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Tipps für Hobbygärtner

Mit einer Fruchtfolge zur ertragreichen Gemüse-Ernte

Was ist eine Fruchtfolge und was bringt sie mir im Garten?
Die Fruchtfolge soll für eine ertragreiche Ernte über einen längeren Zeitraum sorgenFoto: Getty Images

Sind Ihre letzten Ernten mager ausgefallen? Gründe dafür könnten eine sehr einseitige Bepflanzung, ein schwacher Boden oder ein Mangel an Nährstoffen sein. Ein Weg, um dem ein Ende zu setzen und wieder für Leben in Ihrem Beet zu sorgen, könnte eine Fruchtfolge sein. myHOMEBOOK sagt Ihnen, was Sie darüber wissen müssen.

Fruchtfolgen sind sogenannte Vierfelderwirtschaften. Das bedeutet, dass ein Beet in vier Felder aufgeteilt wird, im Prinzip also vier Einzelfelder geschaffen werden. Dabei wird drei Jahre lang angebaut. Jedes Jahr zieht dann die Pflanzengruppe des jeweiligen Beetes ein Beet weiter. Das vierte Jahr dient der Regeneration des Bodens. So gibt man dem Beet wichtige Nährstoffe zurück und hält den Boden gesund.

Was bringt eine Fruchtfolge?

Diese Art des Anbaus sorgt nicht nur für einen guten Boden, sondern bringt auch Ertragssicherheit. Denn trotz eines geringeren Düngereinsatzes sind bessere Ernten garantiert.

Wie wähle ich das Gemüse für eine Fruchtfolge aus?

Für eine erfolgreiche Fruchtfolge sind sowohl der Nährstoffbedarf als auch die Verwandtschaftsverhältnisse der Pflanzen entscheidend. Das bedeutet konkret: Haben Sie in einem Jahr eine Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler angepflanzt, sollten Sie im Folgejahr nicht wieder einen Kreuzblütler anpflanzen. Das gilt im Übrigen auch für die Familien der Nachtschattengewächse und Doldenblütler.

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Wie könnte eine Fruchtfolge aussehen?

Wenn Sie die aufeinanderfolgenden Pflanzen nicht sorgsam auswählen, ist eine gute Ernte nicht garantiert. Ein möglicher Vier-Jahres-Plan für Ihr Gemüsebeet wäre beispielsweise:

1. Jahr: Versorgen Sie den Boden mit Nährstoffen. Denkbar wäre eine Gründüngung mit Lupine.
2. Jahr: Jetzt ist es Zeit für Starkzehrer. Denkbar wären Tomaten, Zucchini oder Kürbisse.
3. Jahr: Im dritten Jahr folgen die Mittelzehrer wie Möhren, Mangold oder Fenchel.
4. Jahr: Den Abschluss machen Schwachzehrer, also Radieschen, Bohnen oder Zwiebeln.

Was passiert nach den vier Jahren?

Im fünften Jahr beginnen Sie die Gründüngung und damit den Kreislauf von vorne. Tipp: Um nicht den Überblick zu verlieren, erstellen Sie am besten einen Gartenplan. Dort können Sie die angepflanzten Gemüsesorten vermerken. Außerdem haben Sie so eine Art Tagebuch und können auch die Entwicklung der Erträge dokumentieren.