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Umweltschonend und effektiv

Moos im Rasen? 5 Methoden, um es langfristig loszuwerden

Moos aus Rasen entfernen
Das Vertikutieren ist nur eine Möglichkeit, das leidige Moos im Rasen zu entfernenFoto: Getty Images

Moos ist ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems im Wald. Auch zu Deko-Zwecken ist die wasserspeichernde, grüne und blütenlose Sporenpflanze ein wunderbares Naturmaterial. Wächst Moos allerdings im Rasen, bekommen Hobbygärtner schnell das Grauen. Wie man Moos im Rasen entfernt und einem erneuten Wuchs vorbeugt.

Ein Schädling ist Moos im herkömmlichen Sinne nicht. Auch ist es weder giftig noch bedenklich für Mensch und Tier. Dennoch wächst Moos im heimischen Garten – vor allem im Rasen. Dann schrillen oftmals die Alarmglocken, denn Moos ist ein hartnäckiger Konkurrent für die Gräser. Lässt man es gewähren, breitet es sich rasant aus. Das ist nicht nur optisch ein Problem. Zum einen konkurrieren Moos und Gräser um Wasser und Nährstoffe. Zum anderen sind von Moos betroffene Stellen im Rasen nicht mehr trittfest und robust. Da dem Moos verankernde Wurzeln fehlen, entstehen schnell Löcher im einst üppigen Grün. Diese Gefahr ist vor allem nach starken Niederschlägen groß.

Moos entfernen – diese Möglichkeiten gibt es

Um das leidige Moos im Rasen zu entfernen, haben sich verschiedene Methoden bewährt. Dabei ist es wichtig zu verstehen, warum sich Moos im Rasen bildet. Denn nicht in jeder Rasenfläche muss unweigerlich Moos wachsen. Und in manchen Fällen kann Moos im Rasen auch durchaus gewollt sein. Grundsätzlich sind es vor allem fünf Aspekte, die die Bildung von Moos im Rasen begünstigen:

  1. Der Rasen ist nicht mit ausreichend Nährstoffen versorgt.
  2. Die verwendete Rasensaatgutmischung ist für diesen Standort und die dort herrschenden Bedingungen ungeeignet.
  3. Der Boden ist zu feucht oder zu sauer.
  4. Der Rasen liegt zu sehr im Schatten.
  5. Der Rasen wurde zu selten gemäht oder die eingestellte Schnitthöhe war zu tief.

Hinweis: Chemische Herbizide und Moosvernichter, aber auch Hausmittel wie Essig und Salz, sollten keinesfalls genutzt werden! Viele chemische Mittel sind nicht nur äußerst bedenklich für Mensch, Tier und Pflanzenwelt. Sie beseitigen zwar das Moos, hindern es aber nicht daran erneut zu wachsen. Hier finden Sie Hausmittel, mit denen man Unkraut bekämpfen kann.

1. Moos mechanisch entfernen

Während Rasenmäher lediglich die Halme kürzen, befreien Vertikutierer die grüne Pflanzendecke auch von lästigen Verwachsungen, die unter der Erde sitzen. Beim sogenannten Vertikutieren wird die Oberfläche eingeritzt. Dadurch lässt sich Moos sehr effektiv entfernen. Gerade für große Rasenflächen bietet sich die Arbeit mit einem Vertikutierer an. Dieser kann im Baumarkt ausgeliehen werden. Bei kleineren Rasenflächen tut es auch eine Eisenharke.

Grundsätzlich kann Moos aus dem Rasen auf diese Weise das ganze Jahr über entfernt werden. Am besten funktioniert es, wenn der Boden nicht allzu feucht ist. Die Deutsche Rasengesellschaft empfiehlt, dem Rasen mindestens einmal pro Jahr im März oder April sowie ein weiteres Mal im August oder September mehr Luft zu verschaffen. Achtung: Vor der ersten Vertikutier-Kur sollte die Grünfläche mindestens drei Jahre alt sein.

Tipp: Um zu testen, ob der Rasen vertikutiert werden sollte, können Hobbygärtner mit einer Harke leicht durch die obere Bodenschicht fahren. Bleiben Rückstände an den Zinken hängen, ist das in der Regel ein sicheres Anzeichen dafür, dass der Rasen belüftet werden muss.

Hierzu passend: So vertikutieren Sie Ihren Rasen richtig

2. Mit Hausmitteln Moos im Rasen entfernen

Salz und Essig sollten wie bei der Entfernung von Unkraut aus Fugen nicht zur Moosbeseitigung verwendet werden. Ein effektives und unbedenklicheres Hausmittel ist dagegen Holzasche. Diese ist sehr kaliumhaltig und kann den Boden dadurch gut neutralisieren. Jedoch ist hier ein fachkundiger Umgang unerlässlich. Wer zu viel oder unbedacht Holzasche auf seinem Rasen verteilt, riskiert schnell eine Überdüngung. Auch können Schwermetalle in den Boden gelangen.

3. Den Rasen sanden

Viele erfahrene Hobbygärtner sanden ihren Rasen regelmäßig. Und das aus gutem Grund. So fördert das Sanden des Rasens den Zustand der Gräser gleich in dreierlei Hinsicht:

  • Die Sandgabe verhindert das Abtrocknen der Halme.
  • Moose und Algen werden durch den Sand am Wachsen gehindert.
  • Die Humusschicht, in der der Rasen wächst, wird durch den Sand aufgelockert.

4. Rasen kalken

Eine weitere Methode, um Moos im Rasen dauerhaft zu entfernen, ist das Kalken und damit Neutralisieren der Rasenfläche. Dies ist dann wichtig, wenn der Boden zu sauer ist. Rasen benötigt für ein gutes und gesundes Wachstum auf Sandböden einen pH-Wert von über 5, auf lehmigen Böden über 6. Mittels pH-Wert-Test lässt sich der Säuregehalt im heimischen Garten einfach und unkompliziert ermitteln.

5. Mit organischem Dünger Moos im Rasen entfernen

Ist der Rasen nicht mit genügend Nährstoffe versorgt, findet Moos hervorragende Wachstumsbedingungen. Daher kann Moos im Rasen bei Nährstoffmangel durch organische Dünger entfernt werden. Diese stellen den Rasengräsern alle zum Wachsen notwendigen Nährstoffe bereit. Zudem sind sie im Vergleich zu Mineraldüngern umweltverträglicher, da sie weniger Schwermetalle beinhalten.

Kann man dem Wuchs von Moos im Rasen vorbeugen?

Am besten wäre es natürlich Moos erst gar nicht im Rasen entfernen zu müssen. Da Moos nicht automatisch in jedem Rasen wächst, gilt es den Rasen möglichst gut zu pflegen und „moosunfreundlich“ zu halten. Dazu haben sich folgende Methoden bewährt:

  • Beim Anlegen von Rasenflächen die passenden Saatgutmischungen verwenden. Diese sollten unbedingt auf die jeweiligen Standortbedingungen abgestimmt sein.
  • Versorgen Sie die Gräser immer mit ausreichend Wasser und Nährstoffen. So sind sie widerstandfähig, gesund und konkurrenzstark. Das Moos hat dann keine Chance sich im Rasen breitzumachen.
  • Mähen Sie den Rasen regelmäßig und unbedingt mit der richtigen Schnitthöhe. Grundsätzlich bieten sich folgende Schnitthöhen an: Zierrasen zwei bis drei Zentimeter, Spielrasen drei bis vier Zentimeter, Schattenrasen über fünf Zentimeter.