Bei diesem Vasenmodell steht vor allem der Blütenkopf im Vordergrund, denn der Stiel passt gar nicht mehr ins Gefäß.

Für diese Vase, die meist über eine kleine, schmale Öffnung verfügt, eignet sich ein Blumenstrauß mit sowohl großen als auch kleinen Blüten. Zu Letzteren gehören beispielsweise Gänseblümchen, Löwenzahn und andere zarte Wiesenblumen. Eher große, originell aussehende Blumen wie Zierlauch finden in einer Minivase den idealen Kelch, insbesondere dann, wenn sie in einer großen Vase vom Stiel abgeknickt sind.

Kugelvase mit kleiner Öffnung

Diese Vasenform ist etwas für den ästhetischen Anspruch beim Dekorieren. Die organische Form der Vase setzt auf eine schlichte Designsprache. Dazu einzelne zarte und lange Zweige wie Kirsch- oder Magnolienblüten, schon ist der Look perfekt. Die meist schmale Öffnung der Kugelvase lässt charismatische Solisten wie eine Protea optimal zur Geltung kommen und verleiht ihr zugleich einen idealen Stand.

Bauchige Vase mit großer Öffnung

Ähnlich ist auch die bauchige Vase gebaut, nur dass sie – im Vergleich zur Kugelvase – über eine große Öffnung verfügt. Damit ist sie die optimale Vase für einen klassischen Blumenstrauß aus Pfingstrosen, Gerberas oder Hortensien. Die beiden runden Form von Vase und Strauß ergeben eine perfekte Symbiose. Und weil die Sträuße ein gewisses Gewicht mit sich bringen, bietet der ausladende Vasenrand einen optimalen Halt. Zur gedrungenen Form einer bauchigen Vase passen kurz gebundene Sträuße. Das Gebinde sollte keinesfalls zu sehr aus der Vase hinausschauen, denn das sieht nicht nur unschön aus, es kann auch zum Umfallen der Vase führen. 

Kübelvase

Bei der sogenannten Kübelvase erstreckt sich das gesamte Volumen großzügig entlang der Form eines „V“ und mündet dann in eine weite Öffnung. Da diese Vase etwas höher gebaut ist, kann hier ein Blumenstrauß aus langstieligen Rosen oder Lilien ideal in alle Richtungen fallen und ein lockeres Arrangement bilden. Und weil die Kübelvase so eine freiheitsliebende Form hat, steht ihr auch ein loser, selbst gepflückter Wiesenstrauch mit unterschiedlichen Stiellängen geradezu ideal.

Flaschenvase

Die Flaschenvase ist als hohes, schlankes Gefäß für einzelne Blumenstängel wie eine Nelke oder äußerst filigrane, lockere Gebinde gedacht. Oftmals fällt die Form etwas willkürlicher aus, was sie weniger streng wirken lässt. Entsprechend ihres Namen kann das Vasenmodell auch mal ähnlich einer Flasche oder leicht bogenförmig ausfallen.

Die schmal(er) zulaufende Öffnung am oberen Ende ist stets fester Bestandteil und lässt florale Solisten im wörtlichen Sinne originell dastehen. Auch mit einem Blumenstrauß mit unterschiedlichen Höhen macht die Vase einiges her. Und gern kann man hier auch tatsächlich, im Sinne des Recyclings, zu alten, aber schön aussehenden Flaschen greifen.

Hohe, schmale Vase

Dieses Modell mag an ein Reagenzglas aus der Chemie erinnern, wird aber auch in der Floristik seinem Anwendungsbereich gerecht. Hier gilt Klasse statt Masse. Gerade einzelne Stängel wie eine schöne, langstielige Rose zum Valentins-, Jahres- oder Geburtstag wird in dieser Vase zum Highlight im Raum. Die Röhrenform der Vase eignet sich deshalb so gut für einzelne Blumen, da sich diese an keinen anderen Stängeln abstützen können – einzig der schmale Rand der Gefäßöffnung dient als Stütze.

Zwiebelvase

Etwas ungewöhnlich in ihrer Form ist die Zwiebelvase. Der obere schalenähnliche Abschnitt eignet sich perfekt für Blumenknollen oder Blumenzwiebeln. Die Verengung im Gefäß, die an die Form einer Sanduhr erinnert, sorgt dafür, dass die Zwiebel von Hyazinthe, Amaryllis oder Krokus von den Wurzeln getrennt wird. Währenddessen kann sich die Blüte im oberen Kelchteil ordentlich entfalten.

Zylindervase

Auch die Zylindervase gilt aufgrund ihrer geradlinigen, schnörkellosen Form als Basic-Modell unter den Vasen. In ihrer Öffnung nicht so weit gehalten wie die Kübelvase eignet sie sich vorrangig eher für mittellange Stängel. Dann fällt ein loser Blumenstrauß aus Schnittblumen entsprechend locker in der Vase. Die ikonische Röhrenform der Zylindervase bietet den Stielen einen stabilen Halt und den Blumenköpfen ausreichend Platz zum Blühen.

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Bodenvase

Ein absoluter Gegenentwurf zur Minivase ist die Bodenvase. Große, langstielige Blumen wie eine Sonnenblume, eine Gladiole oder ein opulenter Strauch benötigen reichlich Platz. Die Bodenvase sorgt an zahlreichen Spots im Raum stets für einen Hingucker. Bodenvasen haben sich in den letzten Jahren ohnehin zu einem echten Design Piece entwickelt. Mit einer einzelnen Blume erhält das Ganze einmal mehr einen State-of-the-Art-Charakter.