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Pflanzen-Portrait

Pflanz- und Pflegetipps für den seltenen Enzian

Die Blüten des Enzian sind trompetenförmig
Enzian blüht neben der typischen blauen Farbe auch in gelb, rosa, rot, violett oder weißFoto: Getty Images

Enzian steht für Liebe, Treue, Schönheit und Zuverlässigkeit. Mit viel Glück kann man die seltene Blume bei Wanderungen in den Alpen oder Pyrenäen sehen. Einfach pflücken darf man sie aber nicht, da sie geschützt ist. Hobbygärtner können sie jedoch im eigenen Garten oder auf dem Balkon anpflanzen.

Nicht nur dekorativ, sondern auch heilend: Besonders der gelbe Enzian wird seit vielen Jahrhunderten als Heilpflanze bei Magen-Darm Beschwerden oder bei Erkältungen verwendet. Die heilende Wirkung der Pflanze soll von dem König Gentius van Illyrien, dem heutigen Albanien, entdeckt worden sein. Deshalb nennt man die Gebirgsstaude in der Botanik auch Gentiana.

Enzian im Garten anpflanzen

Von Frühling bis in den Herbst hinein kann man die Gebirgsstaude in den Garten pflanzen. Am besten wählt man einen Standort, der sonnig bis halbschattig ist. Der Boden sollte kalkhaltig, lehmig, humos und gut durchlässig sein. Sind diese Bedingungen nicht gegeben, dann können Hobbygärtner Sand in den Boden arbeiten, um den Boden durchlässiger zu machen, und Kompost, um den Boden mit Nährstoffen anzureichern.

Bevor man den Enzian einpflanzt, ist es ratsam, eine Drainageschicht aus Schotter oder Kies einzubauen. Dadurch verhindert man Staunässe, welche die Pflanze nur schlecht vertragen würde. Als alpine Pflanze ist die Staude ideal für einen Steingarten.

Wann blüht Enzian?

Beliebt ist die Staude besonders für seine trompetenförmigen Blüten. Diese blühen nicht nur in dem typisch intensiven Blau, sondern auch in Weiß, Violett, Rosa, Rot und Gelb. Die Blütezeit hängt von den Sorten ab.

  • Frühlingsenzian: März bis August, mit der richtigen Pflege eine zweite Blüte im Herbst
  • Clusiusenzian: Mai bis Juni
  • Weißer Enzian: Juni bis August
  • Gelber Enzian: Juni bis August
  • Herbstenzian: September bis Dezember

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Die richtige Pflege

Bewässerung

Den Boden sollte man gleichmäßig feucht halten. Besonders bei Hitze und langen Trockenperioden braucht Enzian ausreichend Wasser. Aber Vorsicht: Die Pflanze reagiert empfindlich auf Staunässe.

Düngung

Im Topf oder Kübel braucht Enzian keinen Dünger. Im Beet können Hobbygärtner die Pflanze mit Kompost oder Rhododendron-Dünger versorgen.

Schnitt

Nach der Blüte schneidet man Enzian zurück. So verhindert man die Ausbildung der Samen. Dafür die verblühten Blüten einfach entfernen.

Wie kann man Enzian vermehren?

Durch Aussaat, Teilung und Stecklinge können Hobbygärtner ihren Enzian im Garten vermehren. Die einfachste Methode ist die Aussaat. Dafür schneidet man die Pflanze nach der Blüte nicht zurück. So bildet die Gebirgsstaude Samenkapseln aus. Die Samen sät man im Herbst in Saatschalen, zum Beispiel aus alten Eierkartons, aus. Zum Keimen braucht die Samen einen kühlen Standort. Daher kann man sie im Winter auch ruhig nach draußen stellen.

Ist Enzian winterhart?

Obwohl alle 500 Arten als winterhart gelten, sollte man die Pflanzen zusätzlich mit Laub, Reisig oder Mulch bedecken und so vor eisigen Temperaturen schützen.

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Krankheiten und Schädlinge

Als sehr robuste Pflanze ist die Gebirgsstaude kaum anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Bei zu viel Feuchtigkeit können jedoch Pilzkrankheiten auftreten. Hobbygärtner können solche an absterbenden Trieben erkennen. Ist eine Pflanze erkrankt, sollte man die betroffenen Triebe großzügig entfernen. Zudem sollten sich Hobbygärtner an die Standortansprüche der Pflanze halten.