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Pflanz- und Pflegetipps

Was Gladiolen brauchen, um prächtig aufzublühen

Gladiolen
Damit Gladiolen so prächtig blühen, kommt es auf die richtige Pflege anFoto: Getty Images

Gladiolen bilden an ihrem stolzen Stiel viele, trompetenhafte Blüten – und das in den verrücktesten Farben. Die fröhlich leuchtenden Sommerblumen sind in Rabatten und Staudenbeeten nicht wegzudenken. Ein wunderschöner Anblick in jedem Garten!

Damit Gladiolen gut wachsen, benötigen sie einen lockeren und tiefgründigen Boden. Dabei sollte die Erde idealerweise nährstoff- und humusreich sein. Handelt es sich um einen lehmigen und dichteren Boden, kann eine Drainage-Schicht helfen. Um zu dichte Gartenerde aufzulockern, hilft zudem etwas Sand, den man in die Erde einmischt.

Gladiolen im Garten pflanzen

So anmutig sie mit ihrer interessanten Blütenpracht sind, Gladiolen können mit ihren schwertförmigen Blättern und dem steilen Wuchs mitunter etwas steif wirken, vor allem, wenn sie in Gruppen gepflanzt werden. Um das Gesamtbild aufzulockern, setzt man zwischen die Liliengewächse weitere Sommerblumen. Harmonisch wirken Nachbarpflanzen mit ähnlicher Blütenfarbe. Sanfte Akzente bieten hingegen Gräser oder Stauden.

Sorten

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Arten und Sorten. Je nach Züchtung leuchten Gladiolen in Weiß, Gelb, Orange, Rosa, Rot oder Violett. Es gibt sogar Sorten mit grünen, bläulichen oder braunen Blüten. Im Naturgarten machen winterharte Wildformen eine schöne Figur. Darunter zum Beispiel die purpurrot blühende Gladiolus byzantinus.

Eine besondere Zierde sind die niedrig wachsenden Schmetterlingsgladiolen, die zwischen 30 Zentimeter und einem Meter hoch werden. Ihre großen Schwestern, die Edelgladiolen, erreichen hingegen eine stolze Höhe von rund eineinhalb Meter. Die hochwachsenden Sorten werden zum Schutz bei Regen und Wind in der Regel angebunden.

Tipp: Gladiolen blühen in der Regel nur einen Monat. Um mehr von der Blütenpracht zu haben, setzt man mehrere Zwiebeln in wöchentlichem Abstand in die Erde. Im Handel gibt es zudem viele unterschiedliche Sorten, die früh, mittel oder spät im Gartenjahr blühen.

Der richtige Boden und Standort

Für den Standort gilt: Gladiolen mögen es sonnig und geschützt. Die schönen und robusten Sommerblumen gedeihen jedoch auch an einem halbschattigen Standort oder unter nicht ganz idealen Bedingungen.

Gladiolen optimal pflegen

Gladiolen sind über das ganze Gartenjahr hinweg wunderschöne Dauerblüher. Die Starkzehrer benötigen dementsprechend ausreichend Nährstoffe. Um die Irisgewächse gut zu pflegen, sollten Hobbygärtner auch folgende Dinge beachten:

Bewässerung

Gladiolen vertragen keine Staunässe. Dennoch muss die Erde stets feucht gehalten werden. Bedeutet: Regelmäßig gießen, aber nicht zu viel des Guten! Dabei sollte man sich nach der Wetterlage richten. Wie vielen anderen Gartenpflanzen schmeichelt man Gladiolen mit weichem Gießwasser, zum Beispiel mit immer kostbarerem Regenwasser.

Düngung

Neben Sonne brauchen Gladiolen einen möglichst nährstoffreichen Boden. Als natürlicher Dünger bietet sich Hornmehl, Steinmehl und reifer Kompost an, den man am besten beim Einpflanzen gleich mit in die Erde gibt. Eine Mulchdecke schützt die Pflanzen zusätzlich vor Trockenheit. Gladiolen sollten jedoch nicht mit frischem Dünger wie Pferde- oder Stallmist versorgt werden. Das kann Pflanzenkrankheiten verursachen.

Auch interessant: Pflanzen, die sich für sonnige Standorte eignen

Schnitt

Durch einen Rückschnitt gibt man einer Gladiole ausreichend Kraft, um im folgenden Jahr wieder üppig zu blühen. Dafür setzt man ein scharfes, sauberes Gartenmesser oder eine Gartenschere unterhalb der letzten Blüte an.

Frisch geschnitten sind die opulent blühenden Sommerblumen zudem ein wunderschöner und langanhaltender Vasenschmuck. Am besten schneidet man Gladiolen, sobald sich die ersten Blüten zeigen. Mit der Zeit öffnen sich dann die anderen Blüten in der Vase bis hin zur Spitze.

Vermehren

Die Sommerblumen vermehren sich über ihre Zwiebeln, an denen sich kleine Brutknöllchen bilden. Zur Vermehrung trennt man diese von den im Herbst ausgegrabenen Hauptzwiebeln ab und gibt sie zum Überwintern in ein Gefäß mit Anzuchterde. Im Frühjahr kommen die jungen Knollen ins frische Gartenbeet. Hobbygärtner müssen sich dann jedoch in Geduld üben. Denn Brutknollen brauchen zwei, manchmal sogar drei Jahre, um wie ihre Mutterpflanze zu blühen.

Die Wildarten können zwar auch über Aussaat vermehrt werden. Ob sich über diese Methode eine blühfreudige Pflanze bildet, ist jedoch nicht sicher. Wer es dennoch versuchen will, sammelt die Samen in den reifen Samenkapseln im Herbst ab. Nützliche Tipps zur Aussaat verrät eine Gartenbuch-Autorin in diesem Artikel.

Frostschutz

Gladiolen sind nicht winterhart, die Zwiebeln gräbt man nach dem ersten Frost aus und lagert sie gesäubert über die kalte Jahreszeit an einem trockenen Ort, zum Beispiel im Keller. Nach den letzten Spätfrösten im Frühjahr wählt man für die Blumenzwiebeln am besten einen neuen Platz im Garten.

So raten die Experten vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde, Gladiolen jedes Jahr an einem anderen Standort zu pflanzen. Denn wenn die Knollen mehrere Jahre hintereinander an der gleichen Stelle in den Boden kommen, verlieren sie ihre Widerstandskraft.

Krankheiten und Schädlinge

Gladiolen sind mitunter anfällig für Pilz- und Viruskrankheiten. Problematisch ist vor allem ein zu feuchter Standort oder zu langanhaltende Staunässe. Auf die Blumenzwiebeln haben es zudem Mäuse abgesehen. Was die ungebetenen Gäste jedoch nicht ausstehen, sind einige Pflanzen, die man als schützende Begleiter zu Gladiolen pflanzen kann.

Häufiger machen den Irisgewächsen allerdings Thripse zu schaffen. Bei einem starken Schädlingsbefall verkrüppeln die Blätter und es zeigt sich keine Blüte. Vorbeugend spritzt man die Pflanzen ab dem Frühjahr mit Schachtelhalmbrühe. Im Herbst müssen befallene Blätter, Blüten und Stängel von den Knollen abgetrennt und über den Hausmüll entsorgt werden.

Da kranke Knollen den Boden für nachfolgende Pflanzen verseuchen können, sollte man beim Kauf darauf achten, dass es unter dem Hüllblatt keine verfärbten oder eingesunkenen Stellen gibt. Diese zeigen Krankheiten an.

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