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Schmeckt wie Spinat

Die Gartenmelde – Pflanztipps für das vergessene Urgemüse

Melde Urgemüse: Violette Blätter von dem Urgemüse Melde
Die rote Melde mit ihren schönen, violetten Blättern ist fast in Vergessenheit geratenFoto: Getty Images

Die karminroten Blätter der Gartenmelde sind ein wahrer Hingucker im Garten. Melde? Die Pflanze kennen die wenigsten – und wenn dann als Zierstrauch oder als nerviges Unkraut. Was in Vergessenheit geraten ist: Die Melde ist seit jeher ein nahrhaftes Urgemüse. Ähnlich dem Spinat kann man das Gemüse mit wenigen Tricks im eigenen Garten anbauen.

Ein fast in Vergessenheit geratenes Blattgemüse wird derzeit wieder neu für die Küche entdeckt: die Melde (Atriplex hortensis)! Insider kennen das Urgemüse auch unter den Begriffen Gartenmelde, Spanischer Salat oder Orache. Die markanten, in der Form spitz zulaufenden Blätter der Roten Gartenmelde sind ein wahrer Hingucker im Garten. Die Blätter sind essbar und strotzen nur so vor Vitaminen. Melde eignet sich hervorragend für einen knackigen Salat oder gedünstet als Ersatz zu Spinat. Nicht umsonst wird die Pflanze auch „Sommerspinat“ genannt. Der Pflanze wird zudem eine heilsame Wirkung nachgesagt. Als Tee aufgegossen, soll Melde zum Beispiel Blasen- oder Nierenbeschwerden lindern.

Das Urgemüse Melde im Garten anpflanzen

Bei offenem und mildem Wetter ist die Aussaat zwar schon im Januar möglich. Um sicherzugehen, sät man Melde-Samen jedoch besser zwischen März und Juli aus. Mehrmals im Abstand von zwei bis drei Wochen ausgesät, verspricht eine nachhaltigere Ernte. Sind die Samen im Boden, zeigen sich schon nach kurzer Zeit die ersten Jungpflanzen. Wichtig: Melde sät man spätestens nach dem dritten Gartenjahr an einem anderen Standort aus.

Eine Melde ist wuchsfreudig und kann bei guten Bedingungen schnell in die Höhe schießen, eineinhalb bis zwei Meter sind durchaus möglich. Im Beet sollte man daher rund 30 Zentimeter Pflanzabstand einhalten. Melde kann im Gemüsebeet gut zwischen Kartoffeln gepflanzt werden. Nicht so gut verträgt sie sich mit Nachbarpflanzen wie Mangold oder Rote Beete.

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Melde optimal pflegen

Die Pflanze gilt als anspruchslos und braucht in der Regel kaum Aufmerksamkeit und Pflege. Prinzipiell gelingt der Anbau in fast jeder Lage, noch besser allerdings an einem sonnigen und vor widrigen Wetterverhältnissen geschützten Standort. Ein konstant mäßig feucht gehaltener, durchlässiger und humoser Boden ist für die Gartenmelde ideal. Achtung jedoch vor Staunässe! Bei zu viel Nässe droht Wurzelfäule, Melden gehen dann wie viele andere Pflanzen schnell ein. Stimmen jedoch die Bedingungen, ist eine Melde äußert robust und pflegeleicht. Dennoch: Für eine reichhaltige Ernte sollte man einiges beachten:

Bewässern

Eine Melde ist recht durstig und sollte vor allem während der Wachstumsperiode regelmäßig gegossen werden. Vor allem aber in Trockenperioden muss die Pflanze morgens und abends ausreichend mit Wasser versorgt werden.

Düngung

Obwohl sie groß hinausschießen kann, ist die Pflanze ein Schwachzehrer. Bedeutet: Eine Melde muss in der Regel nur mit wenig Dünger versorgt werden. Zeigt die Pflanze jedoch schlaff herunterhängende Blätter oder Flecken, hilft man mit etwas Flüssigdünger nach. Den Dünger gibt man dem Gießwasser bei Bedarf alle zwei Wochen bei. Ein handelsüblicher Dünger ist prinzipiell ausreichend. Günstig und biologisch ist zudem ein selbst hergestellter Dünger. Mit ein paar Tricks lässt sich der spielend leicht selbst herstellen. Nährstoffreiches Kompostwasser ist nur ein Beispiel.

Schnitt

Ein Rückschnitt ist für die einjährige Pflanze in der Regel nicht nötig. Um das Wachstum zu unterstützen, kann man eine Melde allerdings beschneiden, sobald sie handtellergroß ist.

Vermehren

Über ihre Blütenstände vermehren sich Melden von selbst.

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Krankheiten und Schädlinge

In der Regel werden Melden von Schädlingen in Ruhe gelassen. Die robusten Pflanzen können gelegentlich jedoch von Blattläusen befallen werden. Dagegen gibt es jedoch einige wirksame Hausmittel, die myHOMEBOOK in diesem Artikel verrät.

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